(wS/red) Kreuztal, 12.03.2026 | Mission Unmöglich? Ferndorf eröffnet Hammer-Wochen beim Tabellenführer Bietigheim
Vier Spiele, Vier Topteams, Vier Wochen im Sturm der 2. Liga.
Der TuS Ferndorf geht in die gefühlt härteste Phase der Saison.
14. März: Auswärts beim Spitzenreiter SG BBM Bietigheim.
28. März: Heimspiel gegen den Zweiten HBW Balingen-Weilstetten.
04. April: Auswärts beim Vierten VfL Potsdam.
10. April: Heimspiel beim Dritten HC Elbflorenz Dresden.
Willkommen zu den DAYS OF THUNDER.

Am Samstag, den 14. März 2026, steht für den TuS Ferndorf die erste schwere Auswärtsaufgabe an. Um 18 Uhr gastieren die Siegerländer beim Tabellenführer SG BBM Bietigheim.
Die Rollen vor der Partie sind klar verteilt. Bietigheim führt die Tabelle der 2. Handball-Bundesliga mit 38:8 Punkten an und hat nach 23 Spielen ein Torverhältnis von 693:613. Von den letzten fünf Spielen gewann der Spitzenreiter vier. Insgesamt stehen für die SG BBM 18 Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen zu Buche.
Der TuS Ferndorf reist als Tabellendreizehnter nach Baden-Württemberg. Dennoch gibt es zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer, denn mit 621 Gegentoren in 22 Spielen stellt Ferndorf eine der stabileren Abwehrreihen der Liga und liegt damit auf Platz zwei bei den wenigsten Gegentoren.
Vielleicht macht auch das Hinspiel Mut. Am 10. Oktober 2025 verlor Ferndorf in der heimischen Stählerwiese zwar knapp mit 26:27, hielt die Partie gegen den Favoriten jedoch bis zur letzten Sekunde offen. Es war damals bereits das dritte Spiel einer Serie von unglücklichen Ein-Tore-Niederlagen.
Eine wichtige Rolle könnten erneut die Torhüter spielen.
Bei Bietigheim kommt Nebojša Tomovski bisher auf 192 Paraden, darunter 15 Siebenmeter, gefolgt von Jan Hrdlicka mit 98/1. Ferndorfs Can Adanir kommt auf 185 Paraden, darunter 10 Siebenmeter, gefolgt von Filip Baranasic 79/8 und Jannis Michel mit 8/1 Paraden.


Auch im Angriff hat der Tabellenführer mehrere gefährliche Optionen. Top-Torschütze ist Jonathan Fischer mit 113 Treffern, gefolgt von Moritz Strosack mit 80 Toren und Tom Wolf mit 76 Treffern, davon 36 per Siebenmeter. Die meisten Vorlagen liefert Spielmacher Juan de la Peña mit 71 Assists.
Für Ferndorf wird es darauf ankommen, die stabile Abwehrleistung zu bestätigen, das Tempo des Tabellenführers zu bremsen und die eigenen Chancen konsequent zu nutzen. Gelingt das, könnte der Außenseiter die Partie vielleicht länger offenhalten als erwartet.
Werfen wir einen Blick auf die Hinrundenergebnisse der Spiele unserer nächsten Gegner:
TuS-Bietigheim 26:27
Balingen-TuS 35:31
TuS-Potsdam 30:23
Dresden-TuS 33:33
Das ergibt einen Punktestand von 3:5 und ein Torverhältnis von 120:118 für Ferndorf. Liest sich das gut (?), ja, das liest sich gut und wir drücken Ceven und seinen Jungs die Daumen für diese DAYS OF THUNDER.
Eine besondere Verbindung zwischen beiden Teams gibt es ebenfalls. Beim Tabellenführer SG BBM Bietigheim steht mit Maxim Orlov ein Spieler im Kader, der seine handballerischen Wurzeln beim TuS Ferndorf hat.
Orlov nahm bereits im Alter von fünf Jahren in Ferndorf erstmals den Handball in die Hand und durchlief dort seine ersten Schritte im Nachwuchsbereich. Mit 14 Jahren wechselte er zum Leistungszentrum von GWD Minden, um sich sportlich weiterzuentwickeln. Dort reifte er weiter, bevor er in der Jugend zu den Füchsen Berlin wechselte und mit ihnen zweimal die deutsche A‑Jugend‑Meisterschaft gewann.
Sein Weg führte ihn anschließend über den VfL Potsdam weiter in die 1. Handball-Bundesliga zu TSV Hannover-Burgdorf. Von dort wechselte der talentierte Rückraumspieler schließlich auf Leihbasis zur SG BBM Bietigheim.
Damit trifft Maxim Orlov am Samstag auf den Verein, bei dem seine Handballlaufbahn einst begann.
Drücken wir Ceven Klatt und seinen Jungs die Daumen, sie haben realistisch betrachtet wenig Chancen, aber die werden sie nutzen.
Hier noch das Ergebnis der Wahl zum „Spieler des Monats Februar“:
Das Endergebnis im Überblick:
- Frieder Bandlow (HSG Nordhorn-Lingen) mit 25,1 %
- Can Adanir (TuS Ferndorf) mit 18,7 %
- Marc-Robin Eisel (Eulen Ludwigshafen) mit 14,6 %
- Philipp Schwarz (TV 05/07 Hüttenberg) mit 11,8 %
- Ben Connar Battermann (TV Großwallstadt) mit 10,5 %
- Paul Holzhacker (VfL Lübeck-Schwartau) mit 10,3 %
- Jan-Christian Schmidt (TSV Bayer Dormagen) mit 9,0 %
Bericht: Peter Trojak
Collage/Fotos: Andreas Domian
DAS IST FERNDORF – DAS BIST DU
CEVEN KLATT: Wir wissen sehr genau, wie stark Bietigheim ist. Sie stellen die beste Abwehr der Liga, verfügen wahrscheinlich über den individuell stärksten und am besten eingespielten Kader der gesamten 2. HBL. Dazu kommt für mich das beste Torhütergespann der Liga und auch der beste Trainer der Liga. Da kommt ganz viel Qualität von allen Seiten auf uns zu.
Trotzdem brauchen wir nicht nach Bietigheim zu fahren, wenn wir dort nicht gewinnen wollen. Genau das ist unser Ziel. Wir müssen unsere Dinge gut und im Idealfall sehr gut machen und dann sehen wir, was am Ende dabei herauskommt. Die Absicht ist klar, wir wollen gewinnen. Ob uns das gelingt, hängt davon ab, wie gut Bietigheim an diesem Tag ist und wie sehr wir sie wirklich fordern können.
Wir werden mit dem Kader antreten, der uns auch gegen Dessau zur Verfügung stand. Es ist in dieser Woche nichts passiert, Stand heute, Donnerstag, gehen wir davon aus, dass genau dieser Kader am Samstag in Bietigheim auflaufen wird.










