Über 600 Stunde offline! Erfolgreiche Handy-Challenge „Geh Offline!“ im Jugendtreff Kreuztal

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(wS/kr) Kreuztal 23.04.2026 | In den Osterferien 2026 setzte die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) Kreuztal im städtischen Jugendtreff JBS ein bewusstes Zeichen gegen exzessive Mediennutzung: Unter dem Motto „++ Freizeit – Bildschirmzeit“ wurden Jugendliche dazu eingeladen, freiwillig auf ihr Handy zu verzichten – und konnten dabei nur gewinnen.

Die besondere Ferienaktion stieß auf große Resonanz: Täglich nahmen zwischen 18 und 27 Jugendliche an der Challenge teil. Ziel war es, möglichst viele Stunden offline zu verbringen und die gewonnene Zeit aktiv im Jugendtreff zu nutzen. Dafür mussten die Teilnehmenden einfach ihr Handy an der Theke des Jugendtreffs abgeben.

30 Minuten offline bedeuteten einen Punkt auf dem Konto. Bei wichtigen Anrufen der Eltern durften die Jugendlichen selbstverständlich antworten. Für die meisten offline verbrachten Minuten wurden Tagespreise vergeben, darunter Snacks, Getränke oder gemeinsame Essensangebote.

Am Ende der Ferien konnten drei Hauptgewinner ausgezeichnet werden. Neben großzügigen Gutscheinen für Pizza und Eis in Kreuztal konnte der Hauptgewinn überzeugen:
Ein Skateboard fand einen stolzen neuen Besitzer! Die drei Punktbesten haben in den Ferien durchgehend auf ihr Handy verzichtet.
Gemeinsam erreichten alle Teilnehmenden eine beeindruckende Gesamtleistung von über 600 Stunden ohne Smartphone. Diese Zeit wurde intensiv genutzt: Gemeinsames Kochen und Essen, Billard- und Kickerturniere, sportliche Aktivitäten sowie Gesellschaftsspiele standen im Mittelpunkt und förderten ein aktives, soziales Miteinander. Die Wunsch- und Meckerbox des Treffs wurde ebenfalls in diesem Zuge von den Jugendlichen neugestaltet.
Die große und prominente Tonne bietet den Besuchenden jederzeit die Möglichkeit, Wünsche und Kritik zu äußern.

Pädagogischer Hintergrund und Zielsetzung
Die Aktion verfolgte zentrale Ziele der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Im Fokus stand die Förderung von Medienkompetenz durch bewusste Reflexion des eigenen Nutzungsverhaltens. Anstatt digitaler Reizüberflutung wurde ein Raum geschaffen, in dem analoge Freizeitgestaltung wieder neu erlebt und wertgeschätzt werden konnte.
Darüber hinaus stärkte die Challenge wichtige soziale Kompetenzen: Teamfähigkeit, Kommunikation, Konfliktlösung und gegenseitige Rücksichtnahme wurden durch gemeinschaftliche Aktivitäten praktisch im Prozess in den Vordergrund gestellt. Gleichzeitig bot das Angebot niedrigschwellige Zugänge zur sinnvollen Freizeitgestaltung und unterstützte die Jugendlichen darin, eigene Interessen jenseits digitaler Medien zu entdecken.

Die pädagogischen Fachkräfte begleiteten die Aktion bewusst prozessorientiert. Sie setzten Impulse, moderierten Gruppenprozesse und förderten eigenverantwortliches Handeln.
Besonders hervorzuheben ist dabei die große Motivation der Teilnehmenden, die freiwillig auf ihre Smartphones verzichteten und die Angebote aktiv mitgestalteten.
„Die Handy-Challenge ‚Geh Offline‘ der OKJA Kreuztal zeigt, wie zeitgemäße Jugendarbeit auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen reagieren kann“, resümiert Frank Weber von der aufsuchenden Jugendarbeit der Stadt Kreuztal. „Durch kreative Ansätze und partizipative Methoden gelingt es, Jugendliche zu erreichen, zu begeistern und nachhaltig in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken.“
Eine Wiederholung des Formats und weitere Aktionen zur reflektierten Mediennutzung sind bereits angedacht.

Foto: Stadt Kreuztal

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