(wS/red) Siegen 10.05.2026 | Ein Großaufgebot der Feuerwehr wurde am frühen Sonntagmorgen in das Gewerbegebiet „Eisenzecher Zug“ alarmiert. Gegen 7:15 Uhr meldeten Zeugen eine starke Rauchentwicklung, die bereits aus der Ferne erkennbar war.
Um die Brandbekämpfung im Inneren einleiten zu können, mussten sich die Wehrleute gewaltsam Zutritt verschaffen. In der Halle hatte sich das Feuer zu diesem Zeitpunkt bereits massiv ausgebreitet, sodass Teile des Objekts in Vollbrand standen. Die Feuerwehr brachte unter anderem eine Drehleiter in Stellung, um den Brand von oben unter Kontrolle zu bringen.
Spekulationen am Rande der Löscharbeiten
Während die Löschtrupps unter Atemschutz gegen die Flammen vorgingen, rückte das Gebäude auch in das Visier der anwesenden Polizeikräfte. Wie vor Ort zu hören war, verdichteten sich Hinweise, dass sich in der Halle möglicherweise eine Cannabisplantage befunden haben könnte. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen präsent und begann mit ihren Ermittlungen.
Update: 12.18 Uhr – Eiserfeld: Rauch über dem Wald entpuppt sich als Cannabisplantage

Am frühen Sonntagmorgen, den 10. Mai, bot sich Anwohnerinnen und Anwohnern oberhalb des Eiserfelder Freibads ein zunächst beunruhigendes Bild: Dicke Rauchwolken stiegen aus dem Waldgebiet in den Himmel. Vieles deutete auf den ersten Blick auf einen Waldbrand hin – doch die wahre Ursache sollte sich schnell als deutlich brisanter herausstellen.
Der Alarm ging kurz nach 07:00 Uhr ein
Feuerwehr und Polizei rückten gemeinsam an. Schnell stellte sich heraus, dass das Feuer nicht im Wald, sondern in einem stillgelegten Betrieb im Bereich der ehemaligen Zeche „Kaiserschacht“ ausgebrochen war. Vor Ort mussten sich die Einsatzkräfte zunächst gewaltsam Zugang zu einem abgeschlossenen Bereich des stillgelegten Betriebsgebäudes verschaffen, um an den Brandherd zu gelangen. Nach ersten Angaben befand sich ein Raum dort bereits in Vollbrand.
Eine überraschende Entdeckung im Inneren
Was die Feuerwehrleute während der Löscharbeiten in den Räumlichkeiten vorfanden, hatte mit einem gewöhnlichen Gebäudebrand nichts mehr zu tun: Die Einsatzkräfte stießen auf eine offenbar größere Anzahl mutmaßlicher Cannabispflanzen. Eine weitere Nachschau im Zuge der Löscharbeiten brachte zusätzliche Erkenntnisse zutage. In einem weiteren Bereich des Gebäudes fanden die Einsatzkräfte nicht nur weitere Pflanzen, sondern auch reichlich technisches Equipment – Hinweise, die nach Einschätzung der Beamten auf den möglicherweise professionellen Betrieb einer Cannabisplantage hindeuten.
Kriminalpolizei übernimmt die Ermittlungen
Mit dem Fund war klar: Hier handelt es sich um weit mehr als einen Brandeinsatz. Die Kriminalpolizei traf ebenfalls am Einsatzort ein und übernahm die weiteren Ermittlungen. Wie groß die Anlage tatsächlich ist, lässt sich derzeit allerdings noch nicht beziffern. Der Grund: Durch die enorme Hitzeentwicklung des Feuers ist der Zustand der Gebäudestatik nicht mehr gesichert. Eine umfassende Begutachtung der Plantage durch die Polizei kann daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht stattfinden – Aussagen zu Größe und Umfang der Anlage sind aktuell nicht möglich. Auch zur Brandursache lässt sich bislang nichts Verlässliches sagen; auch dieser Punkt ist Gegenstand der weiteren polizeilichen Ermittlungen.
Großaufgebot vor Ort
Während die Löscharbeiten zur Stunde noch andauern, ist neben Feuerwehr und Rettungsdienst auch das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz. Aktuell wird geprüft, ob die betroffene Halle einsturzgefährdet ist. Auch der Energieversorger ist mit mehreren Kräften vor Ort, um die Lage abzusichern. Die Halle selbst wurde mit Absperrband gesichert, der Bereich rund um den Einsatzort weiträumig abgesperrt. Im Umfeld kommt es zu einer Straßensperrung rund um den Einsatzort.
Wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Dimensionen die mutmaßliche Plantage tatsächlich hat, wird sich erst zeigen, sobald die Löscharbeiten abgeschlossen sind und das Gebäude wieder gefahrlos betreten werden kann.












Fotos & Video: Andreas Trojak / wirSiegen.de
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