(wS/vob) Kreis Siegen-Wittgenstein 28.07.2026 | Die Volksbank in Südwestfalen warnt aktuell vor einer Betrugsmasche, die sich gezielt gegen Verkäuferinnen und Verkäufer auf Anzeigenportalen und Online-Marktplätzen richtet. Das Vorgehen der Kriminellen ist dabei besonders perfide: Sie geben sich als interessierte Käufer aus und schlagen vor, die Bezahlung über eine angeblich sichere Zahlungsfunktion abzuwickeln.
Stimmen die Verkäufer dem Vorschlag zu, erhalten sie eine Nachricht mit einem Link zu einer vermeintlichen Zahlungsseite. Dort werden sie aufgefordert, persönliche Daten wie Kreditkarteninformationen, Bankdaten oder Zugangsdaten zu Zahlungsdiensten einzugeben – angeblich, um den Kaufpreis ausgezahlt zu bekommen. In vielen Fällen behaupten die Täter zusätzlich, dass aus Sicherheitsgründen sogenannte „Testzahlungen“, eine Identitätsprüfung oder die Freigabe von Zahlungen erforderlich seien.
Tatsächlich handelt es sich bei den verlinkten Seiten jedoch um gefälschte Internetseiten, sogenannte Phishing-Seiten. Wer dort seine Daten eingibt oder Zahlungen freigibt, ermöglicht den Betrügern unter Umständen den vollen Zugriff auf das eigene Konto. Bereits ausgelöste Überweisungen lassen sich laut Volksbank in vielen Fällen nicht mehr zurückbuchen.
„Gerade weil diese Betrugsmasche auf den ersten Blick seriös wirkt, ist besondere Vorsicht geboten“, erklärt Susanne Weber, Zahlungsverkehrsexpertin von der Volksbank in Südwestfalen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten Zahlungsfunktionen grundsätzlich nur direkt über die offiziellen Webseiten oder Apps der jeweiligen Anbieter aufrufen und niemals über zugesandte Links.
Die Volksbank empfiehlt, bei Verkäufen über Anzeigenportale und Online-Marktplätze besonders aufmerksam zu sein und gibt folgende Hinweise: Kommuniziert und bezahlt werden sollte möglichst ausschließlich über die jeweilige Plattform.
Zugesandte Links, QR-Codes oder externe Internetseiten zur Zahlungsabwicklung sollten nicht genutzt werden. Kreditkarteninformationen, Passwörter, PINs oder TANs sollten niemals an Dritte weitergegeben und sensible Zahlungsdaten nicht auf fremden oder ungeprüften Webseiten eingetragen werden.
Wichtig zu wissen: Für den Empfang von Geld sind keine „Testzahlungen“ oder TAN-Freigaben erforderlich. Der Kontakt sollte sofort abgebrochen werden, wenn zu ungewöhnlichen Sicherheitsprüfungen, Testüberweisungen oder Zahlungsfreigaben aufgefordert wird. Zahlungsfunktionen sollten immer direkt über die offizielle App oder Webseite der jeweiligen Plattform geöffnet werden. Misstrauen ist außerdem bei Zeitdruck, komplizierten Zahlungswegen oder ungewöhnlichen Forderungen angebracht.
Die Volksbank bittet darum, die Warnung auch im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis weiterzugeben. Besonders Menschen, die Online-Marktplätze nur gelegentlich nutzen, könnten auf diese Weise für die Betrugsmasche sensibilisiert und vor finanziellem Schaden geschützt werden.
Bei Verdacht auf Betrug sollten Betroffene umgehend ihre Bank kontaktieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

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