CDU will Klarheit zur Zukunft von Kitas im Kreis Siegen-Wittgenstein

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(wS/cdu) Siegen 06.02.2026 | Die CDU-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein will mögliche Probleme bei der Weiterführung von Kindertagesstätten thematisieren, deren Trägerschaft der Evangelische Kirchenkreis aufgeben möchte. Ein entsprechender Antrag soll in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses beraten werden.

Nach Angaben der Fraktion habe der Evangelische Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein „völlig überraschend für die Öffentlichkeit und insbesondere für betroffene Eltern“ angekündigt, eine Reihe von Kindertagesstätten im Kreisgebiet aufzugeben. In den darauffolgenden Diskussionen sei seitens der Verwaltung erklärt worden, dass in einem Teil der Einrichtungen eine nahtlose Übernahme durch andere regional etablierte Träger „zumindest sehr wahrscheinlich“ sei und die Betreuung der Kinder ohne Unterbrechung gewährleistet werden könne.

Inzwischen gebe es jedoch Hinweise auf Schwierigkeiten bei den geplanten Trägerwechseln. So sei unter anderem von Betreuungskräften die Rede, die einen Arbeitgeberwechsel nicht akzeptieren wollten. Sollten sich solche Hindernisse bestätigen, bestehe die Sorge, dass eine unterbrechungsfreie Sicherstellung der Kinderbetreuung nicht gewährleistet werden könne, heißt es in dem Schreiben der Fraktion an Landrat Andreas Müller.

Die CDU-Fraktion beantragt daher, den Tagesordnungspunkt „Weiterführung Kitas im Kreis Siegen-Wittgenstein“ in die öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses aufzunehmen. Zur Vorbereitung der Beratungen soll die Kreisverwaltung mehrere Fragen schriftlich beantworten — spätestens drei Arbeitstage vor der Ausschusssitzung.

Dabei geht es unter anderem um die Frage, welche der betroffenen Kindertagesstätten unmittelbar weitergeführt werden und welche Träger diese übernehmen sollen, ob entsprechende Vereinbarungen bereits rechtsverbindlich abgeschlossen wurden und bei welchen Einrichtungen noch Probleme bestehen. Zudem bittet die Fraktion um Auskunft zur Situation eingruppiger Kitas im Kreisgebiet und deren Trägerschaften im kommenden Kindergartenjahr..

Die Fraktion verweist in ihrem Antrag auf den Zeitdruck für Familien: Anmeldefristen stünden bevor, die örtliche Versorgung mit Betreuungsplätzen könne teilweise noch ungeklärt sein, und auch Fragen der gesetzlich vorgeschriebenen Personalausstattung müssten rechtzeitig geklärt werden. Für Eltern ergäben sich daraus erhebliche Planungsunsicherheiten bei Betreuung und Berufstätigkeit.

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