„Es reicht!“ – Großprotest der Apotheker: Ein ganzer Berufsstand schlägt Alarm

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(wS/ots) Berlin – Kreuztal 24.03.2026 | Mit bundesweit geschlossenen Apotheken und rund 25.000 Demonstrierenden in Berlin, Düsseldorf, Hannover und München haben die Apothekenteams ein deutliches Signal ausgesendet. „Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif. Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Apotheken seit Jahren unterfinanziert sind. Die Folge ist, dass sich das Apothekensterben immer weiter fortsetzt“, sagt Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, der heute auch auf der Kundgebung in Düsseldorf gesprochen hat: „Für die Menschen in Stadt und Land verlängern sich mit jeder geschlossenen Apotheke die Wege zur nächsten heilberuflich geführten Apotheke. Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar endlich zu erhöhen.“ Preis sagt: „Frau Bundesgesundheitsministerin, handeln Sie jetzt! Stehen sie weiter zu Ihren deutlichen Worten und setzen Sie die Erhöhung des Fixums um! Und ermöglichen Sie den Apotheken endlich jährliche, faire Verhandlungen zu unserem Honorar, damit wir nicht wieder länger als ein Jahrzehnt von steigenden Kosten abgehängt werden. Der Honorarstillstand muss endlich ein Ende haben.“

Die ABDA-Mitgliederversammlung hatte den 23. März zum bundesweiten Protesttag der Apothekerschaft erklärt. Die Apothekerverbände hatten daraufhin alle Inhaberinnen und Inhaber zu Apothekenschließungen aufgerufen. Zudem wurden in den Städten Berlin, Düsseldorf, Hannover und München Kundgebungen und Demonstrationen organisiert. Preis dazu: „Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für ihr riesiges Engagement! In München hatten wir 3.500 Besucherinnen und Besucher, in Hannover 5.000, in Berlin 6.000 und in Düsseldorf sogar 10.000. Das zeigt, wie sehr die Apotheken durch den Honorarstillstand belastet sind.“ Auf den Protesttag hatten sich die Teams mit ihren mehr als 160.000 Beschäftigten in den vergangenen Wochen mit ABDA-Kampagnenmaterialien vorbereitet. Preis dazu: „Von unserer Kampagnenseite wurden mehr als 150.000 Protestmaterialien heruntergeladen. In den vier Großstädten kamen insgesamt 2.000 Demoschilder, 5.500 Klatschpappen, 7.000 Protestflyer und 2.500 Trillerpfeifen zum Einsatz. Auch das zeigt, wie geschlossen die gesamte Branche hinter unseren Forderungen steht.“ ABDA-Präsident Preis erinnert zudem an die Online-Petition:

„Unsere Petition „Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag jetzt umsetzen!“ auf www.openpetition.de hat inzwischen über 100.000 Unterschriften erreicht.

Das zeigt uns mehr als deutlich: Auch die Bevölkerung steht hinter uns. Die Menschen brauchen die wohnortnahe Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung durch die Apotheken.“

Rund 6.000 Menschen demonstrierten am Apotheken-Protesttag am 23. März 2026 in Berlin zwischen Potsdamer Platz und Rotem Rathaus. Foto: Nico Klemm – ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

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