Schrittweise Rückkehr in den Alltag: KiTa Eiserfeld öffnet nach Tragödie wieder

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(wS/drk) Siegen 26.03.2026 | Nach dem erschütternden Tod eines Kindes in den Eiserfelder Siegauen unternimmt die KiTa Eiserfeld am heutigen Donnerstag, den 26. März 2026, die ersten Schritte in Richtung einer sensiblen Normalität. Obwohl ursprünglich geplant war, die Einrichtung die gesamte Woche geschlossen zu halten, revidierte der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein diese Entscheidung nach einer erneuten Abwägung der kindlichen Bedürfnisse.+2

Ein geschützter Rahmen zur Verarbeitung

Die Verantwortlichen betonten, dass viele Kinder gerade jetzt einen vertrauten und geschützten Raum sowie pädagogische Begleitung benötigen, um das Erlebte zu verarbeiten. „Wir gehen diesen Schritt sehr bewusst und behutsam“, erklärte Heide Heinecke-Henrich, Fachbereichsleitung der DRK-Kindertagesstätten. Das Ziel sei es, den Kindern Halt und Verlässlichkeit zu bieten, während sie langsam in den Alltag zurückfinden.+2

Besonderes Betreuungskonzept

Der Wiedereinstieg erfolgt unter besonderen Vorbedingungen, um der belastenden Situation gerecht zu werden:

  • Verkürzte Öffnungszeiten: Der Betrieb wird zunächst nur eingeschränkt wieder aufgenommen.
  • Personalwechsel: Da aus dem ursprünglichen Team der KiTa Eiserfeld aktuell noch niemand eingesetzt werden kann, übernehmen Erzieherinnen und Erzieher aus anderen DRK-Einrichtungen die Betreuung.
  • Fachliche Begleitung: Die Einrichtungsleitung und die Fachbereichsleitung sind vor Ort, um den Prozess engmaschig zu begleiten.
  • Psychosoziale Unterstützung: Teams der Notfallseelsorge und der Psychosozialen Unterstützung (PSU) stehen sowohl den Kindern und Fachkräften als auch den Eltern für Fragen und Sorgen zur Seite.

Kontinuierlicher Austausch

Der Vorstand des DRK-Kreisverbandes, Dr. Martin Horchler, unterstrich die Notwendigkeit, diesen Weg „Schritt für Schritt“ zu gehen. Das DRK bleibt nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit der Elternschaft, um fortlaufend über weitere Entwicklungen zu informieren. Die Gedanken der Organisation gelten weiterhin primär der Familie und den Angehörigen des verstorbenen Kindes.

Foto: wirSiegen.de

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