(wS/ots) Wenden 08.05.2026 | Am Donnerstagabend, 7. Mai 2026, ist die Freiwillige Feuerwehr Wenden zu einem folgenschweren Zimmerbrand in den Ortsteil Wenden ausgerückt. Was als gemeldeter Wohnungsbrand begann, entwickelte sich für die Einsatzkräfte schnell zu einer komplexen Lage, bei der das Feuer bereits auf mehrere Bereiche eines Mehrparteienhauses übergegriffen hatte.
Alarmierung um 17:45 Uhr
Gegen 17:45 Uhr ging die Meldung über einen Zimmerbrand bei der Feuerwehr ein. Sofort wurden die Einheiten Wenden und Gerlingen sowie der Führungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr Wenden alarmiert. Nach ersten Angaben sollte ein Heizpilz mit angeschlossener Gasflasche auf einem Balkon in Brand geraten sein – eine Konstellation, die in solchen Situationen besonderes taktisches Vorgehen erfordert.
Feuer hatte sich bereits ausgebreitet
Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, bot sich ihnen ein ernstes Bild: Die Flammen hatten bereits den ursprünglichen Brandherd auf dem Balkon hinter sich gelassen und auf die angrenzende Wohnung übergegriffen. Auch der darüberliegende Balkon stand in Mitleidenschaft, und Teile des Daches waren ebenfalls vom Feuer erfasst. Eine schnelle, abgestufte Brandbekämpfung war jetzt entscheidend.
Strukturiertes Vorgehen: Außenangriff, Innenangriff, Drehleiter
Die Einsatzleitung entschied sich für ein gestaffeltes taktisches Vorgehen. Zunächst leiteten die Kräfte einen gezielten Außenangriff ein, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern und die Lage zu stabilisieren. Im Anschluss rückten zwei Trupps unter schwerem Atemschutz im Innenangriff vor, um die betroffene Wohnung gezielt zu löschen.
Da auch das Dach betroffen war, kam zusätzlich die Drehleiter zum Einsatz. Die Brandbekämpfung im Dachbereich erfolgte parallel von außen über die Drehleiter und von innen durch einen weiteren Atemschutztrupp. Insgesamt waren damit drei Trupps unter Atemschutz gleichzeitig im Einsatz – eine erhebliche personelle und taktische Belastung.
Kontrolle mit der Wärmebildkamera
Nach dem Ablöschen der sichtbaren Flammen war der Einsatz für die Feuerwehr noch nicht beendet. Mit einer Wärmebildkamera wurde das Gebäude systematisch auf versteckte Glutnester abgesucht – ein wichtiger Schritt, um ein Wiederaufflammen des Feuers nach Abrücken der Einsatzkräfte zuverlässig auszuschließen. Im Anschluss übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle zur Brandursachenermittlung an die Polizei.
Bewohner unverletzt – Gebäude derzeit nicht bewohnbar
Eine besonders erfreuliche Nachricht inmitten des Großeinsatzes: Die Bewohnerinnen und Bewohner, darunter ein Kleinkind, blieben unverletzt. Sie wurden vor Ort vom Rettungsdienst untersucht, konnten aber an der Einsatzstelle verbleiben. Das Gebäude selbst ist nach dem Brand allerdings aktuell nicht bewohnbar.
Der Rettungsdienst des Kreises Olpe war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort und sicherte die medizinische Versorgung ab.
Rund 50 Einsatzkräfte im Einsatz
Insgesamt waren Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit rund 50 Einsatzkräften an der Einsatzstelle gebunden – ein deutlicher Hinweis darauf, wie schnell aus einem zunächst überschaubar erscheinenden Brand auf einem Balkon eine Lage werden kann, die ein konzertiertes Vorgehen mehrerer Behörden erfordert.
Die Brandursachenermittlungen liegen nun bei der Polizei.

Foto: Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Wenden






