Hagen Tschoeltsch mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet

wS/ksw  Siegen  –  Landrat Paul Breuer und Landtages-Vizepräsidentin Angela Freimuth gratulieren  – – –   „Ein gutes Wort, das man selbst noch hören kann, zählt mehr als der beste Nachruf“, sagte Landrat Paul Breuer mit einem Schmunzeln, als er jetzt den Neunkirchener Hagen Tschoeltsch (heute wohnhaft in Siegen-Weidenau) mit dem Bundesverdienstkreuz auszeichnete. Damit zitierte er den Ex-Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher, einen Parteifreund von Tschoeltsch. Zur Feierstunde für den FDP-Politiker, der von 1985 bis 1995 Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages gewesen ist, war die amtierende Landtags-Vizepräsidentin Angela Freimuth ins Kreishaus nach Siegen gekommen.

Hagen Tschoeltsch erhielt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seine langjährigen politischen und ehrenamtlichen Tätigkeiten. Breuer überreichte die Auszeichnung im Namen von Bundespräsident Christian Wulf und dankte Tschoeltsch für sein außergewöhnliches und beharrliches Engagement, das weit über seine politischen Aktivitäten hinausreicht.

Von 1979 bis 2000 war Hagen Tschoeltsch Mitglied des Kuratoriums der Vereinigten Stifte Geseke-Keppel. In diesen 21 Jahren hat er sich stets mit konstruktiver und innovativer Arbeit für die Entwicklung des öffentlichen Gymnasiums Stift Keppel und des Tagungshauses eingebracht. Dass die Bildung ein wichtiges Thema für Tschoeltsch sei, so der Landrat, merke man auch daran, dass er sich auch immer für die frühere Gesamthochschule, heute Universität Siegen, eingesetzt habe. „Sie haben 1992 die Verleihung des `Siegerländer Haubergknipps` initiiert. Dieser Ehrenpreis wird an Personen und Institutionen verliehen, die sich für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und der Universität Siegen engagieren“, erinnerte der Landrat. 2010 war Tschoeltsch dann selbst mit diesem Preis ausgezeichnet worden.

Breuer hob besonders hervor, dass Tschoeltsch eine eigene Stiftung ins Leben gerufen hat. 2002 gründete er mit einem Stiftungskapital von 300.000 Euro die als gemeinnützig anerkannte „Hagen Tschoeltsch Stiftung“. Diese Familienstiftung engagiert sich für die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung, Erziehung, Ausbildung und Kunst. Selbstverständlich werden auch hilfebedürftige Personen unterstützt. Breuer dankte allen, die im Rahmen von Stiftungen Verantwortung übernehmen. „Dies wird leider oft viel zu wenig gewürdigt.“

Im Jahr 2005 gehörte Tschoeltsch zu den Gründungsmitgliedern des Lions Clubs Neunkirchen-Burbach. 2010 war er dort Präsident und erwarb sich durch seinen Einsatz für die Lions Jugendprogramme große Verdienste.

Seit 1974 ist Hagen Tschoeltsch Mitglied des FDP-Kreisverbands Siegen-Wittgenstein. Bis 2009, also über einen Zeitraum von mehr als 35 Jahren, hat er bei den Liberalen verschiedene Ämter inne – bis hin zum Mitglied im Landesvorstand. Von 1975 bis 1979 war er Ortsverbandsvorsitzender der FDP in Neunkirchen und anschließend bis 1982 stellvertretender Kreisvorsitzender. Von 1975 bis 1985 gehörte er dem Kreistag Siegen-Wittgenstein an und war Vorsitzender seiner Fraktion. Ab 1982 war er Bezirksvorsitzender Westfalen-West und Mitglied des Landesvorstands der FDP in NRW. Während seiner zehn Jahre als Landtagsabgeordneter war er sieben Jahre lang Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Von 1994 bis 1996 hatte er die Funktion des stellvertretenden Landesvorsitzenden der NRW-FDP inne.

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