"Klicksalat": Schüleraufklärung zur Mediennutzung

wS/kr – Kreuztal –  Völlig gebannt lauschten 140 Schülerinnen und Schüler der Ernst-Mortitz-Arndt Realschule in Kreuztal dem Vortrag von Medientrainer Jörg Kabierske. Der Initiator von www.klicksalat.de, einer Aufklärungsinitiative zur bewussten Nutzung neuer Medien, holte die Realschüler am Freitag vergangener Woche genau dort ab, wo sie sich kurz vor Unterrichtsbeginn noch gedanklich befanden: in den sozialen Medien wie Facebook und Whats-App.

Gefahren werden auf eigenes Verhalten projiziert

Freizügig berichteten die Schüler über ihr Nutzungsverhalten der sozialen Netzwerke. Durch versteckte provokative Äußerungen in seinen Vorträgen kamen die Schülerinnen und Schüler der sechsten und siebten Klassen ins Nachdenken über ihre eigenen Erfahrungen.
Erschreckend ist die Tatsache, dass jeder diese neuen Errungenschaften der mobilen Onlinepräsenzen nutzt, ohne sich großartige Gedanken über die Konsequenzen des eigenen Nutzungsverhalten zu machen. Aber alleine die offenen Nachfragen aus den Reihen der jugendlichen Nutzer zeigte auf, dass die Risiken der sozialen Medien sehr wohl bekannt sind. Selten jedoch werden diese Gefahren auf das eigenen Verhalten projiziert. Schadsoftware, Viren, Trojaner, Cybermobbing, Stalking und Missbrauch von Kindern und Jugendlichen waren nur einige Begriffe, die von den Zuhörern von sich aus als Risiken genannt wurden.

Eltern und Lehrer wichtige Vertrauensinsel

Einfühlsam, auf dem Niveau der Schülerinnen und Schülern zeigte Kabierske weitere Gefahren auf. Nicht um die Jugendlichen zu verschrecken. Ihm lag in seinen Vorträgen mehr daran, den jungen Internetnutzern Mut zu machen, bei Fehlverhalten oder unfreiwillig schlechten Erfahrungen erwachsene Vertrauenspersonen zu kontaktieren und mit diesen die Erlebnisse gemeinsam zu verarbeiten. „Neben den Eltern als wichtigste Kontaktstelle bilden aber auch Lieblingslehrerin, Vertrauenslehrer sowie erwachsene Verwandte eine wichtige Vertrauensinsel, die die Kinder und Jugendlichen zur Kontaktaufnahme  nutzen sollten. Denn die Kinder sind selten Schuld am Aufruf der jugendgefährdenden Inhalte. Aber das schlechte Gewissen ist in allen Fällen der ausschlaggebenden Hinderungsgrund, um das Erlebte gemeinsam zu besprechen“ erläutert Jörg Kabierske im Gespräch.

Lehrer froh, „Kliksalat“ an Schule zu holen

Der Vortrag von klicksalat.de, die die Volksbank Siegerland eG im Rahmen ihrer Kooperation mit der Realschule in Kreuztal auf Wunsch der Elternpflegschaft der Schule realisierte, wurden ebenso interessierten Eltern angeboten. Die zweite Konrektorin Dorothea Stöcker, die für die Organisation der Vorträge auf Seiten der Realschule zuständig war, zeigte sich von den Inhalten der Darstellungen begeistert: „Wir sind froh, dass die Elternpflegschaft die Notwendigkeit gesehen hat, klicksalat.de an die Schule zu holen und dankbar, dass durch die Unterstützung der Volksbank Siegerland die Realisierung möglich gemacht wurde. Auch an unserer Schule sind die angesprochenen Themen immer mal wieder präsent. Mit Hilfe des Medientrainers Kabierske wissen nun Schülerinnen und Schüler, Eltern aber auch Lehrerinnen und Lehrer, wie sie mit den Erfahrungen aus dem Internet besser umgehen können.“

KlicksalatVolksbank

Die Schülerinnern und Schüler waren gebannt von den Vorträgen von Klicksalat-Initiator Jörg Kabierske. Foto: Volksbank.

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