„Urgestein“ vom Hachenberg verabschiedet

(wS/bw) Erndtebrück. In der letzten Woche versetzte und verabschiedete der Kommandeur des Einsatzführungsbereichs 2, Oberst Martin Krüger, den Leiter des Stabsgebietes 4, Oberstleutnant Uwe Döbbert in den Ruhestand. Am Luftwaffenstandort Erndtebrück war Döbbert bis dato neben der Führung seines Stabsgebietes, unter anderem auch als Technischer Leiter und Infrastrukturstabsoffizier eingesetzt. Zur Überraschung des künftigen Pensionärs wurde das durch ihn maßgeblich mitgeplante und mitgestaltete Einsatzgebäude, im Rahmen seiner Verabschiedungszeremonie, auf den Namen „Bauwerk Uwe“ getauft.

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Das Einsatzgebäude in Erndtebrück wurde gerade auf den Namen „Bauwerk
Uwe“ getauft. Oberst Martin Krüger (r.) gratuliert dem Namensgeber Oberstleutnant Uwe Döbbert (l.) (Foto: Alexander Kehle)

Einsatzgebäude wurde zum „Bauwerk Uwe“

Bei Untertageanlagen, wie zum Beispiel dem Erndtebrücker Bunker „Erich“, war es bereits in der Vergangenheit gute Sitte, dass solch ein Bauwerk auf den Vornamen seines Erbauers getauft wurde. Das erste oberirdische Einsatzgebäude der Luftwaffe ist zwischenzeitlich bereits seit über drei Jahren im Einsatzbetrieb und hat sich seither mehr als bewährt. Einen Namen hatte diese modernste Einsatzführungszentrale der Luftwaffe bisher jedoch noch nicht erhalten. Im Rahmen einer aus dem Kameradenkreis vorbereiteten Verabschiedungszeremonie, wurde das Hinweisschild „Bauwerk Uwe“ am Einsatzgebäude feierlich enthüllt.

Planung, erster Spatenstich und Inbetriebnahme

Von 1996 bis 1998 war Döbbert zunächst Chef der Technischen Kompanie. Im Anschluss an die Verwendung als Kompaniechef übernahm er 1998 die Technische Leitung. Noch im selben Jahr wurde er mit der Federführung des Auszuges aus dem Bunker „Erich“ und der damit verbundenen Installation einer provisorischen Luftraumüberwachungszentrale, in Einsatzsprache Interim Control and Reporting Center (ICRC) genannt, in einem ehemaligen Ausbildungsgebäude der Hachenberg-Kaserne beauftragt. Bis zur Inbetriebnahme des neuen oberirdischen Einsatzgebäudes am 29.03.2011 diente das Interim fortan als eine der tragenden Säulen der deutschen Luftraumüberwachung. Als Infrastrukturstabsoffizier war Döbbert aber auch maßgeblich an den umfangreichen Planungen für das neue Einsatzgebäude am Luftwaffenstandort Erndtebrück beteiligt. Durch die für einen Stabsoffizier eher ungewöhnlich lange Stehzeit an ein und demselben Standort, konnte Uwe Döbbert in der Folge sogar die Entstehung „seines“ Gebäudes vom ersten Spatenstich am 23.08.2007 bis zur Inbetriebnahme begleiten.

Im Kameradenkreis gebührend verabschiedet

Zum Abschied hatten die Kameraden eine weitere Überraschung für den Stabsoffizier vorbereitet. Vor der Taufzeremonie formierte sich ein Spalier von Soldaten und Bediensteten beginnend an der Hauptwache der Hachenberg-Kaserne bis hin zum Einsatzgebäude. Für alle gut sichtbar, wurde Döbbert dann mit einem Trike durch das Spalier der Angetretenen zum „Bauwerk Uwe“ zu seiner letzten „Amtshandlung“ kutschiert.

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Abschiedsfoto im Kameradenkreis für Oberstleutnant Uwe Döbbert (M) vor dem gerade auf den Namen „Bauwerk Uwe“ getauften Einsatzgebäude. (v. l.) Oberstleutnant Andreas Springer, Oberst Martin Krüger, Oberstleutnant Uwe Döbbert, die Stabsfeldwebel Josef Blaszczyk und Dirk Mankel sowie Oberstabsfeldwebel Peter Hanke. (Foto: Alexander Kehle)

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