Hilchenbacher im Clinch mit Goethe

(wS/hi) Hilchenbach | Wirklich nur rein vordergründig wurde am Donnerstag eine vermeintliche Verkehrsbehinderung vor seiner eigenen Haustür einem 49-jährigen Hilchenbacher zum bühnengerechten Verhängnis. Denn des (nach Goethe) „Pudels Kern“ war tatsächlich ein ganz anderer. Und die (nach Goethe) „Geister“, die der 49-Jährige dann selbst herauf beschwor, die wurde er wie im klassischen Drama zu seinem Leidwesen dann auch nicht mehr los…

Was also war passiert?

Hilchenbacher im Clinch mit Goethe (Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de)

Hilchenbacher im Clinch mit Goethe.

Genau genommen wurde unserem Hilchenbacher ein gegen ihn selbst bestehender Haftbefehl zum tragischen Verhängnis. Aber das mit dem Haftbefehl war dem 49-Jährige wohl in Gänze nicht so bewusst, als er sich am Donnerstagnachmittag erregt und hilfesuchend über Telefon bei der Einsatzleitstelle der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein zu Wort meldete. Und dem leitenden Polizeihauptkommissar am anderen Ende der Leitung teilte der 49-Jährige in erbostem Tonfall mit, die Polizei müsse jetzt sofort mal zu ihm nach Hause kommen, denn ein vor seiner Haustür stehender (fremder) Wohnanhänger versperre ihm schon seit geraumer Zeit den Zugang zu seinem eigenen Haus. Da müsse nun endlich mal was passieren…. Tat es denn auch….Allerdings dann doch etwas anders als von dem 49-Jährigen erhofft. Denn hinsichtlich des Anrufers wurde der Leitstelle schnell mitgeteilt, dass dieser von der Justiz mit einem aktuellem Haftbefehl wegen Diebstahls gesucht wurde und dass er deshalb noch gut drei Monate hinter schwedischen Gardinen „brummen“ muss. Eine von der Leitstelle entsandte Kreuztaler Streifenwagenbesatzung stattete dem 49-Jährigen schließlich einen „freundlichen Besuch“ ab und nahm ihn bei dieser Gelegenheit „einfach mal fest.“ Denn wie in Goethes „Zauberlehrling“ wird man vor der Tür stehende „polizeiliche Geister“ so schnell nicht mehr los, zumindest, wenn da ein aktueller Haftbefehl gegen den Betreffenden vorliegt. Der 49-Jährige wurde im weiteren Verlauf der Justizvollzugsanstalt in Attendorn zugeführt.

Ach so, und die Sache mit der Verkehrsbehinderung, die stellte sich aus Sicht der Polizei im Übrigen als nicht ganz so dramatisch heraus….

Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

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