Besuch „unter Tage“: Flüchtlinge und Kleiderkammer-Team besuchten Wodanstolln

(wS/red) Neunkirchen 27.06.2016 | Der Wodanstolln in Neunkirchen-Salchendorf ist ein geschichtsträchtiger Ort. Bereits 1732 angelegt, wurde er bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts als Erzbergwerk genutzt. Während des Zweiten Weltkriegs fand die Bevölkerung hier Zuflucht bei Bombenangriffen. Und in der Zeit zwischen 1925 und 1970 diente er zur Trinkwasserversorgung der Gemeinde Neunkirchen.

Sichtlich Spaß hatten die Flüchtlinge und Ehrenamtler bei dem Besuch des Wodanstollns. (Foto: Gemeinde Neunkirchen)

Sichtlich Spaß hatten die Flüchtlinge und Ehrenamtler bei dem Besuch des Wodanstollns. (Foto: Gemeinde Neunkirchen)

Von 1995 an wurde er von fachkundigen Heimatfreunden restauriert und als Schaubergwerk ausgebaut. Nun öffnete er seine Pforten für eine Gruppe Flüchtlinge, die aus Syrien und dem arabischen Raum stammen. Gemeinsam mit einigen Damen aus dem Team der Kleiderkammer und unter der Leitung von Thorsten Wolf gingen die interessierten Männer jetzt „unter Tage“ und besichtigten das historische Bergwerk.

Einer der Männer, Kadib Alban, übersetzte die Informationen ins Arabische, so dass die Führung für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Gewinn wurde. Kadib Alban, ein gelernter Schweißer und Hobbyschmied kannte sich erstaunlich gut in Sachen Bergbau aus und zeigte Parallelen zur syrischen Heimat der Flüchtlinge auf. Sein Hobby brachte ihm schließlich noch eine Einladung in die „Alte Schmiede“ in Salchendorf ein, wo er demnächst einmal schmieden wird.

Im Bergmannshäuschen des Heimatvereins saß die Gruppe im Anschluss an die Führung noch gesellig beisammen. Die ehrenamtlichen Helferinnen stellten Salate und Getränke. Und der Heimatverein sprach eine Einladung für weitere Besuche aus.

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