Verkehrssituation im Rahmen der Errichtung des Kreisverkehrs auf der B 508

(wS/red) Hilchenbach 30.11.2016 | Noch bis Ende Mai 2017 besteht in der Hilchenbacher Stadtmitte eine Großbaustelle. An der Kreuzung Bundesstraße B 508/Landesstraße L 728/Sterzenbacher Straße lässt der Landesbetrieb Straßen NRW einen Kreisverkehr errichten. Damit sind erwartungsgemäß beachtenswerte Verkehrsbehinderungen in diesem Bereich verbunden.

Empfehlung 1: Baustelle weiträumig umfahren!

 Die Stadt Hilchenbach bittet Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer die Baustelle weiträumig zu umfahren. Dazu bietet sich die Kreisstraße K 31 über den Stadtteil Grund an. Eine entsprechende Ausschilderung auf der Bundestraße B 508 ist zwischenzeitlich aus Fahrtrichtung Kreuztal vor dem Abzweig zur Landstraße L 728 Richtung Herzhausen und aus Richtung Lützel vor der Abbiegung am Zollposten erfolgt.

Empfehlung 2: Stoßzeiten vermeiden!

 Für nicht an feste Termine gebundene Erledigungen wie zum Beispiel Einkäufe empfiehlt die Stadt Hilchenbach die Hauptverkehrszeiten zu vermeiden. Besonders Zeiten des üblichen Arbeitsbeginns von 7 bis 8 Uhr und des Arbeitsendes von 15 bis 18 Uhr sowie die Mittagszeit sind problematisch.

Empfehlung 3: Geduld und Rücksicht mitbringen!

Verkehrsteilnehmer/innen, die die Baustelle nicht umfahren können, bittet die Stadt Hilchenbach um etwas Geduld, die bei Baumaßnahmen dieser Art grundsätzlich notwendig ist.

Wichtig ist auch die Rücksichtnahme auf schwächere Verkehrsteilnehmer wie zum Beispiel Fußgänger/innen sowie Anwohner. Daher legt die Stadt Hilchenbach Wert darauf, dass auf ein Umfahren der Baustelle durch Seitenstraßen in der Stadtmitte verzichtet wird. Die Einhaltung der bisher geltenden Verkehrsregeln für Bruchstraße, Marktplatz, Gerbergasse, Hilchenbacher Straße und Seminarweg wird entsprechend erwartet. Nur dazu dienen auch die bereits angekündigten Polizeikontrollen.

Empfehlung 4: Vorrübergehende Situation akzeptieren!

Die Stadtverwaltung hat seit Einrichtung der Baustelle gemeinsam mit der Polizei, den für den Busverkehr verantwortlichen Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd (VWS), der bauausführenden Firma Baustra, dem Auftraggeber Landesbetrieb Straßen NRW und der für Entscheidungen maßgeblichen Straßenverkehrsbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein viele Anregungen aus der Bevölkerung und der Kommunalpolitik geprüft, zuletzt in einem gemeinsamen Gespräch am 22. November.

Einige Verbesserungen sind erfolgt. Die meisten der Vorschläge sind allerdings nicht durchführbar, weil sie nach gesetzlichen Vorschriften wie der Straßenverkehrsordnung nicht zulässig oder aus technischen Gründen nicht umsetzbar sind. Einerseits gewünschte Einbahnstraßenregelungen stoßen andererseits auf Schwierigkeiten und Widerspruch. Gleiches gilt für Verkehrsentlastungen des Baustellenbereichs, die zu einer unzumutbaren Mehrbelastung in dafür nicht geeigneten Straßen in der Stadtmitte führen und sogar Gefährdungen insbesondere der schwächeren Verkehrsteilnehmer/innen in Kauf nehmen würden.

Einigkeit bestand im letzten Gespräch mit den Beteiligten, dass die derzeitigen Verkehrsregelungen bestehen bleiben sollen. Auch die Ampelschaltung, die sich der Verkehrsbelastung automatisch anpasst, wird nach zu Beginn notwendigen und erfolgten Anpassungen und aufgrund der bisherigen Erfahrungen als geeignet angesehen.

Fazit der Besprechung: Jedem Verkehrsteilnehmer sollte bewusst sein, dass eine Baustelle in einem solch stark befahrenen, also verkehrsbedeutenden Bereich nicht ohne Behinderungen ablaufen kann und Lösungen nicht auf die Bedürfnisse von einzelnen Personen oder Gruppen ausgerichtet sein können, sondern der Gesamtsituation Rechnung tragen müssen.

Verkehrssituation in der Hilchenbacher Stadtmitte. Foto: Stadt Hilchenbach

Verkehrssituation in der Hilchenbacher Stadtmitte. Foto: Stadt Hilchenbach

Gibt es neue Regelungen?

Vor Kurzem ist eine Abstimmung der Stadt Hilchenbach mit den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd erfolgt, um die Fahrplanzeiten im Busverkehr wieder besser einhalten zu können. Danach lässt die VWS zukünftig für die Dauer der Baumaßnahme alle Busse, die am Freibad in Hilchenbach enden, werktags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr bereits über die Haltestelle „Markt“ wieder Richtung Kreuztal wenden. Hierdurch müssen die Busse nicht durch die Baustelle fahren, was erhebliche Verzögerungen mit sich brachte. Nicht betroffen von dieser Regelung sind die Busfahrten bis nach Helberhausen, die weiterhin wie gewohnt durchgeführt werden.

Warum dauert es mit meiner Durchfahrt relativ lange?

Da der Verkehrsfluss an dieser Kreuzung für Zuwegungen aus 4 Richtungen offen gehalten werden muss, war eine 4-Phasen-Ampelschaltung notwendig, das heißt, dass aus jeder Richtung die Durchfahrt von Fahrzeugen aus den 3 anderen Richtungen abzuwarten ist.

Nach einer anfänglichen Erprobungsphase wurde die Ampelschaltung optimiert. Sie passt sich automatisch dem Verkehrsaufkommen an. Daher ist es zum Beispiel notwendig, bis zur Ampelanlage vorzufahren und nicht weit davor anzuhalten.

Die Wartezeiten außerhalb der Spitzenzeiten sind relativ gering (pro Durchfahrt etwa 3 1/2 Minuten). Zumeist ist aus allen Richtungen maximal auf die zweite Durchfahrt-Möglichkeit zu warten, um dann die Baustelle passieren zu können.

Warum erfolgt der Bau des Kreisverkehrs und warum gerade jetzt, in der Winterzeit?

Die bisher vorhandene Ampellösung für die Kreuzung ist verkehrstechnisch nicht optimal, sondern schränkt einen zügigen Verkehrsfluss ein. Durch die zukünftig zu erwartende Mehrbelastung durch das Einkaufszentrum auf dem bisherigen USH-Industriegelände würde diese Situation noch verschlechtert und Wartezeiten deutlich erhöht.

Der entstehende Kreisverkehr entlastet im Anschluss die Verkehrsteilnehmer/innen deutlich und dauerhaft!

Die Kosten für die Errichtung werden überwiegend von Bund und Land NRW übernommen. Der städtische Anteil beträgt lediglich rund 20.000 Euro.

Der Zeitpunkt für die Verwirklichung wurde bewusst so früh wie möglich nach dem notwendigen Teilabbruch auf dem USH-Gelände gewählt, weil

 

  • ein gleichzeitiger Bau des Kreisverkehrs und des Einkaufszentrums (Abbruch und Neubau) durch weiteren Baustellenverkehr noch schwerwiegendere Verkehrsprobleme und Behinderungen hervorgerufen hätte,

 

  • ein Bau nach Verwirklichung des Einkaufszentrums durch ein deutlich höheres Verkaufsaufkommen wesentlich stärkere Beeinträchtigungen mit sich gebracht hätte

 

  • und eine Verwirklichung im Winter wegen der üblicherweise geringeren Auslastung im Baugewerbe kostengünstig erfolgen kann. Dies belegt auch das erzielte Ausschreibungsergebnis für den Kreisverkehr; eine möglicherweise notwendige Winterpause wurde in den Planungen berücksichtigt. .Anzeige/WerbungJetzt clever werben bei wirSiegen.de – Infos hier