Technikmuseum Freudenberg goes Steampunk

Phantasie trifft historische Industrietechnik

(wS/red) Freudenberg 16.05.2017 | Das Technikmuseum Freudenberg ist um eine wertvolle Facette reicher geworden! Man kann den Schraubern und Tüftlern bestimmt nicht vorwerfen, sie hätten keine Ideen und keine Phanatsie, schon die neueste Errungenschaft, ein Paternoster mit seinen, sich endlos an einer Kette drehenden Fahrzeugmobilmodellen im Eingangsbereich zeugt wieder vom kreativen Geist der Vereinsmitglieder. Auch eine sogenante Nonsensmaschine ist geplant und wird sicherlich auch bald realisiert. Aber manches dauert eben ein bisschen und vieles kann man ja auch einfach “andocken”. Fasziniert beobachtet haben die Macher des Museums nun die aufkommende und immer populärer werdende Steampunkszene, denn “Steam” d.h. eben Dampf und Dampf ist das Ding im Technikmuseum Freudenberg und “Punk” steht für selber machen. Das passt.

Foto: Technikmuseum Freudenberg

Ein kleiner Versuch einer Definition: Steampunk ist eine Form des Retrofuturismus: Man stellt sich vor, wie die Menschen um 1900 sich die Zukunft ausgemalt haben. Es wird ein alternativer Geschichtsverlauf erdacht, in dem nicht Strom, sondern Dampf die treibende Kraft ist. Eines der wichtigsten Prinzipien des Punks ist eben das Selbermachen, das Do-it-yourself (kurz: DIY). Im Steampunk steht dabei nicht nur das Selbstbauen von Apparaturen oder Kleidung im Vordergrund, sondern auch ein Werteverständnis: Lieber ein hochwertiges Einzelstück, als ein Teil, das nach kurzer Zeit nicht mehr brauchbar ist. Dabei ist man keinesfalls rückständig: Getreu dem Motto „Love the machine, hate the factory“ macht man sich neueste Technik zu Eigen, ohne den damit verbundenen Massenkonsum gut zu heißen. Wie Steampunk insgesamt, orientiert sich auch die Mode vorwiegend am englisch-viktorianischen Zeitalter und der deutschen Kaiserzeit. Als Ausdruck einer alternativen Geschichtsschreibung dominiert dabei das „Was wäre, wenn?“ und nicht das „Was war“. Die Kleidung ist dementsprechend nicht historisch authentisch, sondern historisch inspiriert, dem Do-it-yourself- Gedanken folgend, meist selbst erdacht und selbst gemacht.

Am Samstag , den 6.Mai war es dann nach kurzer Planung soweit, das Museum lud ein zum ersten Fototreff für Fotografen und Steampunker. Und sie kamen von Frankfurt, aus Köln und aus dem Ruhrpott. Über 30 fröhliche, bunte Menschen, darunter 14 Fotografen. Einen ganzen Tag tummelten sie sich im Museum und “shooteten” was das Zeug hielt. Die historische Technik, ganz besonders natürlich die große alte Dampfmaschine und die Maschinenwerkstatt war ein tolles Ambiente, aber auch die alten Webstühle und eine große alte Turmuhr im Café hatten es den Fotografen angetan. Schöne und tolle Fotos sind entstanden, wie zum Beispiel auch das Gruppenfoto vor dem großen Dampfhammer am Eingang des Museum. Nach Bekunden haben sich alle wohlgefühlt und wollen wieder kommen, auch das Museum freut sich auf ein Wiedersehen, auch für andere Veranstaltungen, denn die Steampumkter bringen zusätzlich Farbe und Phantasie mit ins Geschehen. Echte Hingucker neben der historischen Technik. Unter http://steampunk.technikmuseum-freudenberg.de gibt es erste Impressionen vom großen Fotografentreffen.

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