Vorsicht Betrug! Wichtige Info für alle Internetnutzer

(wS/ots) Siegen 07.08.2018 | Das für Betrugsdelikte Siegener KriminaIkommissariat 2 warnt aus gegebenem Anlass vor verdächtigen Anrufen durch angebliche  Microsoft-Support-Mitarbeiter. Die Anrufer suggerieren ihrem jeweiligen Opfer meist in englischer Sprache mit deutlichem asiatischemAkzent, dass Microsoft einen angeblichen Viren- bzw. Trojanerbefall auf dem genutzten Computer festgestellt habe.

Entsprechende Meldungen – so erläutert der hinterhältige Anrufer dann weiter – seien mehrfach beim Microsoft Support eingegangen und man wolle dem Nutzer nun helfen, diese Infektion zu beseitigen.
Tatsächlich kann nicht ausgeschlossen werden, dass der oder die Täter bereits zuvor eine Schadsoftware auf dem betroffenen Computer  installiert haben und der Nutzer tatsächlich Performance-Probleme mit seinem Rechner hat.

Während des Telefonates wird das Opfer nun  aufgefordert, diverse Einstellungen im Betriebssystem vorzunehmen  bzw. bestimmte Programme zu installieren. Hierbei wird dem Täter ein  Fernzugriff auf den Rechner ermöglicht, so dass dieser nun ohne Zutun des Eigentümers den Computer bedienen kann. Hierbei können sensible  Daten ausgespäht oder zusätzliche Spionageprogramme installiert 
werden.

Letztlich wird für die angebliche Serviceleistung ein  Geldbetrag gefordert, welcher in der Regel mittels Kreditkarte  bezahlt wird. In diesem Zusammenhang gelangen die Täter jedoch auch  noch an die Kreditkartendaten des Opfers.

Am Montag, dem 06.08.2018, wurde so ein 47-jähriger Wilnsdorfer  Opfer der hinterhältigen Betrugsmasche und ist nun rund 3.000 Euro  ärmer, die die dreisten Betrüger direkt von seinem Konto abbuchten.

Grundsätzlich ist anzumerken, dass Microsoft nie unangemeldet oder unaufgefordert Support-Anrufe tätigt, um Computerprobleme zu beheben.

Die Kriminalpolizei rät daher: Beenden sie solche Telefonate umgehend!

Sollten bereits Änderungen erfolgt sein, trennen sie umgehend die Internetverbindung und lassen sie den Computer fachkundig auf  mögliche Schadsoftware überprüfen!

Nehmen sie keine Zahlungen vor!

Symbolfoto: polizei-beratung.de