(wS/big) Siegen 26.07.2026 | Es ist eine Premiere am Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe Südwestfalen (BiGS) in Siegen: Der erste Ausbildungsjahrgang der Operationstechnischen Assistenz (OTA) hat seine staatliche Abschlussprüfung erfolgreich bestanden. Die frisch examinierten Fachkräfte starten damit in den Operationsbereichen der regionalen Krankenhäuser.
Die Operationstechnische Assistenz gehört zu den anspruchsvollsten Gesundheitsfachberufen im operativen Bereich. OTAs bereiten Operationen vor und nach, instrumentieren während der Eingriffe, assistieren dem OP-Team und übernehmen eigenverantwortlich ärztlich veranlasste Maßnahmen in operativen Funktionsbereichen. Dazu zählen die Einhaltung höchster Hygienestandards, der sichere Umgang mit Medizinprodukten sowie die Bedienung moderner medizintechnischer Geräte.
Die dreijährige duale Ausbildung verbindet theoretischen Unterricht am BiGS mit umfangreichen praktischen Einsätzen in den kooperierenden Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen Südwestfalens. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war dabei die intensive Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften des BiGS und den Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern in den Kliniken. Durch die kontinuierliche Abstimmung der Ausbildungsinhalte, die gemeinsame Begleitung der Auszubildenden und den regelmäßigen fachlichen Austausch entstand eine Ausbildung, die wissenschaftliche Grundlagen mit den Anforderungen des klinischen Alltags eng verknüpft.
„Der erfolgreiche Abschluss unseres ersten OTA-Jahrgangs ist ein besonderer Moment für das gesamte BiGS und unsere Kooperationspartner. Gemeinsam ist es gelungen, ein qualitativ hochwertiges Ausbildungsangebot aufzubauen, das jungen Menschen eine hervorragende berufliche Perspektive eröffnet und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung in Südwestfalen leistet“, betonen Roksana Ressmann, Leitung der OTA-Schule, sowie Frank Brinkschröder, Geschäftsführer und Institutsleiter des BiGS.
Mit der Einrichtung der OTA-Schule am BiGS in 2025 wurde eine wohnortnahe Ausbildung geschaffen, die Theorie und Praxis in der Region miteinander verbindet. Dass dieses Konzept aufgeht, zeigt der erste Abschlussjahrgang eindrucksvoll: Die frisch examinierten Fachkräfte werden überwiegend von den Kliniken und Gesundheitseinrichtungen der Region übernommen und verstärken künftig die OP-Teams vor Ort.
„Unser Dank gilt allen Kooperationshäusern sowie den Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern, die diesen Erfolg mit großem Engagement möglich gemacht haben. Die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Praxis ist ein wesentlicher Baustein unseres Ausbildungskonzeptes und der Schlüssel für eine hochwertige Ausbildung“, so Roksana Ressmann mit ihrem Lehrkollegium Sebastian Hambloch und Stefan Flender.
Das Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe Südwestfalen wurde 2014 von drei großen Siegerländer Krankenhausträgern gegründet – der Marien Gesellschaft Siegen, dem Klinikum Siegen und der DRK-Kinderklinik. Jährlich werden hier seit 2019 rund 400 Auszubildende in verschiedenen pflegerischen, operationstechnischen und medizinischen Fachrichtungen auf ihren Beruf vorbereitet.

Der erste OTA-Abschlussjahrgang des BiGS Siegen mit Lehrkräften nach der erfolgreichen staatlichen Abschlussprüfung. Foto: BiGS









