(wS/si) Siegen 26.07.2026 | Der Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin am gestrigen Samstag hat auch im Siegerland für Bestürzung gesorgt. Landrat Andreas Müller und der Siegener Bürgermeister Tristan Vitt haben in einer gemeinsamen Stellungnahme ihre Erschütterung zum Ausdruck gebracht und den Angriff scharf verurteilt.
„Die Nachrichten vom gestrigen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin haben uns tief erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und allen, die diesen Tag der Freude und Sichtbarkeit in Angst und Schrecken erleben mussten“, erklärten Müller und Vitt in der gemeinsamen Pressemitteilung des Kreises Siegen-Wittgenstein.
Beide Amtsträger bezeichneten den Angriff als einen direkten Angriff auf die Grundwerte einer offenen und solidarischen Gesellschaft. „Ein Angriff auf den CSD ist ein Angriff auf die Werte, für die eine offene und solidarische Gesellschaft steht: Freiheit, Vielfalt und die Würde jedes Menschen, unabhängig davon, wen er liebt oder wie er lebt“, heißt es in dem Statement. Gleichheit und Solidarität seien kein Lippenbekenntnis, sondern Grundlage ihres politischen Handelns. Diese Werte gälten für alle Menschen, ausnahmslos.
In ihrer Erklärung wiesen der Landrat und der Bürgermeister auch darauf hin, dass am selben Tag ebenfalls ein CSD in Siegen stattgefunden habe – solidarisch und fröhlich, wie sie betonten. „Dafür sind wir dankbar“, so Müller und Vitt.
Die Stadt Siegen und der Kreis Siegen-Wittgenstein stünden fest an der Seite einer offenen Gesellschaft, bekräftigten beide. Man werde auch künftig alles daransetzen, dass Vielfalt und Toleranz in der Region gelebt und geschützt werden. Der CSD in Siegen solle ein Ort bleiben, an dem Menschen sicher, frei und ohne Angst feiern können.

Am Samstagabend (25.07.2026) gegen 22 Uhr fuhr ein Mann mit einem weißen Van am Rande des Berliner Christopher Street Days im Tiergarten nahe dem Potsdamer Platz in eine Menschenmenge und attackierte anschließend weitere Menschen mit einer Machete.
Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Personen verletzt – nach Angaben der Polizei befand sich am Sonntagnachmittag niemand mehr in Lebensgefahr. Die Tat wird von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt als islamistischer Terroranschlag eingestuft.
Der 21-jährige Tatverdächtige wurde am Sonntagabend in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau von Spezialkräften lokalisiert – als er mit einer Stichwaffe auf die Beamten losging, wurde er erschossen. Der CSD wurde am Samstagabend um 22:15 Uhr abgebrochen, am Sonntagnachmittag fand eine Trauerveranstaltung am Brandenburger Tor statt.
Die Polizei Berlin hat für Angehörige eine Auskunftsstelle unter 030/8485-4460 eingerichtet und bittet Zeugen, Fotos oder Videos über das Hinweisportal be.hinweisportal.de zu übermitteln









