Über 35.000 Untersuchungen pro Jahr: So sichern Ärzte in Siegen und Olpe die Qualität beim Mammographie-Screening

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(wS/dia) Siegen 23.03.2026 | Die Mammographie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland ist
erfolgreich rezertifiziert worden. An den Praxisstandorten in Siegen, Olpe, Bad Berleburg und
Arnsberg wurde die hohe Qualität der Brustkrebsfrüherkennung wiederholt nach einem Audit bestätigt.
Das bundesweite Mammographie-Screening-Programm zeichnet sich durch seine hohen
Qualitätsansprüche aus, die an die jeweiligen Praxen gestellt und dort fortlaufend überprüft werden.
Dies ist insofern wichtig, da die Früherkennung von Brustkrebs erst bei besonders hoher Qualität
erfolgreich sein kann. Im Screening-Programm werden daher alle 30 Monate die gesamten Screening-
Einheiten einer umfangreichen Rezertifizierung unterzogen. Die jüngste Prüfung der Einheit Siegen-
Olpe-Hochsauerland fand an zwei Tagen durch die Kooperationsgemeinschaft Mammographie aus
Berlin statt. Ziel der Auditoren war es zu beurteilen, inwieweit die Prozesse an den Standorten Siegen
(MVZ Ev. Jung-Stilling-Krankenhaus), Olpe (Ev. Gemeindehaus, Frankfurter Straße 17), Bad
Berleburg (Vamed Klinik) und Arnsberg (Karolinen-Hospital) mit den europäischen Leitlinien
übereinstimmen. Beurteilt wurde zudem auch die Arbeit der Ärzte und die der radiologischen
Fachkräfte sowie die für die Untersuchung erforderliche technische Ausstattung.
In der zum MVZ Jung-Stilling gehörenden Mammographie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-
Hochsauerland sind Dr. Volker Brandenbusch und Dr. Michael Blazek die Programmverantwortlichen
Ärzte. Unisono sagen sie: „Wir freuen uns über das gelungene Audit. Die Auditoren haben die hohe
Einsatzbereitschaft und gute Motivation im Team sehr positiv hervorgehoben.“ Nur durch eine
stringente Organisation, Motivation und enge Zusammenarbeit im Team können die
Früherkennungsmaßnahmen laut Dr. Blazek bei den jährlich mehr als 60.000 eingeladenen Frauen
und mehr als 35.000 erschienenen Teilnehmerinnen (für die Kreise Siegen, Olpe, Hochsauerland)
bewältigt werden. Die gute Arbeit wurde auch an der wachsenden Teilnehmerrate gemessen: „In
unserer Einheit verzeichnen wir eine Steigerung um mehr als vier Prozent“, erläutert Dr. Blazek.
Dieser Aspekt wurde von den Auditoren besonders im Hinblick auf den bundesweit fallenden Trend
gelobt. Nach dem Audit wurden die Ergebnisse der vier Praxisstandorte in einem Bericht
zusammengestellt und der Mammographie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland die
Rezertifizierung erteilt.
Alle zwei Jahre werden Frauen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren schriftlich zur Mammographie –
das ist eine Röntgenuntersuchung der Brust – eingeladen. Ziel ist es, Brustkrebs in einem frühen
Stadium zu entdecken, um so die Heilungschancen zu erhöhen und die Sterblichkeit zu senken.
Inzwischen wurden die rechtlichen Grundlagen gelegt, dass bereits auch Frauen im Alter von 45 bis
49 Jahren an der Früherkennung teilnehmen können. Derzeit prüft der Gemeinsame
Bundesausschuss, ob das Mammographie-Screening-Programm auch für diese Altersgruppe

umgesetzt werden kann. Für die Dauer der Prüfung ist die Früherkennung in dieser Altersgruppe aber
noch keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Termine für das Screening können neben
der automatisierten schriftlichen Einladung auch bei der Zentralen Stelle in Münster unter Telefon
0251/929 5000 oder per E-Mail an zentrale-stelle@mswl.de vereinbart werden.

Die Mammographie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland wurde rezertifiziert. Darüber freut
sich das Team um die programmverantwortlichen Ärzte Dr. Michael Blazek und Dr. Volker
Brandenbusch (von links). Foto: Diakonie in Südwestfalen gGmbH

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