(wS/ots) Olpe 06.05.2026 | Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat am gestrigen Dienstagnachmittag (5. Mai) den Verkehr auf der Bundesstraße 55 im Bereich Griesemert lahmgelegt. Gegen 15:35 Uhr verlor nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei ein 28-jähriger Fahrer die Kontrolle über seinen Kleintransporter – mit gravierenden Folgen für ihn selbst und für die Insassen eines entgegenkommenden Pkw.
Renault gerät plötzlich in den Gegenverkehr
Der weiße Renault Trafic, ein Kleintransporter eines Wuppertaler Automobilzulieferers, war auf der B55 unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache in den Fahrstreifen des Gegenverkehrs geriet. Dort kam es zur seitlichen Kollision mit einem entgegenkommenden roten Toyota Yaris, der von einem 71-jährigen Mann gesteuert wurde. Auf dem Beifahrersitz saß seine 70-jährige Begleiterin.
Die Wucht des Zusammenstoßes war erheblich: Bilder vom Unfallort zeigen, wie schwer beide Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen wurden. An der gesamten rechten Seite des kleinen Toyota klafft ein tiefer, zerklüfteter Schaden – die Beifahrertür ist regelrecht eingedrückt, das Blech aufgerissen, Kunststoffteile abgerissen. Auch die rechte Front und die Schiebetür des Renault wurden massiv beschädigt; die Beifahrertür stand nach dem Unfall offen, zerbeult und nur noch lose hängend.
Fahrer leicht verletzt – Senioren-Paar im Toyota hat Glück im Unglück
Trotz der heftigen Kollision blieben die Folgen für die Beteiligten glimpflicher, als es der Fahrzeugschaden vermuten lässt. Der 28-jährige Transporter-Fahrer wurde leicht verletzt. Der hinzugerufene Rettungsdienst brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.
Glück im Unglück hatte das ältere Ehepaar im Toyota Yaris: Sowohl der 71-jährige Fahrer als auch seine 70-jährige Beifahrerin blieben unverletzt – und das, obwohl der Aufprall genau auf jener Fahrzeugseite erfolgte, auf der die Seniorin saß.
Erheblicher Sachschaden – beide Fahrzeuge abgeschleppt
Der entstandene Sachschaden ist nach Einschätzung der Polizei beträchtlich. Er bewegt sich im unteren fünfstelligen Eurobereich. Sowohl der Renault als auch der Toyota waren nach dem Aufprall nicht mehr fahrbereit und mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Auf der Fahrbahn lagen weiträumig verteilt Trümmerteile, Splitter und abgerissene Karosserieteile, die ebenfalls beseitigt werden mussten.
Umleitung über „Am Kornstück“, „Apolloniaweg“ und „Höhweg“
Für die Dauer der Unfallaufnahme und der anschließenden Bergungsmaßnahmen war die B55 teilweise komplett gesperrt. Der Verkehr wurde aufgrund der einseitigen Vollsperrung örtlich umgeleitet: Ortskundige wie Durchreisende wurden über die Straße „Am Kornstück“, weiter über den „Apolloniaweg“ und schließlich über den „Höhweg“ zurück auf die B55 geführt.
Auch wenn die Umleitungsstrecke gut funktionierte, kam es zeitweise zu Beeinträchtigungen im fließenden Verkehr – nicht zuletzt, weil die B55 in diesem Bereich eine wichtige Verbindung darstellt und unmittelbar an der Unfallstelle die Zufahrt zum Verkehrssicherheitszentrum liegt.
Wie es zu dem Verlust der Fahrzeugkontrolle kam, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.




Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de
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