(wS/si) Siegen 23.06.2026 | Seit April 2026 hat der Kreis Siegen-Wittgenstein eine neue Schulrätin: Andrea Weber ist seither zuständig für die Haupt- und Förderschulen im Kreisgebiet. Ihr Anliegen formuliert sie klar – sie wünscht sich eine Zukunft, in der Schulen die Möglichkeiten haben, mit der bunten Vielfalt an Kulturen, Sprachen und Besonderheiten von Menschen umzugehen.
Ihre eigene Rolle sieht Weber dabei nicht als bestimmend, sondern als unterstützend. „Die Schulen wissen selbst am besten, was sie brauchen“, betont sie. Ihre Aufgabe sei es deshalb, beratend, koordinierend und begleitend tätig zu sein.
Die größte Herausforderung für die Schulen sieht die neue Schulrätin derzeit in der Stärkung demokratischer Werte und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. „Das bedeutet für mich, die Jugendlichen fit zu machen für unsere Demokratie“, sagt sie. „Dazu gehört unter anderem, Mehrsprachigkeit stärker als Ressource zu verstehen und Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, ihre kulturelle Identität in den Schulalltag einzubringen.“
Rückendeckung erhält sie dabei von Landrat Andreas Müller: „Schule lebt von Vielfalt und Mitbestimmung. Damit Demokratie in diesem Umfeld gelingt, ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler miteinzubeziehen“, so Müller. „Ich bin froh, dass wir mit Andrea Weber eine Schulrätin haben, die sich verstärkt dafür einsetzen möchte.“
Eine große Rolle werden an den Schulen aus Sicht von Andrea Weber künftig auch die fortschreitende Digitalisierung und die Einbindung von künstlicher Intelligenz im Unterricht spielen.
Ein weiteres großes Anliegen ist ihr die Inklusion: „Mein Ziel ist es, Lösungen zu finden, um Menschen mit unterschiedlichen Bedarfen in die Schulgemeinschaft zu inkludieren und Bildungsgerechtigkeit zu bieten.“
Den Weg ins Amt hat Andrea Weber über viele Jahre in der schulischen Praxis gefunden. Nach ihrem Studium der Sonderpädagogik an der Universität zu Köln mit den Förderschwerpunkten Sprache sowie körperliche und motorische Entwicklung arbeitete sie ab 1994 als Lehrerin und als Rektorin an Sekundar- und Förderschulen.
In dieser Zeit prägten sie verschiedene Herausforderungen, die nicht nur ihr Interesse am Amt der Schulrätin geweckt haben, sondern ihr auch heute in ihrer Funktion helfen: „Durch Krisen wie die Corona-Pandemie oder Ausnahmesituationen wie ein Kind, das vom Schulgelände verschwunden war, weiß ich heute besser, wie man Menschen im schulischen Kontext in schwierigen Situationen zur Seite stehen kann.“ Vor allem zwei Dinge hat die heute 56-Jährige aus ihrer bisherigen Laufbahn mitgenommen: Ruhe bewahren und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Andrea Weber, seit April 2026 Schulrätin für Haupt- und Förderschulen im Kreis Siegen-Wittgenstein, mit Landrat Andreas Müller. Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein










