(wS/kw) Kreuztal – Wenden 10.07.2026 | Im Gasthof Scherer in Wenden-Schönau hat die Friseur-Innung Westfalen-Süd ihre diesjährige Freisprechungsfeier gefeiert. 25 frische Gesellinnen und Gesellen aus der Winter- und Sommergesellenprüfung erhielten feierlich ihren Gesellenbrief – und wurden von der Ausbildungszeit in die berufliche Selbstständigkeit entlassen.
Andrea Simon, Obermeisterin der Friseur-Innung Westfalen-Süd, eröffnete die Feier mit einer ungewöhnlichen Reise: nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft. „Wir schreiben das Jahr 2036, 10 Jahre sind vergangen. Es ist ein warmer Sommerabend und ihr steht vor einem Gebäude, das euch irgendwie bekannt vorkommt. Bilder der Freisprechungsfeier hängen an den Wänden, Erinnerungen werden ausgetauscht. Dann kommt eine Person auf euch zu und fragt: Na erzähl mal – was ist eigentlich aus dir geworden? Was würdet ihr antworten?“, so Simon.
Sie ließ dabei bewusst viele mögliche Antworten offen: „Vielleicht antwortet ihr: Ich habe meinen Traum verwirklicht und meinen eigenen Salon eröffnet. Oder ich bin Meisterin oder Meister geworden und bilde heute selbst junge Menschen aus. Oder auch: Ich durfte auf den großen Bühnen arbeiten und Menschen aus aller Welt frisieren. Vielleicht sagt ihr aber auch: Mein Weg war nicht immer einfach. Aber genau diese Erfahrungen haben mich zu diesem Menschen gemacht, der ich heute bin.“ Wer diesen Beruf ergriffen habe, wolle kreativ sein, Menschen verändern und ihnen einen neuen Look geben – und genau das sei es, worauf es ankomme. Nicht auf Gehalt, Salongröße oder Follower-Zahlen: „Viel wichtiger ist, dass ihr glücklich seid mit dem, was ihr jeden Tag tut.“
In ihrer Rede hob die Obermeisterin auch all jene hervor, die hinter den Kulissen zum Erfolg der Absolventen beigetragen haben: Familien und Freunde, Berufsschullehrer, ÜBL-Leiterinnen, die Kreishandwerkerschaft sowie die Ausbildungsbetriebe. „All die haben mitgewirkt, dass ihr heute euren Gesellenbrief in den Händen halten dürft“, sagte Simon.
Auch Harald Görnig, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd, richtete lobende Worte an die frisch geprüften Gesellen. Er betonte dabei den gesellschaftlichen Wert des Friseurhandwerks auf ganz eigene Weise: „Ohne Friseure gebe es keine Hochzeiten. Denn die Bräute möchten ja schöne Haare am schönsten Tag ihres Lebens haben. Euer Lohn soll nicht nur in Euro gezeigt werden, sondern mit Anerkennung. Ihr schafft jeden Tag handwerkliches Geschick und sichtbare Kreativität.“ Neben Görnig war auch Matthias Rink als Vertreter der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd anwesend.
Die Absolventen der Wintergesellenprüfung 2025/2026:
Meraea Aldreby (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Ali Alp (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Jana Heppner (Merita Qazimi, Bad Berleburg), Sibel Osmanie (Pervin Unutkan, Siegen).
Die Absolventen der Sommergesellenprüfung 2026:
Bedriye Acar (DAA, Siegen), Oday Alchacha (Mood Studio, Siegen), Emily Bajorat (Christina Kluge, Kirchen), Alalawe Bdwr (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Krystyna Breinyk (Kai Steuber, Siegen), Mohamed Ali Dakhli (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Ceyda Düzenli (Roberto Saverino, Siegen), Noah El Batal (Heike Hilbig, Olpe), Maddox Hardenacke (Mike Hardenacke, Finnentrop), Edonjeta Hasani (Larisa Wagner, Lennestadt), Lena Hennig (Frank Schöllchen, Burbach), Jason-Tyler Kaffine (Andreas Kaffine, Siegen), Jaron Marmann (Mario Lupo, Olpe), Özge-Ecrin Öztürk (Daniel Gansäuer, Hamm), Sahin Polat (Mikail Zengin, Betzdorf), Angela Gülizar Putignano (Sandra Kinkel, Freudenberg), Mohammed Halkawt Saber Saber (Alexandra Glombik, Wenden), Emran Sadrija (Zeljka Ditscheid-Rosic, Neunkirchen), Ali Siklawi (Sanaa Haidar-Ahmad, Lennestadt), David Sperling (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe), Johanna Weber (Kerstin Germeys, Burbach).
Die Prüfungsbesten:
Den ersten Platz belegte Krystyna Breinyk (Kai Steuber, Siegen), gefolgt von Meraea Aldreby (Christliches Jugenddorfwerk, Olpe) auf dem zweiten und Jana Heppner (Merita Qazimi, Bad Berleburg) auf dem dritten Platz.

Andrea Simon (Obermeisterin der Friseur-Innung Westfalen-Süd, links) bei der Freisprechungsfeier im Gasthof Scherer in Wenden-Schönau.

Die drei Prüfungsbesten der Friseur-Innung Westfalen-Süd bei der Freisprechungsfeier im Gasthof Scherer.

Die Absolventen der Winter- und Sommergesellenprüfung gemeinsam mit Vertretern der Friseur-Innung Westfalen-Süd und der Kreishandwerkerschaft.

Harald Görnig, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd, richtete lobende Worte an die frisch geprüften Gesellen. Fotos: Kai Osthoff
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