Von Besatzern zu Freunden? – Die belgische Garnison in Siegen

(wS/red) Siegen 10.1.2021 | Vom Eintreffen der ersten belgischen Soldaten am 11. November 1946 bis zum finalen Abschließen des letzten Kasernentors auf dem Wellersberg am 22. Dezember 1994 vergingen fast fünf Jahrzehnte, in denen die Krönchenstadt Teil einer umfassenden belgischen Militärpräsenz in Rheinland und Westfalen war. Die Belgier kamen nach dem Zweiten Weltkrieg als Besatzungsmacht im Rahmen der britischen Besatzungszone in Siegen an und verließen die Stadt nach dem Ende des Kalten Kriegs und der Deutschen Einheit als langjähriger NATO-Partner. Die Jahre ihrer Anwesenheit waren geprägt von den Spannungen des Kalten Kriegs, der Annäherung im Zuge Europäischer Integration, aber eben auch vom pragmatischen Neben- und Miteinander einheimischer Bevölkerung und belgischer Soldaten. Immerhin waren alleine in Siegen permanent 4.000 bis 6.000 belgische Soldaten und ihre Angehörigen präsent.

Eine belgische Panzerkolonne in der Siegener Innenstadt. Fotograf: Horstgünter Simon.

Der neue Vortrag des „Siegener Forums“ am Donnerstag, den 18. November 2021, um 18.30 Uhr im Atriumsaal der Siegerlandhalle möchte die Präsenz der belgischen Garnison Revue passieren lassen und dabei auch die Frage beantworten, ob sich die Belgier tatsächlich von Besatzern zu Freunden wandelten, wie dies die Lokalpresse bei Abzug der Garnison nicht nur in Siegen, sondern ebenso an allen anderen Standorten in Rheinland und Westfalen verkündete. Referent ist Dr. Christian Henrich-Franke. Er studierte Geschichte, Sozialwissenschaften und Mathematik und arbeitet aktuell als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsstelle Plurale Ökonomik der Universität Siegen.

Der Vortrag findet statt am Donnerstag, den 18. November 2021, um 18.30 Uhr im Atriumsaal der Siegerlandhalle (Einlass ab 18.00 Uhr). Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter weisen angesichts der aktuellen Corona-Schutzverordnung darauf hin, dass nur vollständig geimpfte, genesene und negativ getestete Personen (Testergebnis nicht älter als 48 Stunden) an der Veranstaltung teilnehmen können (3G-Regelung). Ein entsprechender Nachweis ist am Vortragsabend beim Einlass zusammen mit einem Ausweisdokument vorzulegen. In der Siegerlandhalle ist ein medizinischer Mund- und Nasenschutz zu tragen, der am Sitzplatz abgenommen werden darf. Etwaige Änderungen des Ablaufs im Falle des Inkrafttretens einer 2-G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) werden gegebenenfalls auf der Website www.stadtarchiv-siegen.de veröffentlicht. Die Veranstalter empfehlen, sich vor Veranstaltungsbeginn zu informieren!

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