(wS/dia) Siegen 16.01.2026 | Wie lassen sich Wartezeiten verkürzen, Abläufe effizienter gestalten, die Erreichbarkeit verbessern und die Zusammenarbeit im Team weiter stärken? Mit diesen Fragen haben sich die Mitarbeitenden des Zahnmedizinischen Versorgungszentrums (ZMVZ) sowie der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen bei ihrer diesjährigen Jahresauftaktveranstaltung beschäftigt.
Rund 30 Teilnehmende aus Ärzteschaft, Pflege, medizinischem Fachpersonal und Verwaltung kamen dazu im Hörsaal auf dem Klinikcampus zusammen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der offene Austausch über organisatorische Strukturen – sowohl innerhalb der Fachabteilung als auch an den Schnittstellen zwischen Klinik und angeschlossener Ambulanz. Initiiert und organisiert wurde das Treffen von Praxismanagerin Sandra Christin Schröder: „Unser Anspruch ist es, Prozesse kontinuierlich zu hinterfragen und weiterzuentwickeln, um unseren Patienten die bestmögliche Versorgung zu bieten.“
Auch für den Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Prof. Dr. Dr. Jan-Falco Wilbrand, hat der Termin einen hohen Stellenwert. „Der offene Dialog mit dem gesamten Team ist entscheidend. Nur wenn alle Perspektiven gehört werden, lassen sich Schwachstellen identifizieren und gemeinsam Lösungen erarbeiten“, betonte er. Stolz blickt der Chefarzt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. „Ich kann mich auf mein Team verlassen.
Jeder gibt sein Bestes, sodass am Ende auch das Beste für die Patienten herauskommt.“ In Arbeitsgruppen entwickelten die Mitarbeitenden konkrete Ideen zu alltäglichen Herausforderungen, präsentierten diese anschließend und diskutierten sie gemeinsam.
Themen waren unter anderem der optimale Einsatz von Ärzten in Ambulanz und stationärem Bereich sowie die Abläufe bei der Patientenannahme oder Anmeldung zu Operationen.
Im vergangenen Jahr versorgte die Fachabteilung etwa 8000 ambulante und 1600 stationäre Patienten. Dabei reicht das Behandlungsspektrum von routinehaften Eingriffen bis hin zu hochkomplexen Krankheitsbildern im Kopf-Hals Bereich. „Abhängig von der Erkrankung sind unterschiedliche Untersuchungen, bildgebende Verfahren und Gespräche notwendig. Eine reibungslose Kommunikation zwischen Sekretariat, medizinischem Personal und Ärzteschaft ist dafür unverzichtbar“, so Prof. Wilbrand.
Neben anspruchsvollen oralchirurgisch-zahnärztlichen Eingriffen behandeln die Spezialisten unter anderem Infektionen im Kopf-Hals-Bereich, Tumorerkrankungen der Mundhöhle sowie des Mund-, Nasen- und Rachenraums, Hauttumoren im Gesichtsbereich, Erkrankungen der Speicheldrüsen, Fehlbildungen und Verletzungen. Die MKG am Diakonie Klinikum Jung-Stilling zählt zu den größten außeruniversitären Einrichtungen dieser Fachrichtung in Deutschland. Vergleichbare Kliniken finden sich unter anderem an den
Universitätsstandorten Gießen, Marburg, Dortmund und Essen. Die Klinik plant in diesem Jahr ihre Zertifizierung zum Kopf-Hals-Tumor-Zentrum abzuschließen.
Als Teil des überregionalen Traumazentrums ist die Siegener MKG zudem zentrale Anlaufstelle für Notfallpatientinnen und -patienten mit Verletzungen oder akuten Erkrankungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich in der gesamten Region. Prof. Wilbrand legt gemeinsam mit seinem Team großen Wert auf die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung. Da ein Klinikaufenthalt nicht in jedem Fall erforderlich ist, werden Patienten zusätzlich in der angegliederten Ambulanz des Zahnmedizinischen Versorgungszentrums (ZMVZ) am Siegener Rosterberg betreut.

Bei einer Tagung der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie kamen Mitarbeiter aus Ärzteschaft, medizinischem Personal und Sekretariat am Diakonie Klinikum Jung-Stilling zusammen, um Abläufe und Organisationsstrukturen im Sinne der Patienten zu optimieren.
Foto: Diakonie in Südwestfalen gGmbH







