Harzrivalen Reloaded – TuS Ferndorf will das Kapitel VfL Eintracht Hagen neu schreiben!

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(wS/red) Kreuztal, 19.04.2026 | Derby 2.0: Die „Harz-Rivalen“ treten zum Wiederholungsspiel an

Vorbericht: Harzrivalen, Wiederholungsspiel, Mission Klassenerhalt, Ferndorf zieht mit Heeresschar nach Hagen

Wenn der TuS Ferndorf am Dienstagabend, 21. April um 19:30 Uhr, erneut in der Ischelandhalle aufläuft, dann geht es nicht nur um zwei Punkte. Es geht um Stolz, um Gerechtigkeit und um ein Derby, das längst auf einer anderen emotionalen Ebene angekommen ist. Die Harzrivalen Hagen und Ferndorf treffen sich zum Wiederholungsspiel, nachdem das 32:32 vom 20. Februar annulliert wurde. Ein Ferndorfer Tor, das keines war, ein Einspruch, der durchging und ein Spiel, das nun neu geschrieben wird.

Ein Derby, das keiner vergessen hat

Das erste Aufeinandertreffen war ein intensives, hart umkämpftes Spiel, das Ferndorf sich mit viel Leidenschaft erarbeitet hatte. Doch der Einspruch der Hagener brachte alles ins Wanken. Jetzt, zwei Monate später, steht ein Spiel an, das sich anfühlt wie ein Kapitel, das beide Seiten unbedingt zu Ende schreiben wollen.

Für Ferndorf ist es Teil der Mission Klassenerhalt. Für Hagen ist es der Versuch, die Entscheidung am grünen Tisch sportlich zu untermauern. Für die Fans ist es ein Derby, das man so schnell nicht wieder bekommt.

Eine Heeresschar auf dem Weg nach Hagen

Trotz des unglücklichen Termins, ein Dienstagabend ist für viele Berufstätige ein Brett, wird eine Schar an Ferndorfer Fans den Weg nach Hagen antreten. Mit Bussen, mit Autos, in Fahrgemeinschaften, mit Schals, Tröte, Trikots und Herzblut.

Die Ferndorfer Füchse, die Trommlergruppe, die seit Jahren für Gänsehaut sorgt, wird mit aktuell 6 Trommlern ebenfalls vor Ort sein. Nicht in voller Kapelle, dafür ist der Termin zu ungünstig, aber laut genug, um die Ischelandhalle in ein rot‑weißes Echo zu tauchen.

Und jeder, der schon einmal ein Derby in Hagen erlebt hat, weiß: Wenn die Füchse trommeln, dann bebt die Halle.

Sportlich: Ferndorf hat gezeigt, dass es geht

Das annullierte 32:32 war kein Zufall. Ferndorf stand stabil, kämpfte leidenschaftlich und zeigte, dass man auch auswärts gegen Hagen bestehen kann. Die letzten Wochen, geprägt vom schweren Vierer‑Block gegen die Topteams der Liga, haben die Mannschaft gefestigt. Jetzt kommen wieder Gegner, gegen die Punkte realistisch sind. Und dieses Wiederholungsspiel ist der Auftakt, obwohl er, grad aufgrund der derzeitigen Kadersituation nicht ungünstiger sein könnte.

Mattis Michel

Hagen: Heimvorteil und Druck

Die Eintracht wird mit breiter Brust auftreten. Heimspiel, Dienstagabend, Derby und der Anspruch, das Wiederholungsspiel zu „ihrem“ Spiel zu machen. Doch genau dieser Druck kann auch zum Faktor werden. Ferndorf reist ohne Angst an, wäre aber schon dringend auf etwas Zählbares angewiesen. Hagen dagegen mit der Erwartung, liefern zu müssen.

Ein Spiel, das mehr ist als ein Spiel

Es ist ein Derby, es ist ein Wiederholungsspiel. Es ist ein Abend, an dem Emotionen, Geschichte und sportliche Bedeutung ineinandergreifen.

Ferndorf kommt nicht als Gast. Ferndorf kommt als Herausforderer. Als Mannschaft, die weiß, dass sie in Hagen bestehen kann. Und als Verein, der sich auf seine Fans verlassen kann, selbst an einem Dienstagabend. Aber wenn man den Rest der Saison so anschaut, kann es sehr, sehr eng werden, denn Mannschaften wie Krefeld, Essen oder auch die Eulen Ludwigshafen sind in den Kampfmodus getreten und spielen auf einmal besser und wenn alle Stricke reißen, könnte das letzte Spiel des TuS, das Heimspiel gegen TuSEM Essen über Klassenerhalt oder Abstieg entscheiden. Das braucht keiner, das will keiner und dafür werden Ceven und seine Jungs alles tun.

Ausblick

Wenn der TuS Ferndorf in die Ischelandhalle einläuft, dann wird es laut, eng und emotional. Ein Spiel, das keiner wollte, aber jeder spürt. Ein Spiel, das in der Tabelle zählt, aber im Kopf noch viel mehr.

Bericht: Peter Trojak

Collage/Fotos: Andreas Domian

Die Mission Klassenerhalt führt über Hagen. Und Ferndorf ist bereit.

TuS-Geschäftsführer Alexander Finke mit Blick auf die Unterstützung der Ränge:

„Ich hoffe auf zahlreiche Unterstützung unserer Fans in Hagen. Unsere Anhänger*innen haben in dieser Saison mehrfach bewiesen, wie wichtig sie für uns sind. Es wäre ein starkes Signal, wenn uns auch bei diesem besonderen Auswärtsspiel viele Ferndorf-Fans begleiten.

Ceven Klatt: Wir werden am Dienstag in Hagen noch Max Löher und Linus Michel noch mit in den Kader nehmen, um Ausfälle zu kompensieren und noch ein, zwei Alternativen mehr auf der Bank zu haben, denn Josip Eres, Hampus Dahlgren, Valentino Duvancic und Philip Würz werden fehlen.

An unserer Tabellensituation hat sich nichts verändert, wir haben es immer noch in der Hand, wir haben die gleiche Situation, wie wir sie in der ganzen Saison haben, wir zählen mit vielleicht fünf, sechs anderen Mannschaften zu den Abstiegskandidaten und wir haben die ganze Saison drei, vier, fünf Punkte Vorsprung, wir haben das bessere Torverhältnis und auch noch 1 Spiel weniger. Ich glaube auch, dass 21 Punkte reichen werden, um die Klasse zu halten. Deswegen mache ich mir keine Sorgen und ich kümmere mich um die Dinge, die ich nicht beeinflussen kann bzw. die wir nicht beeinflussen können.

Wir haben heute intensiv Video geschaut, was Hagen betrifft. Ich muss meiner Mannschaft aber ein Kompliment machen, sie haben heute sehr konzentriert und mit einer guten Stimmung trainiert. Sie wollen in Hagen alles geben, wir wissen um die Situation, wir wissen auch um die personelle Situation, wollen das aber nicht als Ausrede anführen, sondern mit einer kleinen Gruppe vielleicht etwas großes leisten und sind im Derby motiviert, alles wieder reinzuhauen, um das Bestmögliche für uns rauszuholen.

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