(wS/red) Kreuztal 18.04.2026 | Ein massives Aufgebot an Rettungskräften sorgte am Freitagabend im Bereich Eichen für Aufsehen. Gegen 19 Uhr eilten zahlreiche Fahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zum Werksgelände von ThyssenKrupp Steel an der Hammerstraße. Gemeldet worden war ein Industriebrand mit dem hohen Alarmstichwort „Feuer 5“.
Bereits kurz nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte jedoch vorsichtige Entwarnung gegeben werden. Während sich ein Großteil der alarmierten Einheiten auf dem Parkplatz an der Hagener Straße in Bereitstellung begab, erkundeten die ersten Trupps gemeinsam mit der Polizei die Lage auf dem Werksgelände.
Die Ursache für die Rauchentwicklung war schnell gefunden: Nach Angaben der Feuerwehr handelte es sich nicht um ein offenes Feuer, sondern um einen technischen Defekt. Ein durchgeschmorter Keilrippenriemen an einer Maschine hatte für eine starke Qualmbildung gesorgt. „Es gab glücklicherweise kein echtes Brandereignis“, so ein Sprecher der Feuerwehr vor Ort. Der Einsatz konnte daher zügig beendet werden.
Im Einsatz:
Feuerwehr: Eichen, Kreuztal, Fellinghausen, Buschhütten, Kredenbach und Krombach.
Kreis Siegen-Wittgenstein: Einsatzleitwagen Kreis, Abrollbehälter Atemschutz Kreis, Kreisbrandmeister, Kreisfeuerwehrarzt.
Rettungsdienst: Rettungswagen, Krankenwagen DRK Ehrenamt.
Polizei

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❤️ Jetzt wirSiegen unterstützenHintergrund: Warum „großes Geschütz“ bei Industrieanlagen lebenswichtig ist
Dass die Leitstelle bei einer Meldung aus einem Industriebetrieb sofort ein Großaufgebot (Stichwort „Feuer 5“) in Marsch setzt, hat einen entscheidenden Grund: Zeit ist der kritischste Faktor.
In metallverarbeitenden Betrieben wie bei ThyssenKrupp treffen enorme Brandlasten, komplizierte Gebäudestrukturen und potenzielle Gefahrenstoffe aufeinander. Ein Feuer kann sich hier innerhalb von Minuten zu einem unkontrollierbaren Großbrand ausweiten.
Indem die Feuerwehr sofort mit maximaler Stärke anrückt, wird sichergestellt, dass:
- Genügend Atemschutzgeräteträger für eine schnelle Menschenrettung bereitstehen.
- Eine massive Wasserversorgung ohne Verzögerung aufgebaut werden kann.
- Spezialkräfte für chemische oder technische Gefahren sofort eingreifen können.
Es ist in der Einsatzstrategie immer effizienter, Kräfte vor Ort zu haben, die im Ernstfall sofort eingreifen können, als bei einer Lageverschärfung kostbare Zeit durch Nachalarmierungen zu verlieren. Eine schnelle Entwarnung wie in Eichen ist für die Retter daher das bestmögliche Szenario.



Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de












