Wenn null Prozent Transportschäden kein Erfolg sind – buhl-paperform denkt Verpackung neu

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(wS/bu) Kreuztal / Burbach 23.06.2026 | „Mehr Verpackung bedeutet nicht automatisch mehr Wirtschaftlichkeit“ – buhl-paperform denkt Verpackung neu

Null Prozent Transportschäden – für viele Unternehmen klingt das nach dem perfekten Ziel. Für Christoph Buhl, Geschäftsführer der buhl-paperform GmbH, ist es ein Denkfehler, der Unternehmen bares Geld kostet. Mit einem klaren Gegenentwurf zur gängigen Praxis positioniert sich das Verpackungsunternehmen mit Produktionsstandort am Werk Kalteiche als einer der streitbarsten Köpfe der Branche.

Der Irrtum mit der Schadensquote

Wer Verpackungen immer weiter verstärkt, weil die Schadensquote sinkt und das als Fortschritt gilt, sitzt einem Trugschluss auf – so lautet die Kernthese von Christoph Buhl. Denn mit jeder zusätzlichen Schutzmaßnahme steigen Materialverbrauch, Gewicht, Handlingkosten, CO₂-Belastung und Volumen. Die Folgen sind konkret spürbar: höhere Materialkosten, mehr Lagerfläche, geringere Palettenauslastung, höhere Transportkosten und komplexere Verpackungsprozesse. Und das Entscheidende: Der wirtschaftliche Nutzen der Mehrmaßnahmen nimmt dabei kontinuierlich ab.

„Viele Unternehmen investieren erhebliche Mittel, um Transportschäden weiter zu reduzieren“, erklärt Buhl. „Dabei wird oft übersehen, dass die dadurch entstehenden Mehrkosten höher sein können als die Kosten der Schäden, die vermieden werden sollen.“

Das Automobil als Denkmodell

Buhl nutzt einen eingängigen Vergleich: Moderne Fahrzeuge schützen ihre Insassen bei den Belastungen, die im realen Straßenverkehr zu erwarten sind. Niemand würde fordern, ein Auto müsse einen Frontalaufprall mit 100 km/h gegen eine Betonwand schadlos überstehen. Sicherheit wird auf realistische Beanspruchungen ausgelegt – nicht auf jeden theoretisch denkbaren Extremfall. Bei Verpackungen hingegen wird dieser Grundsatz häufig außer Kraft gesetzt: Treten Schäden auf, lautet die Standardreaktion mehr Material, mehr Polsterung, mehr Sicherheitsreserven.

Der Ansatz von buhl-paperform

buhl-paperform setzt auf einen anderen Weg: Gemeinsam mit den Kunden wird die Sinnhaftigkeit jeder einzelnen Schutzmaßnahme hinterfragt. In die Analyse fließen Produkte, Transportwege, Lagerbedingungen, Handhabungsprozesse und Schadenskosten ein.

„Verpackungen müssen den tatsächlichen Anforderungen der Lieferkette standhalten. Sie müssen jedoch nicht jeden theoretisch möglichen Ausnahmefall absichern“, sagt Christoph Buhl. „Entscheidend ist nicht die maximal mögliche Sicherheit, sondern die wirtschaftlich optimale Balance zwischen Produktschutz und Ressourceneinsatz.“

Das Ziel sei dabei ausdrücklich nicht, Schäden zu akzeptieren oder Qualitätsstandards zu senken. „Eine beanspruchungsgerechte Verpackung wird in der Praxis niemals dauerhaft bei null Prozent Transportschäden liegen“, so Buhl. „Außergewöhnliche Belastungen und Fehlhandhabungen lassen sich nie vollständig ausschließen. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob einzelne Schäden auftreten können, sondern ob die Gesamtlösung wirtschaftlich sinnvoll ist.“

Branchenverbände und Wissenschaft ziehen mit

Der Ansatz ist kein Alleingang. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) formuliert bewusst, dass Verpackungen den „zu erwartenden Beanspruchungen“ standhalten müssen – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) betrachtet Verpackungen heute nicht mehr ausschließlich als Schutzfunktion, sondern als wichtigen Bestandteil effizienter und nachhaltiger Lieferketten. Und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) verweist auf die erheblichen Potenziale einer systematischen Verpackungsoptimierung: Jede unnötige Verpackungsreserve beeinflusst Transporteffizienz, Lagerkapazitäten, CO₂-Ausstoß und Prozesskosten.

Als Paradebeispiel aus der Praxis nennt Buhl Amazon: Der Konzern nutzt künstliche Intelligenz, um Verpackungen anhand historischer Schadensdaten, Produkteigenschaften und logistischer Rahmenbedingungen zu optimieren – mit dem ausdrücklichen Ziel der wirtschaftlich sinnvollsten, nicht der größtmöglichen Verpackung. Dadurch konnten Millionen Tonnen Verpackungsmaterial eingespart werden.

Nachhaltigkeit als zusätzlicher Treiber

Steigende Kosten, wachsender Wettbewerbsdruck und schärfere Nachhaltigkeitsanforderungen – nicht zuletzt durch die europäische PPWR-Regulierung – zwingen Unternehmen ohnehin dazu, Verpackungen neu zu bewerten. Für buhl-paperform ist das eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges.

„Wer Verpackungen ausschließlich über die Schadensquote bewertet, greift zu kurz“, fasst Buhl zusammen. „Erfolgreiche Verpackungskonzepte entstehen dort, wo Produktschutz, Logistik, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gemeinsam optimiert werden.“

Die Zukunft, so seine Überzeugung, gehöre nicht den Verpackungen mit den größten Sicherheitsreserven – sondern den Verpackungen mit der höchsten Effizienz. Mehr dazu und Informationen zum Unternehmen gibt es unter buhl-paperform.

Christoph Buhl vor dem buhl-paperform-Werk am Standort Kalteiche

Nicht maximaler Schutz, sondern wirtschaftlich sinnvoll – die Kernbotschaft von buhl-paperform

Geschäftsführer Christoph Buhl vor einer Fasergussmaschine im Werk Kalteiche

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