"KunstWertSchätzen": Uni-Studenten lassen ihrer Kreativität freien Lauf

wS/jk – Siegen – 12.06.2012 – Sie musizierten, sie lasen selbst geschriebene Geschichten oder Gedichte und waren auch um das Theaterspiel nicht verlegen. Bis zu 200 junge Menschen versammelten sich auf der Uniwiese nebst dem Adolf-Reichwein-Gebäude der Universität und frönten ihren Künsten. Jeder durfte mitmachen, denn das ist auch das Motto bei der Studenten-Veranstaltung „Artgerecht: KunstWertSchätzen“, die im vergangenen Winter ins Leben gerufen wurde.

"Artgerecht: KunstWertSchätzen" lautete der Veranstaltungstitel des kulturellen Nachmittags und Abends an der Universität Siegen. Robert Schwebs, der die künstlerische Leitung übernommen hatte, führte durch das bunte Programm. Fotos (4): Jürgen Kirsch

Wie sehr die Beteiligten ihre Kunst wert schätzen, konnten nicht nur ihre Kommilitonen, sondern auch Schüler, junge Erwachsene sowie interessierte Besucher aus dem Siegerland erleben. Vom Nachmittag bis zum späten Abend gab es am Dienstag ein prall gefülltes Programm, bei dem auch für spontane Auftritte und Text-Vorträge genügend Platz war. Auf der Uniwiese wurde aus Pavillions eigens eine Bühne errichtet.

Auch das Wetter spielte mit. Denn am Nachmittag und frühen Abend blieb es trocken, so dass der Kunst auf der Bühne viel Zuspruch sicher war. Dabei waren alle Kunstarten vertreten: Literatur, ein Musical, ein Theater und viele Musikbeiträge rundeten den Tag im Schatten des Universitätsgebäudes ab. Im Rahmenprogramm enthalten waren ein Dekorationsworkshop, Jonglage- und Luftballon-Aktionen sowie das Kreidemalen auf dem Uniweg. Auf weiße Zettel schrieben die Besucher auf, was für sie Kunst bedeutet und hängten diese auf eine Wäscheleine, die auf der Uniwiese gespannt worden war. Hier waren alle Interpretationen gültig. Denn Kunst ist eben vielfältig.

Auf der Uniwiese machten es sich die Studenten gemütlich und lauschten der Musik - hier von der Band "Kenton" - und den dargebotenen Texte auf der Bühne unter dem Pavillion.

Das bewies der gesamte Event: Eine spontane Jam-Session gab es ebenso wie kreative Texte der Studenten, die sie selbst geschrieben haben. Die Musiker fanden sich auf der Uniwiese zusammen und spielten einige Stücke. So zum Beispiel die drei Jungs der Band „Dreiklang“, die einige Songs spielten. Die Resonanz war sehr gut. „Unser Ziel ist es, die Kultur nach Siegen zu bekommen. Wir wollen der Kunst eine Plattform bieten. Die Kreativität, die in Siegen steckt, möchten wir vorstellen“, beschreibt Jens Hunecke von der Dienstleistungsagentur DMB, die die Veranstaltung unterstützte.

Er selbst ist wie seine Mitstreiter auch Student an der Universität Siegen. Die künstlerische Leitung übernahm Robert Schwebs. Für den richtigen Ton und die Beschallung sorgte Marcel Groß, der mit seiner Firma großbeschallung ebenso zum Gelingen des ersten Open-Air-Versuchs von „Artgerecht: MusikWertSchätzen“ beitrug und die Technik hierfür stellte. In verschiedenen Kneipen hatte die Gruppe aus rund zehn Studenten im Winter mit der Veranstaltungsreihe begonnen.

Spontan hatte beispielsweise die Band "Dreiklang" einige Songs gespielt. Schließlich lautete auch das Motto der Veranstaltung: Jeder darf mitmachen.

Nun hat man „Artgerecht: MusikWertSchätzen“ etwas größer aufgezogen und das Open-Air-Event war ein voller Erfolg. „Wir organisieren uns hauptsächlich über Facebook und diskutieren dort die Planungen bis zur Umsetzung“, gibt Jens Hunecke Einblicke in das Wirken der Studentengruppe. Das schöne Ambiente auf der Uniwiese war vor allem der Universität selbst zu verdanken, die neben dem Platz auch die Pavillions zur Verfügung gestellt hat.

„Da haben wir viel Unterstützung erhalten“, bedankt sich Hunecke. Schon während der Proben machte Musiker Robert Schwebs die hunderten Studenten, die gerade aus ihren Vorlesungen kamen und an der Uniwiese vorbei schlenderten, darauf aufmerksam, dass am Nachmittag und Abend hier was los sein würde. Viele beteiligten sich dann auch an der Veranstaltung oder ließen sich einfach von dem „berieseln“, was geboten wurde.

Das Wetter spielte mit. Es blieb weitgehend trocken und die Studenten konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Das war einiges: Die Gruppierung „Limited Edition“ bot Songs und Szenen aus Musicals unterschiedlichster Richtungen. Das Team, das aus Wissen an der Sieg kommt, besteht aus Darstellern mit langjähriger Gesangs- und Bühnenpraxis. Die Band „Five Days and Farewell“, die 2010 beim Rockförderfestival der Stadt Siegen den zweiten Platz gemacht hatte und auch beim NRW-Tag damals auftrat, gab ihre Hits zum Besten. Zudem folgte noch ein Forumstheater.

Das bunte Programm komplettierten die Singer/Songwriter Milan Hauke, Tom Rollin und Helen Zirkel sowie die Band „Kenton“. Ihre Texte und Gedichte trugen Susanne Görtz, Matthias Irgendwasmitb, Able und Künstler Crauss vor. Sie sorgten für den literarischen Teil des Events.

Bericht: Jürgen Kirsch

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