Senioren testen Projekt "Sehr Mobil 100"

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Die Testsenioren von „Sehr Mobil 100“ zu Besuch bei den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd. Daneben auch Stephan Degen und Betriebsleiter Gerhard Bettermann von den VWS (rechts im Bild).Bildrechte: DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein e.V.

(wS/si)  Siegen – „Heute durften wir mal hinter die Kulissen der VWS schauen. Das war sehr interessant zu sehen, wie es im Alltag bei den Verkehrsbetrieben abläuft“, freut sich Helga Schäfer aus Netphen. Sie ist eine von rund 20 Senioren, die im Rahmen des 3. Nutzer-Cafés von „Sehr Mobil 100“ in den Räumlichkeiten der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd in Siegen dabei war.

Senioren testen seit einem Jahr „Sehr Mobil 100“

Die Senioren, die überwiegend aus dem Raum Siegen und Netphen kommen, testen seit einem Jahr die Anwendung „Sehr Mobil 100“ für Siegen-Wittgenstein. Diese Verkehrs- und Navigationsanwendung, die in Kürze an den Start geht, soll insbesondere älteren Menschen im Kreis helfen, möglichst schnell und einfach von A nach B zu kommen und deren Mobilität zu erhalten. Das Programm kann sowohl auf dem Computer, als auch auf dem Smartphone genutzt werden und zeigt für den individuellen Weg verschiedene Verkehrsmöglichkeiten an. Von Taxi, Bus und Bahn über private Mitfahrgelegenheiten bis hin zu einer Fußgängernavigation hilft das Programm sicher und schnell an Ort und Stelle zu kommen.

„Nutzer -Cafés in regelmäßigen Abständen

In regelmäßigen Abständen werden Nutzer-Cafés veranstaltet, um den Austausch zwischen Testsenioren und Entwicklern zu fördern. Dieses Mal hatten die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt und zugleich die Gelegenheit genutzt, um mit den Senioren ins Gespräch zu kommen.

Stephan Degen von der VWS erzählte von der interessanten Geschichte der Verkehrsbetriebe.“Im heutigen Verkehrsgebiet der VWS wurde demnach die erste Omnibuslinie der Welt gefahren. „Auf der Strecke Siegen – Netphen – Deuz fuhr am 1895 der erste Omnibus. Der Bus hatte 5 PS und fuhr angeblich eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h, die er auf den schlechten Straßen der damaligen Zeit wohl kaum erreichte“, erläuterte Degen. Gespannt lauschten ihm die Senioren und durften im Anschluss auch Fragen stellen und Kritik äußern.

Tagesablauf eines Busfahrers erfahren

Daran angeschlossen fand eine Führung durch die Räumlichkeiten der VWS statt. Hier zeigte Betriebsleiter Gerhard Bettermann, wie der Tagesablauf eines Busfahrers aussieht. Von Dienstbeginn in der Leitstelle, über den Busfuhrpark und die Werkstatt bis hin zur Waschanlage und der hauseigenen Tankstelle. „Ich hätte gar nicht gedacht, dass so viel zu einem Busfahreralltag dazugehört und wie groß es hinter den Kulissen der VWS aussieht. Wirklich sehr beeindruckend, so etwas mal zu erleben“, freut sich Seniorin Melanie Smarzoch aus Siegen. Mit neuen Eindrucken im Gepäck konnten sich die Senioren und die Entwickler des Projektes noch gemeinsam zusammensetzen, mit belegten Brötchen stärken und sich über „Sehr Mobil 100“ austauschen.

Optimale Nutzerfreundlichkeit gewährleisten

„Sehr Mobil 100“ ist in der Endphase der Entwicklung und wird in ein paar Monaten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Bis dahin wollen die 20 Senioren die Anwendung noch auf letzte Fehler und Lücken hin testen, um bei der Veröffentlichung auch eine optimale Nutzerfreundlichkeit gewährleisten zu können.

„Sehr Mobil 100“ wird vom DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein e.V.,dem Kreis Siegen-Wittgenstein, der Stadt Siegen, der Universität Siegen und weiteren Partnern entwickelt. Infos dazu unter www.sehr-mobil.de.

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