Oberfeldwebel Sven Heuel bei der Soldaten-Weltmeisterschaft

(wS/red) Erndtebrück/Drolshagen/Eindhoven – In der letzten Woche wurde in Eindhoven der „46th World Military Marathon“ ausgetragen. Oberfeldwebel Sven Heuel von der Einsatzführungsstaffel 21 des Einsatzführungsbereichs 2 vom Luftwaffenstandort Erndtebrück ging als einziger Vertreter der Luftwaffe im vierköpfigen Team der Bundeswehr (mit Stabsbootsmann Holger Wollny (Marine), Oberleutnant Max Fuchs (Sanitätsdienst) und Hauptmann Michael Arend (Heer)) an den Start.

Prominent besetztes Starterfeld

Zu Beginn diesen Jahres wurde Heuel erstmals in das Team der „Conseil International du Sport Militaire“, kurz CISM Team, der Bundeswehr berufen. Der CISM ist eine der größten Sportorganisationen der Welt. Sie organisiert global im Jahr rund 20 Weltmeisterschaften für die Soldaten der 133 Mitgliedstaaten. „Es ist immer etwas ganz besonderes seine Waffengattung als einziger repräsentieren zu dürfen, dies gilt natürlich insbesondere nochmal mehr für die Teilnahme im Rahmen eine Weltmeisterschaft“, stellte der sichtlich zufriedene Sauerländer fest.

Oberfeldwebel Sven Heuel (li.) und Stabsbootsmann Holger Wollny (re.) vom Marathonteam der  Bundeswehr vor dem Start. Foto: Bundeswehr

Oberfeldwebel Sven Heuel (li.) und Stabsbootsmann Holger Wollny (re.) vom Marathonteam der Bundeswehr vor dem Start. Foto: Bundeswehr

Immerhin hatte er die Marathondistanz von 42,195 Kilometer sogar unter drei Stunden absolviert. Das Team der Bundeswehr erreichte im prominent (wie bspw. mit Marcin Chabowski 2:15:04) und hochklassig besetzten Teilnehmerfeld den 14. Platz. Seinem Verband ist der Luftwaffensoldat dafür dankbar, „dass er die Teilnahme an dieser großartigen WM überhaupt ermöglicht hat!“

Dank an den Physiotherapeuten und Trainer

Dabei standen die Vorzeichen, gerade in den so wichtigen Vorbereitungswochen, zunächst einmal nicht wirklich gut. Während der Vorbereitung war Heuel durch Rückenprobleme stark eingegrenzt, aber „mein heimischer Physiotherapeut hat mich wieder hinbekommen“, betonte der Sportler mit einem verschmitzten Lächeln.

Leider ließ es sich aber nicht verhindern, „dass die Schmerzen bei Kilometer 30 wiederkamen“, aber wenn man bei einer Weltmeisterschaft startet, „realisiert man dies gar nicht so.“ Gerade vor diesem Hintergrund zeigte sich auch der Teamkoordinator, Hauptfeldwebel Markus Meißgeier, zufrieden mit der Leistung. Einen besonderen Dank schickt Sven Heuel aber ins heimische Drolshagen zum Heimtrainer Udo Gipperich, denn Heuel ist sich sicher: „Ohne Udo wäre diese Leistung bestimmt nicht möglich gewesen!“

Fans vor Ort

Die größten Fans waren dann überraschenderweise sogar in den Niederlanden vor Ort. „Als ich morgens noch einmal auf mein Handy schaute, traute ich meinen Augen kaum“, stellte Heuel fest, denn „meine Familie schrieb mir per SMS, dass sie gerade auf dem Weg nach Eindhoven sei und wir uns im Rahmen des Einlaufs sehen würden.“ Das war für den, bei seiner ersten WM, ohnehin motivierten Athleten natürlich nochmal ein besonderer Motivationsschub.

Doch es sollte noch besser kommen, denn die Familie schaffte es, unter den fast hundert WM-Teilnehmern aus 21 Nationen, im Startbereich zu Heuel nochmals Kontakt aufzunehmen. Eine tolle Überraschung meint der Luftwaffensoldat, denn „was gibt es schöneres als diese vor dem Start noch einmal in die Arme schließen zu können!“

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