Kommandoübergabe auf dem Hachenberg

(wS/bw) Erndtebrück – Im Rahmen eines militärischen Appells übertrug der Kommandeur Bodengebundene Verbände des Kommandos Einsatzverbände der Luftwaffe, Generalmajor Robert Löwenstein, gestern das Kommando des Einsatzführungsbereichs 2 von Oberst Martin Krüger an Oberstleutnant Lars Hoffmann.

Einmarsch der Ehrenformation, bestehend aus dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim und dem Ehrenzug des Einsatzführungsbereichs 2. Fotos: Peter Hanke/Bundeswehr

Einmarsch der Ehrenformation, bestehend aus dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim und dem Ehrenzug des Einsatzführungsbereichs 2. Fotos: Peter Hanke/Bundeswehr

„In unseren Streitkräften sind es insbesondere die militärischen Vorgesetzten, die der Truppe Gestalt und Gesicht und vor allem Charakter geben“, betonte General Löwenstein in seiner Ansprache. An Oberst Krüger gewandt formulierte er weiter, „Sie haben in diesem Anspruch und Selbstverständnis in den letzten drei Jahren diesen Verband mit zeitgemäßer Führung geprägt und die tägliche Auftragserfüllung erfolgreich sichergestellt“.

Vom Einsatzführungsbereich 2 ins Ministerium

„Als Kommandeur agierte Oberst Krüger stets mit Vorausblick, zielstrebig und entschlossen“, so Löwenstein. Im Weiteren skizzierte der Generalmajor einzelne Stationen des scheidenden Kommandeurs, wie die Einnahme der neuen Struktur, den sechsmonatigen Einsatz als „Executive Officer“ im „Regional Command North“ in Mazar-e-Sharif sowie das beispielgebende zivil-militärische Verhältnis, das sich durch die zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen der Bundeswehr mit der Gemeinde Erndtebrück demonstriere.

Im Rahmen eines militärischen Appells übertrug der Kommandeur Bodengebundene Verbände des Kommandos Einsatzverbände der Luftwaffe, Generalmajor Robert Löwenstein (M.), das Kommando des Einsatzführungsbereichs 2 von Oberst Martin Krüger (re.) an Oberstleutnant Lars Hoffmann (li.).

Im Rahmen eines militärischen Appells übertrug der Kommandeur Bodengebundene Verbände des Kommandos Einsatzverbände der Luftwaffe, Generalmajor Robert Löwenstein (Mitte), das Kommando des Einsatzführungsbereichs 2 von Oberst Martin Krüger (re.) an Oberstleutnant Lars Hoffmann (li.).

„Darüber hinaus verstand es Oberst Krüger“, so Löwenstein, „mit dem ihm eigenen weitreichenden Blick für die Erfordernisse der Zukunft die Öffnung der hiesigen Ausbildung für unsere NATO-Partner in Angriff zu nehmen. Im Kern geht es dabei darum“, erklärte der General, „dass die sehr guten Ausbildungsmöglichkeiten am Luftwaffenstandort Erndtebrück im multinationalen Rahmen noch besser zum Wohle aller beteiligten Nationen kostengünstig genutzt werden.

Der Weg der Internationalisierung war und ist noch ein langer, es bedarf sicherlich auch weiterhin noch vieler Anstöße und Erinnerungen. Die ersten Ergebnisse machen jedoch Mut auf diesem zukunftsträchtigen Weg voranzuschreiten“. Oberst Krüger führt sein Weg nun nach Berlin ins Bundesministerium der Verteidigung. Dort ist er nun als Referatsleiter mit der Wahrnehmung der Interessenvertretung in der NATO in der Abteilung Politik beauftragt.

Vor dem Hintergrund der Internationalisierung freute sich Oberst Krüger „auch über die Anwesenheit unserer internationalen Partner, von unserem Patenverband in Österreich, Herr Oberstleutnant Prieler und Herr Major Marks sowie unserer erste internationalen Ausbilderin aus Lettland, Frau Oberleutnant Andersone“.

Gleichwohl unterstrich Krüger das sehr gute Verhältnis zwischen Gemeinde und Garnison. „Sie, liebe Mitbürger, allen voran unser Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel, haben uns in Ihrer Mitte aufgenommen und als wertvollen Teil der Gemeinde betrachtet! Dies spiegelt sich nicht nur in gemeinsamen Veranstaltungen, sondern im täglichen Miteinander – im großen, öffentlichen, aber vielmehr in den vielen, täglichen Dingen.“

Von seinen Soldatinnen und Soldaten sowie den zivile Angehörigen des Einsatzführungsbereiches verabschiedete sich der Kommandeur mit dem „Schlachtruf“ des Einsatzführungsdienstes „TALLY HO“. Mit dem Ausruf “TALLY HO” bestätigen die Piloten beim Funkverkehr den Sichtkontakt zum Flugziel.

Vom Ministerium zurück zum Einsatzführungsbereich 2

Der neue Kommandeur, Oberstleutnant Lars Hoffmann, ist nicht wirklich neu am Luftwaffenstandort Erndtebrück. Als junger Leutnant führte ihn die Ausbildung zum Jägerleitoffizier im Spätherbst 1989 erstmals auf den Hachenberg. Damals, „vor 25 Jahren hätte ich nie und nimmer gedacht, dass ich eines Tages als Kommandeur dieses Verbandes vor Ihnen stehen würde“, so Hoffmann.

Generalmajor Robert Löwenstein, Oberst Martin Krüger (li.) und Oberstleutnant Lars Hoffmann (re.) bei der Kommandoübergabe.

Generalmajor Robert Löwenstein, Oberst Martin Krüger (li.) und Oberstleutnant Lars Hoffmann (re.) bei der Kommandoübergabe.

Zwischen 2006 und 2009 fungierte der in Jever lebende Stabsoffizier, am Hachenberg zudem bereits als stellvertretender Kommandeur und Leiter der Einsatzgruppe. In der Folge führte ihn der Weg als Personalführer der Offiziere des Truppendienstes im Einsatzführungsdienst nach Köln. Von dort wechselte er 2012 nach Berlin. In der Hauptstadt fungierte Oberstleutnant Hoffmann im Bundesministerium der Verteidigung zunächst als stellvertretender Referatsleiter im Bereich Personalmanagement, bevor er anschließend im Büro des Generalinspekteurs der Bundeswehr als Personalreferent des Generalinspekteurs eingesetzt wurde.

„Ich übernehme von Oberst Krüger einen leistungsstarken Einsatz-Verband mit modernem Material, aber vor allem – und das steht im Mittelpunkt – mit sehr gut ausgebildetem und bestens motiviertem Personal“, stellte Oberstleutnant Hoffmann im Rahmen seiner Ansprache zunächst fest. „Ich kann Ihnen versichern, dass ich mich riesig auf meine neue Aufgabe und auf Sie alle freue. Und wenn ich mir eines über all die Jahre erhalten habe, dann ist es meine ungebremste Neugier auf Menschen. Mir geht das Herz auf, zu sehen, wie sehr wir als Bundeswehr in dieser Region von der Zivilbevölkerung anerkannt und geschätzt werden.“

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