„An die Töpfe, fertig, los!“

Stabsgefreiter Länder jetzt Teil der Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr

(wS/red) Erndtebrück 17.11.2016 | Dass man am Luftwaffenstandort Erndtebrück sehr gut essen kann, hat sich nicht nur innerhalb der Bundeswehr herumgesprochen. Auch die vielen externen Gäste äußern sich immer wieder lobend über die sehr hohe Qualität. Dass in der Hachenberg-Kaserne aber sogar auf Topniveau gekocht wird, zeigt die Aufnahme des Erndtebrücker Stabsgefreiten Danilo Länder in die Koch-Nationalmannschaft (KNB) der Bundeswehr.

Luftwaffensoldat holt 3. Platz bei „Culinary Military Challenge“

Stabsgefreiter Länder, Mitglied der Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr, kocht auch im Hachenberg Casino auf Topniveau. (Fotos: Joshua Breit)

Stabsgefreiter Länder, Mitglied der Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr, kocht auch im Hachenberg Casino auf Topniveau. (Fotos: Joshua Breit)

Im fernen Schleswig-Holstein musste sich der Stabsgefreite bei der sogenannten „Culinary Military Challenge“ in Plön erst gegen seine Mitbewerber durchsetzen. Hier galt es, in drei unterschiedlichen Kategorien zu bestechen. Im Zuge der Warenerkennung mussten zunächst 20 Lebensmittel erkannt werden. Klingt erst mal nicht so schwer, aber darunter waren bspw. neben dem Rehrücken auch Dinkelspaghetti und Himbeeressig klar zu identifizieren. Anschließend wartete der „Mystery Basket“, ein Überraschungskorb aus dem ein 3-Gang-Menü entstehen sollte, auf Länder und seine Konkurrenten. Für die Arbeitsvorbereitung nebst Ablaufplan hatten die Kontrahenten dann 70 Minuten zur Verfügung. Schließlich wurde gekocht und in vier Stunden entstand das Menü, das mit der Vorspeise, einer Zanderroulade im Speckmantel mit Meerrettichschaum, Karottensalpicon und Bulgurpilaw begann. Rehrücken mit Pfeffer-Schalottenhaube, Malzbier-Vanillejus, Rahmrotkohl im Schmelzapfel und Kartoffel-Petersilienplätzchen gab es zum Hauptgang und als Nachspeise kam dann noch eine Mousse au chocolate im Biskuitmantel, mit PortweinPflaumenragout und Salbeihippe auf den Tisch. Der 35-jährige Luftwaffensoldat aus der Edergemeide erkochte sich damit einen tollen dritten Platz, der ihm die Aufnahme in die Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr ermöglichte.

Länder zu Länderwettkämpfen

Stabsgefreiter Länder (r.) und Oberstabsgefreite Volmert (l.). Ein gutes Team in der Küche.

Stabsgefreiter Länder (r.) und Oberstabsgefreite Volmert (l.). Ein gutes Team in der Küche.

„Ja, es geht zu nationalen und internationalen Wettkämpfen, wie zum Beispiel die diesjährige Olympiade der Köche in Erfurt, bei der die KNB in der Kategorie Mannschaftsverpflegung den zweiten Platz belegte“, berichtet der Feudinger. Künftig wird die Bundeswehr Stabsgefreiten Länder also auch zu Länderwettkämpfen entsenden. Als „Wiedereinsteller“ hat er den Weg zurück zur Bundeswehr gewählt. Warum? „Ich habe meinen Dienst bei der Bundeswehr wieder aufgenommen, weil mir hier aufgrund der klar geregelten Arbeitszeiten die Möglichkeit geboten wird, Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen“, erklärt der Vater von vier Kindern. Für den Luftwaffensoldaten geht mit der Aufnahme in die Koch-Nationalmannschaft ein Traum in Erfüllung und es ist ihm wichtig, sich zu bedanken: „Der Dank geht an meine Kameradinnen und Kameraden von der Einsatzführungsausbildungsinspektion 23, Oberstabsgefreite Alexandra Volmert aus der Küche, den Vorstand des HachenbergCasino und ganz besonders an meine Frau Fabienne, die meine Bewerbung erst möglich gemacht haben.“ Nein – einfach war es trotzdem nicht, aber „die Herausforderung habe ich gern angenommen und die erworbenen Erfahrungen sind nicht zu ersetzen!“

Stabsgefreiter Länder (l.) und Oberstabsgefreiter Schmidt (r.). Chef in der Küche, doch auch geschätzter Kamerad.

Stabsgefreiter Länder (l.) und Oberstabsgefreiter Schmidt (r.). Chef in der Küche, doch auch geschätzter Kamerad.

Stabsgefreiter Länder, schätzt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und kehrte darum als „Wiedereinsteller“ zurück zur Bundeswehr.

Stabsgefreiter Länder, schätzt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und kehrte darum als „Wiedereinsteller“ zurück zur Bundeswehr.

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