Tanja Wagener (MdL) besucht „Haus Burgweg“ in Burbach

„Gesetzesnovelle darf Eingliederung nicht gefährden“

(wS/red) Burbach 09.11.2016 | Auf Einladung von Friedhelm Jung, des 1. Vorsitzenden des Fördervereins Kinderzuhause Burbach e.V., besuchte Tanja Wagener (SPD-MdL) jetzt ‚Haus Burgweg‘. Die bekannte Wohneinrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit körperlichen, seelischen und geistigen Behinderungen sowie komplexen Mehrfachbehinderungen hat Bethel.regional vor einigen Jahren von der DRK-Kinderklinik Siegen übernommen.

Tanja Wagener (SPD-MdL, 3.v.l.) besuchte ‚Haus Burgweg‘ in Burbach; ihre Gesprächspartner waren (übrige Personen v.l.n.r.) Friedhelm Jung, Thomas Puchelt, Anja Hillebrand und Markus Treptow. (Fotos: privat)

Tanja Wagener (SPD-MdL, 3.v.l.) besuchte ‚Haus Burgweg‘ in Burbach; ihre Gesprächspartner waren (übrige Personen v.l.n.r.) Friedhelm Jung, Thomas Puchelt, Anja Hillebrand und Markus Treptow. (Fotos: privat)

„Wir sind stolz auf dieses Haus“, betonte Friedhelm Jung und lobte den neuen Träger: „Bethel.regional hat das Haus 2013 für rund 2,5 Millionen Euro komplett saniert und barrierefrei umgebaut.“ Die Einrichtung umfasst 28 Einzelzimmer mit Bad, die in vier Wohngruppen mit jeweils eigener Küche und einem gemütlichen Wohn- und Essbereich aufgeteilt sind.

Gesprächsthema war auch das geplante neue Bundesteilhabegesetz (BTG). Bethel-Regionalleiterin Anja Hillebrand sowie die beiden Bereichsleiter Markus Treptow und Thomas Puchelt äußerten die Sorge, dass die Eingliederung behinderter Menschen bei dieser Gesetzesnovelle in den Hintergrund treten könnte. Dazu erklärte Tanja Wagener (SPD-MdL): „Noch ist das Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene nicht abgeschlossen. Wichtig ist, dass sich der Bund künftig nachhaltig an den Kosten in diesem Bereich beteiligt. Auch ich bin der Meinung, dass es dabei nicht zu einer Reduzierung auf bloße Pflegedienstleistungen kommen darf. Behinderte Menschen benötigen darüber hinaus weiterhin wirksame Unterstützung bei der Eingliederung.“ Nur so könne ihnen Teilhabe ermöglicht werden, unterstrich Wagener.

Rundgang durch das ‚Haus Burgweg‘ in Burbach: Anja Hillebrand, Thomas Puchelt, Markus Treptow und die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Tanja Wagener (v.l.n.r.).

Rundgang durch das ‚Haus Burgweg‘ in Burbach: Anja Hillebrand, Thomas Puchelt, Markus Treptow und die heimische SPD-Landtagsabgeordnete Tanja Wagener (v.l.n.r.).

Die SPD-Politikerin lobte das große Engagement des Fördervereins. In den vergangenen 12 Jahren konnten erhebliche Spenden eingenommen werden, die ‚Haus Burgweg‘ zugute gekommen sind. „Die Zahlungen, die der Landschaftsverband (LWL) im Rahmen der Eingliederungshilfe an uns leistet, würden alleine nicht ausreichen, um vorhandene Zusatzangebote zu finanzieren“, hoben Anja Hillebrand und ihre Kollegen hervor.

Zur Personalsituation: 73 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich insgesamt 36 Personalstellen teilen, sind für die Pflege und Betreuung der 28 jungen Menschen im Alter von sieben bis 40 Jahren verantwortlich. Die Fachkraftquote liegt bei 75 Prozent, wie Tanja Wagener auf Nachfrage erfuhr. Besonders arbeitsintensiv sind die Nachmittage und Abende, nachdem die Bewohner/innen von der Arbeit oder aus der Schule in die Einrichtung zurückgekehrt sind. Diese Arbeitszeiten seien nicht besonders attraktiv, was mitunter Schwierigkeiten bei der Personalakquise verursache, so Markus Treptow.

Bei einem abschließenden Rundgang durch das Gebäude zeigte sich Tanja Wagener (MdL) von den freundlich gestalteten Räumen beeindruckt: „Die Voraussetzungen für die hier lebenden jungen Leute sind optimal“, unterstrich die Landtagsabgeordnete und fügte hinzu: „Sehr gut finde ich auch die zentrale Lage des Hauses.“ Diese trägt mit dazu bei, dass die Einrichtung in Burbach bestens verankert ist. So gibt es z.B. enge Kontakte zu örtlichen Vereinen und den beiden Kirchengemeinden.

.

Anzeige/WerbungJetzt clever werben bei wirSiegen.de – Infos hier
[adrotate group="28"]