Verbundenheit mit dem Hachenberg

Ehemalige Soldaten und Beschäftigte informieren sich am Luftwaffenstandort Erndtebrück

(wS/red) Erndtebrück 25.11.2016 | Zum traditionellen Ehemaligentreffen am Luftwaffenstandort Erndtebrück begrüßten der Standortälteste und Kommandeur des Einsatzführungsbereich 2, Oberst Lars Hoffmann, sowie der Leiter des Systemzentrum 25, Oberstleutnant Jens Sauer, in diesem Jahr wieder über 70 ehemalige Soldaten und Beschäftigte als Gäste im Casino auf dem Hachenberg.

Oberst Lars Hoffmann begrüßte über 70 ehemalige Soldaten und Beschäftigte im Hachenberg Casino.  (Foto: Joshua Breit)

Oberst Lars Hoffmann begrüßte über 70 ehemalige Soldaten und Beschäftigte im Hachenberg Casino. (Foto: Joshua Breit)

Am Luftwaffenstandort wird weiter investiert

Auch dieses Jahr konnten die beiden Dienststellenleiter wieder über interessante Neuigkeiten aus den Dienststellen in der Hachenberg-Kaserne berichten. „Ich freue mich immer, Ehemalige hier oben auf dem Hachenberg wiederzusehen, unterstreicht das doch die Verbundenheit mit der alten Wirkungsstätte“ erklärte Oberst Hoffmann im Gespräch. Anschließend informierte er über die derzeit laufenden Infrastrukturmaßnahmen wie den begonnenen Neubau von Unterkünften und den Neubau der Ausbildungs-/ Trainings- und Testeinrichtung (ATT). Mit letzterer Baumaßnahme entsteht ein hochmodernes Gebäude, in dem die gesamte Ausbildung im Bereich des Einsatzführungsdienstes unter einem Dach mit neuer Systemtechnik zusammengefasst wird. Oberst Hoffmann begrüßte diese weiteren Baumaßnahmen: “Das freut uns sehr. Es gibt nicht viele Kasernen, in denen in diesem Umfang investiert wird.“ Technische Neuerungen werden sich auch künftig ständig im Bereich des CRC ergeben, wo die Regeneration des Gefechtsführungssystems geplant ist.

Wieder einmal volles Haus im Hachenberg Casino. Über 70  ehemalige Soldaten und Beschäftigte informierten sich über die neusten Ereignisse. (Foto: Peter Hanke)

Wieder einmal volles Haus im Hachenberg Casino. Über 70 ehemalige Soldaten und Beschäftigte informierten sich über die neusten Ereignisse. (Foto: Peter Hanke)

Neben vielen weiteren Terminen und Herausforderungen war der Verband im vergangenen Jahr auch im Bereich der Flüchtlingshilfe gefordert. Mit über 100 Soldatinnen und Soldaten wurden verschiedene Einrichtungen bei Betreuung und Versorgung von Flüchtlingen unterstützt. Auch zum Bundesamt für Migration und

Flüchtlinge (BAMF) ist Personal des Verbandes abgestellt. Aktuell nehmen hier noch 4 Soldaten Tätigkeiten im Bereich der Erfassung von Flüchtlingen wahr. Oberst Hoffmann: „Neben unserem Dauereinsatzauftrag sind solche Einsätze eine Herausforderung, aber wir machen die Arbeit gerne, denn sie dient einem guten Zweck.“

50 Jahre Garnison

Ein Höhepunkt in diesem Jahr war die Durchführung des Großen Zapfenstreiches am 28. April, der anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Garnison“ als Geschenk an die Gemeinde im Pulverwaldstadion unter großer Beteiligung der Bevölkerung stattfand. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde bei den Vorbereitungen und der Durchführung dieses Ereignisses war perfekt“, lobte Oberst Hoffmann das stets gute Miteinander zwischen der Gemeinde Erndtebrück und der Luftwaffe. Zeitgerecht zum Jubiläum wurde durch Hauptmann Christian Hauck und Hauptmann Jan-Henrik Koßmann die Festschrift „50 Jahre Luftwaffenstandort Erndtebrück“ veröffentlicht. An deren Erstellung haben die beiden Offiziere mit reger Unterstützung von zahlreichen ehemaligen Soldaten und Zivilbeschäftigten gut zwei Jahre gearbeitet. Sie erzählt auf 222 Seiten die „Geschichte und Geschichten“ des Luftwaffenstandortes. Für die Teilnehmer des Ehemaligentreffens standen im Casino selbstverständlich genug Exemplare bereit. Alle anderen Interessierten haben auch weiterhin die Möglichkeit, sich eine Ausfertigung der Festschrift zu sichern. Mit einer Spende können Sie das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar unterstützen. Hierzu wird um vorherige Kontaktaufnahme per Telefon (02753/604 2222) oder E-Mail (EinsFueBer2Info@bundeswehr.org) gebeten.

Oberstleutnant Jens Sauer informierte über Aufbau und Fähigkeiten des Systemzentrum 25. (Foto: Peter Hanke)

Oberstleutnant Jens Sauer informierte über Aufbau und Fähigkeiten des Systemzentrum 25. (Foto: Peter Hanke)

Fähigkeiten unverzichtbar

Im Anschluss stellte Oberstleutnant Sauer den Aufbau und die Fähigkeiten des Systemzentrum 25 (SysZ 25) vor. Das SysZ 25 entwickelt und betreut System- und Softwarelösungen für den gesamten Bereich des Flugführungsdienstes der Luftwaffe. Die Angehörigen der Dienststelle sind zum großen Teil hochspezialisiertes IT-Personal, das Unterstützungsleistungen für die Einsatzverbände stellt, die so nicht durch die Industrie abgedeckt werden können. Oberstleutnant Sauer betonte: „Die im SysZ 25 abgebildeten Fähigkeiten sind auch zukünftig unverzichtbar für die Luftwaffe. Davon bin ich fest überzeugt.“

Austausch mit den „Aktiven“

Im Anschluss an die Vorträge nutzten die nun gut informierten Teilnehmer die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den aktiven Soldatinnen, Soldaten und Beschäftigten. Diese Gespräche in gemütlicher Runde in den Räumen des Hachenberg-Casinos sind mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Schließlich treffen sich zu dieser Veranstaltung keine „fremden Menschen“. Viele der Anwesenden verbindet jahrelange gemeinsame Dienstzeit und auch Freundschaften. So ist es keine Überraschung, dass man die Gelegenheit nutzt, um sich auch bei den nicht streng dienstlichen Angelegenheiten auf den neuesten Stand zu bringen.

Auch in diesem Jahr nutzten die Ehemaligen nach dem offiziellen Teil wieder einmal die Gelegenheit zum intensiven Austausch innerhalb der „Hachenberg-Familie“. (Foto: Joshua Breit)

Auch in diesem Jahr nutzten die Ehemaligen nach dem offiziellen Teil wieder einmal die Gelegenheit zum intensiven Austausch innerhalb der „Hachenberg-Familie“. (Foto: Joshua Breit)

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