Polizeistatistik nach den Feiertagen: 680 Polizeieinsätze gezählt

(wS/ots) Siegen-Wittgenstein 27.12.2023 |

680 Polizeieinsätze standen nach den Feiertagen, einschließlich dem 23.12., zu Buche. Ganz ruhige Weihnachten waren es also nicht für die Polizei. Insgesamt 16 Strafanzeigen wegen Delikte „gegen die persönlichen Rechtsgüter“ mussten die Polizeibeamtinnen und -beamte über die Feiertage fertigen. Hinter diesem Begriff verbergen sich acht Körperverletzungen, vier Bedrohungsfälle, ein Stalkingfall sowie drei Widerstandshandlungen bzw. tätliche Angriffe gegen die Polizei. Die meisten Fälle fanden im familiären oder nachbarschaftlichen Umfeld statt. Glücklicher Weise sind gravierende Folgen ausgeblieben.

Die Widerstandshandlungen ergaben sich nach einer Verkehrsunfallflucht (siehe hierzu weiter unten), nach einer Bedrohung (eine 14-jährige Beteiligte schlug nach einer Polizeibeamtin) sowie bei einem Polizeieinsatz im Rahmen einer Tanzveranstaltung in Bad Berleburg – Dotzlar.

Über die Feiertage kam es zudem zu sechs Einbrüchen in Wohnungen sowie drei weiteren Einbruchsversuchen in Wohnungen. Fünf der Einbrüche ereigneten sich in Siegen (verschiedene Stadtteile).

Bei einem Einbruch in Kellerräume in der Wilhelm-Münker-Straße erbeuteten die Diebe fünf hochwertige E-Bikes sowie einen E-Scooter. Der Beuteschaden dürfte mehr als 20.000 Euro betragen. Tatzeitraum war der 24. Dezember zwischen 10:00 Uhr morgens und 21:50 Uhr. Das Kriminalkommissariat 5 hat hier die Ermittlungen bereits übernommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0271 / 7099 – 0 zu melden.

Bei einem Einbruch in ein leerstehendes Mehrfamilienhaus in der Siegstraße nachts am 26. Dezember gegen 03:50 Uhr konnte die Polizei einen 27-jährigen
Einbrecher auf frischer Tat festnehmen. Die alarmierten Einsatzkräfte umstellten das Objekt und konnten bei der anschließenden Durchsuchung den Täter im Haus auffinden. Der Mann war zum Zeitpunkt des Einbruchs mit über 2 Promille deutlich alkoholisiert. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 27-Jährige auf Anordnung der Staatsanwaltschaft entlassen.

Auch im Bereich des Straßenverkehrs gab es für die Ordnungshüter einiges zu tun.
So kam es allein über die Feiertage zu sieben Verkehrsunfallfluchten. In zwei Fällen konnte ein jeweils unter Alkoholeinfluss stehender Fahrer ermittelt werden.

Am 26. Dezember verunfallte ein 31-jähriger Golffahrer zunächst auf der HTS zwischen Geisweid und Buschhütten. Hier beschädigte er sowohl die rechtsseitigen Leitplanken als auch die Mittelleitplanke. Er setzte seine Fahrt weiter fort. In der Ausfahrt der Anschlussstelle Buschhütten kam es anschließend zu einem weiteren Unfall. Hier fuhr er gegen ein Verkehrszeichen. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit. Aufgrund von ausgelaufenen Betriebsstoffen musste die HTS in Fahrtrichtung Kreuztal gesperrt und gereinigt werden. Dem 31-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als 1,5 Promille. Die Polizei stellte den Führerschein sicher. Der Gesamtschaden dürfte deutlich über 6.000 Euro liegen.

Bei dem zweiten Unfall handelte es sich um einen Vorfall vom 24. Dezember. Dabei kam es im Bereich der HTS-Abfahrt Geisweid gegen ca. 22:00 Uhr zu einem
Verkehrsunfall. Hier prallte ein Smart in die Leitplanken. Anschließend fuhr der 31-jährige Fahrer zunächst weiter, bevor er auf der Weidenauer Straße stehenblieb. Der Fahrer war deutlich alkoholisiert. Er war hochgradig aggressiv.

Bei der Fahrt zur Polizeiwache sowie der anschließenden Blutprobe beleidigte der Mann immer wieder die Einsatzkräfte und bespuckte sie zudem. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der 31-Jährige gar keinen Führerschein besitzt. Der Smart war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Sach-schaden dürfte deutlich über 3.000 Euro liegen. Beide Fahrzeugführer erwartet nun eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung und Verkehrsunfallflucht, im zweiten Sachverhalt kommt zudem noch eine Anzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis hinzu.

 
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