Aus für die Eishalle: Stadt Netphen und Rat halten an Schließungsbeschluss fest

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(wS/ne) Netphen 14.07.2026 | Die Stadt Netphen und die im Rat vertretenen Fraktionen haben sich intensiv mit der Petition „Rettet die Eishalle“ sowie den von Initiator Ouday Tabbarah vorgestellten Überlegungen zur Zukunft der ehemaligen Eishalle befasst. In einem gemeinsamen Schreiben haben die Fraktionen ihre Entscheidung nun gegenüber dem Petitionsinitiator begründet.

Zunächst sprechen Rat und Verwaltung Herrn Tabbarah ihren Dank für das große ehrenamtliche Engagement sowie den erheblichen zeitlichen Einsatz aus. Der Einsatz für den Erhalt der Eishalle zeige, welche Bedeutung das Thema für viele Menschen in der Region hat.

Gleichzeitig weisen die Fraktionen darauf hin, dass sich Rat und Verwaltung bereits seit vielen Jahren mit der Zukunft der Eishalle beschäftigen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zahlreiche Modelle und Betreiberkonzepte geprüft sowie externe Fachgutachter hinzugezogen, um die technischen, baurechtlichen, immissionsschutzrechtlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen einer möglichen Wiederinbetriebnahme umfassend bewerten zu können.

Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Stadt sowie des erheblichen Investitionsbedarfs bei kommunalen Pflichtaufgaben ist der Rat zu der Entscheidung gelangt, eine dauerhaft defizitäre Eishalle nicht weiter verantworten zu können. Deshalb wurde bereits der Beschluss gefasst, die Nutzung des Gebäudes aufzugeben.

Im Rahmen eines gemeinsamen Austauschs mit Herrn Tabbarah am 6. Mai 2026 erhielten die Fraktionen Gelegenheit, das von der Initiative vorgestellte Konzept kennenzulernen. Dabei standen insbesondere Fragen nach der langfristigen wirtschaftlichen Tragfähigkeit, einer gesicherten Finanzierung, der Berücksichtigung rechtlicher und baulicher Anforderungen sowie den organisatorischen Voraussetzungen für die Umsetzung im Mittelpunkt.

Nach eingehender Prüfung kamen die Fraktionen zu dem Ergebnis, dass die vorgestellten Ideen gegenüber den bereits bekannten Erkenntnissen keine entscheidenden neuen Gesichtspunkte aufzeigen. Aus Sicht der Fraktionen wurde kein belastbarer und nachvollziehbarer Weg dargelegt, der erwarten lässt, dass die bestehenden Herausforderungen erfolgreich bewältigt und die angestrebten Ziele dauerhaft erreicht werden können.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Fraktionen entschieden, an dem bestehenden Ratsbeschluss festzuhalten und den nach zahlreichen Prüfungen und Beratungen abgeschlossenen Entscheidungsprozess nicht erneut zu eröffnen.

Rat und Verwaltung danken allen Beteiligten ausdrücklich für den sachlichen Austausch sowie das Engagement. Unabhängig von unterschiedlichen Bewertungen sei der offene Dialog ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Entscheidungsfindung.

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