(wS/red) UPDATE (ots) 28.11.2025 | Update – Am gestrigen späten Abend lag das Ergebnis der Sondereinheit der Feuerwehr aus Dortmund (Analytische Task Force) vor: Es handelte sich um eine ungefährliche Substanz. Was aber genau in dem Brief enthalten war, konnte die Spezialeinheit nicht sagen.
Daher hat am heutigen Tag die Siegener Kriminalpolizei einen Untersuchungsantrag an das Landeskriminalamt gestellt. Beim LKA wird nun der Brief auf mögliche Spuren sowie auf die Bestimmung der Substanz untersucht. Das Ergebnis eines Vortestes wurde durch das LKA vor wenigen Minuten mitgeteilt. Demzufolge konnte das Pulver mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bestimmt werden und es handelt sich tatsächlich um eine harmlose Substanz. Die Untersuchungen werden weiter fortgeführt.
Aus ermittlungstaktischen Gründen können weitere Angaben derzeit nicht gemacht werden.
Am Donnerstag (27.11.2025) ist es zu einem Großeinsatz der Feuerwehr im Eingangsbereich der Siegener Polizei gekommen.
Ersten Erkenntnissen nach erschien gegen 16:30 Uhr eine 41-jährige Frau auf der Polizeiwache in Weidenau. Sie brachte ein anonymes Schreiben mit, welches ihre Mutter am heutigen Tag bekommen hatte. In diesem Schreiben befand sich weißes Pulver. Die 41-Jährige, ihr 11-jähriger Sohn und ihre 76-jährige Mutter sind mit dem Pulver im häuslichen Umfeld in Berührung gekommen.
Wegen der weißen pulvrigen Substanz alarmierte die Polizei die Feuerwehr. Diese lösten einen Großeinsatz im Eingangsbereich der Polizeiwache in Weidenau aus. Der Eingangsbereich wurde abgesperrt. Die Feuerwehr baute vor der Wache eine sog. Dekontaminierungsstraße auf. Die 41-Jährige, ihre 76-jährige Mutter, ihr 11-jähriger Sohn und ein unbeteiligter 42-Jähriger mussten diese durchlaufen. Anschließend kamen die Personen zur Überwachung in Krankenhäuser.
Die Feuerwehr alarmierte außerdem die Analytische Task Force aus Dortmund, um das Pulver zu testen. Das Ergebnis war negativ. Es handelte sich demnach nicht um eine gefährliche Substanz. Polizisten stellten den Brief mit dem Pulver sicher. Alle vier Personen blieben unverletzt und konnten die Krankenhäuser wieder verlassen.
Trotz des Großaufgebots der Feuerwehr und der Sperrung der Polizeiwache, war der Dienstbetrieb der Polizei zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt.
Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
INFO DER FEUERWEHR
In der Kreispolizeibehörde Siegen wurde am heutigen Nachmittag ein Briefumschlag mit
weißem Pulver abgegeben. Um 16:50 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr und den
Rettungsdienst mit dem Stichwort ABC 3 in die Weidenauer Straße. Das Gebäude wurde
vorsorglich geräumt und der Bereich abgesperrt. Feuerwehr und Polizei leiteten sofort alle
notwendigen Maßnahmen ein. Parallel nahm die Polizei die Ermittlungen zum Hintergrund
des Vorfalls auf.
Der Einsatz der Feuerwehr konzentrierte sich zunächst auf die Erkundung der Lage sowie
die Betreuung der betroffenen Personen. Ein Fachberater Chemie wurde hinzugezogen. Mit
den Messgeräten der Feuerwehr konnte kein Gefahrstoff nachgewiesen werden. Da diese
Geräte nicht alle Stoffe identifizieren können, wurden Spezialkräfte der Feuerwehren Essen
und Dortmund angefordert.
Vier Personen, die unmittelbar mit dem Pulver in Kontakt gekommen waren, wurden vom
Rettungsdienst betreut. Sie wurden – rein vorsorglich und noch vor Vorliegen der Analyse –
vollständig dekontaminiert und anschließend zur medizinischen Überwachung in umliegende
Krankenhäuser transportiert. Zwei weitere Personen wurden gebeten, bis zur Klärung des
Sachverhalts im häuslichen Umfeld zu verbleiben. Inzwischen konnten alle Betroffenen
wieder entlassen werden.
Die Analytischen Taskforces der Feuerwehren aus Dortmund und Essen führten vor Ort
umfassende Untersuchungen durch und konnten gegen 23:15 Uhr Entwarnung geben:
Das Pulver ist ungefährlich. Eine Gefährdung für Beschäftigte oder Bevölkerung hat nicht
bestanden.
Nach der Entwarnung wurden die Maßnahmen vollständig zurückgefahren und die
Einsatzstelle an die Polizei übergeben, die die weiteren Ermittlungen führt.
„Ich danke allen eingesetzten Kräften für die sehr gute und reibungslose Zusammenarbeit“,
sagte Einsatzleiter Thomas Jung. „Besonders hervorheben möchte ich die Unterstützung
durch die analytischen Taskforces und die enge Abstimmung mit der Kreispolizeibehörde
Siegen-Wittgenstein.“
Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im
Einsatz. Der Einsatz endete um 23:30 Uhr.
Siegen 27.11.2025 | ERSTMELDUNG | Ein verdächtiger Brief hat am Donnerstagnachmittag in Siegen-Weidenau einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften ausgelöst. Gegen 17 Uhr rückte die Feuerwehr aus, nachdem bei der Polizei ein Brief abgegeben wurde, aus dem beim Öffnen eine unbekannte weiße Substanz hervorgetreten sein soll.
Die Kreispolizeibehörde wurde vorsorglich abgesperrt. Das Einsatzstichwort „ABC3“ – üblich bei potenziell gefährlichen Stoffen – führte zu einem Großaufgebot von Feuerwehr, Rettungsdienst und Fachkräften. Der Verkehr kam rund um die Einsatzstelle ins Stocken; es kam zu spürbaren Behinderungen.
Fachleute untersuchten am Abend das unbekannte Material. Über die Zusammensetzung des Pulvers lagen zunächst noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Weitere Informationen folgen.



Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de
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