Volt-Fraktion stellt zwei Anträge für Juli-Ratssitzung: Baum zur Geburt und Rauchverbot im Freibad

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(wS/vo) Siegen 12.06.2026 | Die Volt-Fraktion im Rat der Stadt Siegen hat zwei Anträge für die Ratssitzung am 16. Juli 2025 eingereicht. Fraktionsvorsitzender Samuel Wittenburg und seine stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nadine Henninger wollen damit sowohl einen Beitrag zum Klimaschutz als auch zum Gesundheitsschutz in der Stadt leisten.

Baum zur Geburt: Gutschein für Neugeborenen-Familien

Mit dem Antrag „Ein Baum zur Geburt“ fordert Volt, dass Familien mit Wohnsitz in Siegen künftig zur Geburt eines Kindes einen Gutschein für einen kostenlosen Baum erhalten. Der Gutschein soll in die bereits bestehende Informations- und Gutscheinmappe aufgenommen werden, die das Familienbüro nach der Geburt ausgibt. Die Familien sollen aus einer Liste klimaresilienter und standortgerechter Baumarten wählen können. Die Ausgabe ist einmal jährlich geplant – etwa durch eine gemeinsame Übergabe durch den Bürgermeister.

Hintergrund des Antrags ist nach Angaben der Fraktion die bisherige Entwicklung des städtischen Programms „800 Bäume für Siegen“: Das ursprüngliche Ziel sei deutlich verfehlt worden – im Herbst 2024 seien erst 136 Bäume gepflanzt worden, mit knapp 30 weiteren vorgesehenen Pflanzungen. Als wesentliches Problem habe sich herausgestellt, dass geeignete Standorte im öffentlichen Raum nicht überall leicht zu finden seien. Volt sieht in der Einbeziehung privater Grundstücke einen sinnvollen Ergänzungsansatz: Die Familien pflanzten und pflegten die Bäume selbst, was der Stadt Folgekosten erspare. Finanziert werden solle das Programm über bestehende Mittel für Stadtgrün, Klimaanpassung oder das laufende Baumprogramm.

Rauchverbot in Freibädern: E-Zigaretten eingeschlossen

Der zweite Antrag zielt auf eine Änderung der Badeordnung. Volt beantragt, § 5 Absatz 13 der Badeordnung der Stadt Siegen dahingehend zu ändern, dass Rauchen in Freibädern generell nicht gestattet ist – ausdrücklich einschließlich E-Zigaretten, Verdampfern und vergleichbaren Produkten. Die Verwaltung soll die neue Regelung durch geeignete Hinweisschilder in den Freibädern sichtbar machen.

Zur Begründung verweist die Fraktion auf den besonderen Charakter von Freibädern als Orte, die in hohem Maße von Kindern, Jugendlichen und Familien genutzt werden. Auf Liegewiesen, in Wartebereichen und rund um die Becken sei ein Ausweichen vor Rauch und Dampf oft kaum möglich. Zusätzlich nennt Volt die Brandgefahr durch achtlos weggeworfene Zigaretten in den Sommermonaten als Argument. Die ausdrückliche Einbeziehung von E-Zigaretten solle sicherstellen, dass die Regelung eindeutig und zeitgemäß ist.

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