Dritte Biennale mit "Hochkarätern" im Programm

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Die Organisatoren und Sponsoren der 3. Siegener Biennale mit dem Preisträgerbild von Beltracci und dem Logo der 3. Biennale(oben rechts) vor dem Apollotheater. Fotos:Rita Lehmann

(wS/rile) Siegen – Grüne Luftballons mischen sich derzeit ins Stadtbild und rufen: „Klau mich!“ Einige Bürger waren dem Aufruf heute Vormittag bereits gefolgt und hatten die Ballons mit dem fröhlich-frechen Logo, die an der Brücke zum Apollo-Theater angebracht waren, „geklaut“. Die lustigen Luftballons werfen – auch im Hinblick auf die Finanz- und Bankenkrise -nicht nur die Frage auf „Wenn Klauen erlaubt und legal ist – bleibt es nicht trotzdem noch Klauen?“, sondern weisen auch auf ein Ereignis hin, dass sich in diesem Jahr zum 3. Mal wiederholt: Es ist wieder Biennale-Zeit.

Und wieder beginnt dieses große Event an einem symbolträchtigen Datum – am Vorabend des traditionellen „Tag der Arbeit“. „Und“, so Intendant Magnus Reitschuster , „die Theaterfachwelt könnte sich wie bei den vergangenen Biennalen wieder wundern, was sich in dieser noch jungen Theaterstadt an Hochkarätigem versammelt!“

Im weißen Pagodenzelt vor dem Theater gibt es viele Highlights

Ein blütenweißes Pagodenzelt wird sich vor das Portal des Apollo-Theaters legen und für 19 Tage Austragungsstätte für kulturelle Highlights sein. Aber auch im Apollo-Theater findet die Biennale statt. Hochkarätiges Theater wie zum Beispiel „Das Himbeerreich“, in der Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin,Musikalisches der Philharmonie Südwestfalen mit „Das Rheingold“ oder auch das Schauspielhaus Bochum mit dem Stück „Liliom“, wird sicher wieder viele Theater- und Musikfreunde aus dem Siegerland sowie der näheren und weiteren Umgebung anlocken.

Auch die 3. Siegener Biennale wäre nicht möglich, ohne die Unterstützung vieler Sponsoren, die ja, so Magnus Reitschuster, „eigentlich Mäzene sind“. Sponsoring, so der Intendant, sei ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, Mäzene gäben aus Idealismus, aus Engagement für das große Ganze einer Stadt und Region und aus Freude an der Kunst. Seinen Dank richtete Reitschuster an alle, die dazu beigetragen haben.

Thema “ Bankenpleite“ mit vielen Facetten

„Märkte & Menschen“ ist die diesjährige Biennale, die vom 30. April bis 18. Mai stattfindet, überschrieben. Die Organisatoren haben sich in diesem Jahr für ein ausgefallenes Logo entschieden, welches das Festival begleiten soll: Ein Herr im Anzug, zusammen mit dem Räuber Hotzenplotz! Der gedankliche Hintergrund, mit dem dieses Logo gewählt wurde, wirft die intelektuelle Frage mit Hinweis auf die Bankenpleite auf: „Darf man Josef Ackermann und den Räuber Hotzenplotz in eine Reihe stellen, wie in diesem Logo geschehen? Magnus Reitschuster antwortete daraufhin mit einem klaren „Nein, das darf man nicht. Keinesfalls. Mat tut damit dem armen Hotzenplotz Unrecht, der eine Kaffeemühle stahl und deshalb in den Knast musste…“

 Biennale-Preis für das Bild „La Horde“ von Beltracci

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz enthüllte Magnus Reitschuster auch den Biennale-Preis 2014. Man habe überlegt, welcher Preis mit dem Erkenntniswert mithalten könne, den die grieschischen Staatsanleihen des Jahres 2012 erbracht haben. Die Jury wählte das Bild „La Horde“ aus das von dem gerade einsitzenden Künstler Beltracci erfunden und als echter Max Ernst ausgegeben worden war. „Es sind also `ernste Späße`, die wir uns in der dritten Siegener Biennale erlauben“, so Magnus Reitschuster.

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Intendant Magnus Reitschuster (Mitte), Jury-Mitglied Petra Georg-Achenbach und Marketing-Mitarbeiterin Lisa Bäcker enthüllten das Preisträgerbild von Beltracci.

Fotos/Bericht:Rita Lehmann

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