Fahranfänger beim "Blitzmarathon" gleich zweimal in Radarfalle gerast

(wS/po) Olpe – „Wir zählten am Tag des Blitzmarathons wesentlich weniger Geschwindigkeitsverstöße als an anderen Tagen, viele Verkehrsteilnehmer zeigten sich verantwortungsbewusst und hielten sich an die Tempolimits,“ resümierte der Olper Einsatzleiter, Polizeihauptkommissar Hans-Jürgen Schüttler, am Ende der Verkehrssicherheitsaktion. Es zeigte sich, dass die öffentlichkeitswirksam angekündigte Kampagne bei den meisten Autofahrern präsent war und sie sich am Aktionstag an die Verkehrsvorschriften hielten.

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Von Dienstagmorgen, 6 Uhr bis zum Mittwochmorgen, 2 Uhr ging die Polizei mit 25 Beamten, unterstützt von den Besatzungen der beiden Radarwagen der Kreisverwaltung, im gesamten Kreisgebiet gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen vor. Dieses Mal wurde nur an den Stellen geblitzt, gelasert oder gemessen, die in einem Abstimmungsverfahren die meisten Stimmen der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Olpe erhielten. An den 40 Messstellen kontrollierte die Polizei insgesamt 7604 Fahrzeuge. 292 davon fuhren zu schnell. Mit einer Quote von 3,84 Prozent lag das Geschwindigkeitsniveau damit deutlich unter dem Durchschnitt anderer Messtage.

Damit hat die Polizei im Kreis Olpe zumindest an diesem Tag ihr Ziel erreicht. Denn nicht mehr Knöllchen waren das Ziel, sondern die Verhinderung von schweren Verkehrsunfällen, die durch Rasen verursacht werden. Im Kreis Olpe sind etwa ein Viertel aller Verkehrsunfälle, in der Altersklasse der 18- bis 24-Jährigen sogar etwa ein Drittel der Unfälle auf zu schnelles Fahren zurückzuführen. Der Blitzmarathon dient dazu, den Verkehrsteilnehmern die Gefahr zu schnellen Fahrens aufzuzeigen und damit die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle zu verringern.

Junger Fahrer an gleicher Stelle zweimal geblitzt

Dennoch gab es vereinzelt Fahrer, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten: Ein junger Fahranfänger ließ es sich nicht nehmen, zweimal hintereinander an ein und derselben Stelle geblitzt zu werden. Zunächst wurde er in einer 30-km/h-Zone auf dem Peter-Dassis-Ring in Wenden vor einer Schule mit 58 km/h gemessen, was ein Bußgeld von 80 Euro und zwei Punkten bedeutet. Eine Dreiviertel Stunde später toppte er die ganze Sache noch. Er wurde diesmal an derselben Stelle mit 64 km/h gemessen. Dieser zweite Verstoß hat ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, 1 Monat Fahrverbot und 3 Punkte zur Folge.

Der Spitzenreiter wurde am Dienstagnachmittag auf der Landstraße 342 bei Wenden-Bebbingen außerhalb geschlossener Ortschaften in einem 70 km/h-Bereich mit 112 Stundenkilometern gemessen. Der Fahrer muss nun mit einem Bußgeld in Höhe von 240 Euro und einem einmonatigem Fahrverbot rechnen. Ein anderer Autofahrer fuhr in Olpe-Oberveischede innerhalb der geschlossenen Ortschaft 46 km/h schneller, als es erlaubt ist. Ihn erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro und ein Fahrverbot von einem Monat.

Finnentrop: Zwei Fahrer unter Drogeneinfluss

Neben den Geschwindigkeitsverstößen gingen der Polizei beim Blitzmarathon „nebenbei“ auch zwei Autofahrer in Finnentrop-Lenhausen und Lennestadt ins Netz, die unter Drogeneinfluss standen. Die Polizei wird auch in Zukunft gegen Raser im Straßenverkehr vorgehen, um eine nachhaltige Wirkung auf das Verkehrsunfallgeschehen zu erzielen. Die insgesamt positive Bilanz der landesweiten Geschwindigkeitsaktion zeigt, dass die meisten Verkehrsteilnehmer das Thema Verkehrssicherheit ernst nehmen. Die Polizei hofft, dass die Fahrzeugführer dies auch weit über den Tag des „Bitzmarathons“ hinaus tun.

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