Blitzmarathon: Über 11.000 Fahrzeuge gemessen – nur 2 % waren zu schnell

Ergebnisse der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein zum zweiten bundesweiten Blitzmarathon

(wS/ots) Siegen-Wittgenstein. Unter dem Motto „Respekt vor Leben – Ich bin dabei!“ kontrollierten am 18./19.09.2014 Polizisten auch in Siegen-Wittgenstein im Rahmen des zweiten bundesweiten Blitzmarathons die Geschwindigkeit an insgesamt kreisweit über 50 Kontrollstellen. Dabei nahm die Polizei dieses Mal Raser aus dem Blickwinkel von Kindern ins Visier und hatte dazu im Vorfeld Kinder befragt, wo der Straßenverkehr für sie besonders gefährlich ist und wo die Polizei deshalb die Geschwindigkeit der Autofahrer messen soll.

2014-Archiv_Blitzmarathon_Blitzer_Laser_Radar_Foto_Hercher_01Insgesamt wurden dabei von der Kreispolizeibehörde die Geschwindigkeit von 11 670 Fahrzeugen per Laser oder Radar gemessen. 226 Fahrzeugführer waren mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Von diesen 226 Fahrern mussten 205 an Ort und Stelle ein Verwarngeld bezahlen, 21 waren aber derart zu schnell, dass sie nun mit einer entsprechenden Anzeige mit den diesbezüglich üblichen Konsequenzen (Bußgeld, Punkte, ggf. Fahrverbot) rechnen müssen.

Polizeioberrat Jürgen Griesing, Leiter der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde und am gestrigen Tag Einsatzleiter der Polizei, bilanziert die Ergebnisse des gestrigen Blitzmarathons wie folgt: „Auch in unserer Region fuhren die Autofahrer gestern deutlich verantwortungsbewusster. Die meisten hielten sich an die Regeln. Insgesamt überschritten nur rund 2.0 Prozent der gemessenen Fahrzeugführer die erlaubte Geschwindigkeit. Demgegenüber fahren an normalen Tagen rund acht Prozent aller Fahrzeugführer zu schnell.“

2014-Archiv_Blitzmarathon_Blitzer_Laser_Radar_Foto_Hercher_05Die beiden negativen „Tagesschnellsten“ wurden von der Polizei in einem Messbereich mit Tempo 100 und in einer Tempo-30-Zone festgestellt. In dem erstgenannten Messbereich war der Temposünder mit 134 km/ unterwegs; der Raser in der besonders schutzwürdigen 30-er Zone mit Tempo 56.

Vor dem Hintergrund, dass überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor der Killer Nr. 1 auf unseren Straßen ist, mahnt Oberrat Griesing als erfahrener Verkehrsexperte abschließend nochmals: „Bei über 30 % aller Verkehrsunfälle ist überhöhte Geschwindigkeit unfallursächlich. Sie ist hauptverantwortlich für das aus diesen Verkehrsunfällen resultierende Leid der Betroffenen. Die Schwere von Verletzungen wird vor allem von der gefahrenen Geschwindigkeit bestimmt. Bereits 15 km/h mehr oder weniger können über Tod oder Leben entscheiden. Bei 65 km/h sterben 8 von 10 angefahrenen Fußgängern! Bei 50 km/h überleben 8 von 10! Der Weg zu mehr Verkehrssicherheit führt daher unverändert über eine nachhaltige Reduzierung des Geschwindigkeitsniveaus. Geschwindigkeitskontrollen sind deshalb einfach nötig, um dauerhaft das Geschwindigkeitsniveau zu senken und die Menschen vor schwersten Unfallfolgen zu bewahren.“

Fotos: Kay-Helge Hercher

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