Premiere für „Der ungesungene Claudius“ im Apollo am 16. April

Siegfried Fietz begleitet Jan Vering

(wS/red) Siegen – Im aktuellen Matthias-Claudius-Gedenkjahr (200. Todestag, 275. Geburtstag) gibt es einen Liederabend zu Ehren des Dichters: „Der ungesungene Claudius“ ist am Donnerstag, 16. April, 20 Uhr, zu erleben.

Jan_Vering mit einem Matthias-Claudius-Bild 2 (c) Florian Fietz

Jan Verings Bühnen-Premiere von „Der ungesungene Claudius“ findet im Siegener Apollo-Theater statt. (Foto: Florian Fietz)

Jeder kennt sein berührendes Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“; aber vieles andere, genauso Schöne aus der Feder dieses Dichters kennt man nicht. Das sollte sich ändern, findet Jan Vering, Musikdramaturg im Apollo-Theater. Zwei Jahre lang arbeitete er mit dem befreundeten Komponisten Siegfried Fietz zusammen an einem 20 Texte umfassenden Musikzyklus, der vor kurzem unter dem Titel „Der ungesungene Claudius“ auf CD veröffentlicht wurde.

Die Reaktionen waren stark: Unter der Überschrift „Der unterschätzte Rebell“ würdigt beispielsweise die Rhein Zeitung den Zyklus als „intensiv, frech, amüsant, engagiert“ und kommt zum Fazit: „Spannend.“ Im Feuilleton der Westfalenpost heißt es: „Die ganze Bandbreite des Dichters. Mit Neugier, profundem Wissen und viel Spielfreude nähern sich Vering und Fietz dem ,anderen‘ Claudius (…) verblüffende Nähe und Aktualität.“ Und die Siegener Zeitung charakterisiert die neuen Lieder als „wohltuend frei von Rührseligkeit (…) eine sehr persönliche Arbeit (…) musikalisch vielseitig (…) auf jeden Fall besonders.“

Siegfried-Fietz (c) Abakus Musik

Der Komponist Siegfried Fietz begleitet Jan Vering an Flügel und Gitarre. (Foto: Abakus Musik)

Jan Verings Bühnen-Premiere von „Der ungesungene Claudius“ findet im Siegener Apollo-Theater an der Morleystraße 1 statt – und zwar in prominenter Besetzung: Der Komponist Siegfried Fietz spielt Flügel und Gitarre, sein Sohn Oliver Fietz, Produzent der CD-Einspielung und selbst ein veritabler Sänger, sitzt an den Keyboards. Außerdem stehen fünf Mitglieder des ehemaligen Vokal-Ensembles TonArt auf der Bühne. Das Sextett hatte bei den Studioaufnahmen der CD im vergangenen Spätherbst mitgewirkt.

Zu hören sein werden Liebeslieder und geistliche Songs, Spottgesänge und zarte Meditationen, Kinderreime und zwei Wiegenlieder. Die Texte stammen aus allen Winkeln des Claudius’schen Kosmos, darunter ein Gedicht auf einen Selbstmörder und auch jener berühmte Text, den Vering für den aktuellsten hält: „’s ist Krieg! Und ich begehre, nicht schuld daran zu sein.“

Karten (13-23,50 Euro, ermäßigt 8-16,50 Euro) gibt es an der Apollo-Theaterkasse (Di-Fr. 13-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr sowie eine Stunde vor der Vor-stellung), an den Vorverkaufsstellen oder online: www.apollosiegen.de. Telefonische Kartenbestellung sind während der Theaterkasse-Öffnungszeiten möglich: 02 71 / 77 02 77-2.

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