Freudenberg/Wilnsdorf – Korrigierte Meldung: Umweltdelikt in Freudenberg: Der Umweltfrevler war ein windiger und vertragsbrüchiger Schrottsammler

(wS/ots) Freudenberg/Wilnsdorf 25.10.2018 | Eine nicht alltägliche Auflösung eines Umweltvergehens

Am Dienstag berichteten wir über Umweltdelikt in Freudenberg im Bereich der L 562/Krottorfer Straße. Dort hatten Unbekannte mehrere Kubikmeter Müll und Bauschutt illegal im Wald entsorgt.

Nach Veröffentlichung der diesbezüglichen Polizeipressemeldung meldete sich nun der vermeintliche Umweltfrevler (=ein Wilnsdorfer Bürger) bei den zuständigen Behörden. Dabei stellte sich dann heraus, dass der Wilnsdorfer tatsächlich überhaupt kein Umweltsünder war und eigentlich nur „die Dinge ordentlich geregelt bzw. entsorgt“ haben wollte…Und der tatsächliche Umweltsünder, nun, der hatte sich „leichte Arbeit“ gemacht und mit 300 Euro Reingewinn auf seinen Heimweg ins Ruhrgebiet gemacht.

Nun, was war tatsächlich passiert?

Der Wilnsdorfer hatte Renovierungsarbeiten in seiner Einliegerwohnung durchgeführt. Dabei war – naturgemäß – allerhand Bauschutt angefallen. Am Samstag, dem 20.10.18, wurde der Wilnsdorfer dann vor seinem Privathaus von einem vorbeifahrenden Schrottsammler angesprochen, der sich für die ausgebauten Fenster des Wilnsdorfers interessierte, die bei dem Müll vor dem Haus lagen.

Im Laufe des Gesprächs bot der Schrotthändler dem Wilnsdorfer dann an, gleich den kompletten Müll zu entsorgen, wodurch sich der Wilnsdorfer natürlich mehrere Fahrten mit seinem eigenen Fahrzeug zur Mülldeponie erspart hätte. Und da der Schrottsammler auch glaubwürdig versicherte, den kompletten Bauschutt ordnungsgemäß bei einer Mülldeponie zu entsorgen, einigten sich die beiden Männer auf einen Betrag von 300 Euro für die Entsorgung des kompletten Mülls. Fürsorglich tippte der Wilnsdorfer dem Schrottsammler dann sogar noch die Adresse der Deponie in dessen Handy ein.

Der noch unbekannte windige Schrottsammler, der mit einem Fahrzeug mit Bochumer Kennzeichen unterwegs war, dürfte sich dann jedoch „leichte Arbeit“ gemacht haben, indem er die besagten Fenster, für die er sich ja interessiert hatte, behielt und Rest des für ihn uninteressanten Mülls einfach illegal in dem Waldstück in Freudenberg an der L 562 abkippte bzw. entsorgte.

Archivfoto wirSiegen

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