Ein Dankeschön an das Ehrenamt – 150 Gäste beim Jahresempfang der Gemeinde Burbach

(wS/bu) Burbach 20.03.2025 | 150 Gäste waren der Einladung der Gemeindeverwaltung am Sonntag zum jährlichen Jahresempfang in das Bürgerhaus Burbach gefolgt. Für Christoph Ewers war es das letzte Mal, dass er als Bürgermeister das Wort in diesem Rahmen an die vielen Ehrenamtlichen richtete. Der Empfang bot außerdem eine angemessene Kulisse für die Verleihung des Heimat-Preises 2024 der Gemeinde Burbach sowie für die Auszeichnung von insgesamt fünf Bürgerinnen und Bürgern, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, mit der Ehrenmedaille der Gemeinde in Silber.

Heide Heinecke-Henrich, 1. stellv. Bürgermeisterin, hieß die zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter der Vereine und der Feuerwehr, viele Ratsmitglieder sowie einige in den Vorjahren geehrte Bürgerinnen und Bürger und weitere Gäste willkommen. Sie gedachte auch den im vergangenen Jahr verstorbenen Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung. Im Anschluss grüßte Pfarrer Jonas Klur, katholische Kirchengemeinde, die Ehrenamtler im Namen der Kirchen und regte mit seinem kurzen Impuls zum Nachdenken an. Es folgte der erste Liedvortrag des MGV Eintracht Burbach 1862 e.V. unter der Leitung von Ralf Schmidt.

Den Gastvortrag übernahm in diesem Jahr Christian Roth, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Burbach-Neunkirchen. Er hob die Unbezahlbarkeit des Ehrenamtes hervor, das jedoch auf finanzielle Unterstützung angewiesen sei – die Sparkasse verstehe sich als Partner des lokalen Ehrenamts. Mit Spenden und über die sparkasseneigene Stiftung habe das Geldinstitut in den vergangenen fünf Jahren Vereine, Eirichtungen, Projekte und ehrenamtliche Akteure mit 2,1 Mio. Euro unterstützt. Hinzu kamen weitere rd. 500.000 Euro in Form von Sponsoring und PS Zweck-Erträgen.

Für seine Rede ließ sich Bürgermeister Christoph Ewers vom Leitwort des sogenannten „Heiligen Jahres“, das die Katholische Kirche alle 25 Jahre feiert, inspirieren: „Pilger der Hoffnung“. Dies sei mehr als ein „trotziger Gegenentwurf“ zu der negativen gesellschaftlichen Stimmung, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert habe. Vielmehr erkannte er hierin eine Haltung, dieer in Burbach täglich erlebe: „Wenn ich das Engagement in unserer Gemeinde und das, was sich alles entwickelt, betrachte, dann blicke ich zuversichtlich in die Zukunft. Ich könnte es auch anders formulieren: Sie stimmen mich zuversichtlich, Sie sind Pilger der Hoffnung!“

Die Ehrenamtler wirkten mit ihren Aktivitäten für die Gemeinschaft in den Dörfern, für das Miteinander der Menschen. „Das ist oft mühselig, das ist manchmal lästig, das erfährt nicht immer Dank. Aber es ist wichtig und ich erlebe immer wieder auch, dass es letztlich erfüllend ist, sich einbringen zu können, seine Fähigkeiten dabei zur Entfaltung zu bringen und zur Verfügung zu stellen und sich damit auch Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen.“
Für eben jenes Gestalten warb der Bürgermeister dafür, immer wieder den Mut zu haben, etwas Neues zu wagen. Aber eben nicht um des Neuen selbst willen. „Das Neue muss – und das sollte der Maßstab sein – der Weiterentwicklung des Miteinanders dienen und damit der Beständigkeit von Beziehungen in unseren Vereinen, Institutionen, in unseren Dörfern. Das Neue muss dazu dienen, Bindungen zu stärken und zu sichern. Das Neue kann auch manchmal darin liegen, Altes neu zu beleben. Und nachhaltige Erneuerung braucht auch Zeit für Wachstum und damit Geduld und Gelassenheit – Tugenden, die man der Schnelllebigkeit unserer Zeit gelegentlich entgegensetzen muss.“

Anschließend gehörte einigen der vom Bürgermeister beschriebenen „Pilger der Hoffnung“ die Bühne. Sowohl mit der Verleihung des Heimat-Preises 2024 an den Trägerverein Höebs Haus, den Heimatverein Lützeln und den Heimatverein Würgendorf als auch mit der Auszeichnung mit der Ehrenmedaille in Silber für Renate Feldmann, Dorothee Klein, Gerhard Jentsch, Winfried Benner und Fred Hermann Becker rückten außergewöhnliche ehrenamtliche Projekte und Persönlichkeit in den Fokus (siehe Extra-Artikel).
Nach dem offiziellen Teil klang der Jahresempfang in gemütlicher Runde aus. Hierfür hatte der Heimatverein Alte Vogtei Burbach über 400 Schnittchen geschmiert.

150 Gäste nahmen am Jahresempfang der Gemeinde Burbach im Bürgerhaus Burbach teil.

Für seine Ansprache ließ sich Bürgermeister Christoph Ewers vom Leitwort zum „Heiligen Jahr“ inspirieren: Pilger der Hoffnung.

Der MGV Eintracht Burbach 1862 sorgte unter der Leitung von Ralf Schmidt für die musikalische Gestaltung des Abends.

 

Fotos: Gemeinde Burbach.

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