CDU-Kreistagsfraktion beantragt Bericht zum verbesserten Schutz von Weidetieren vor Wölfen

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(wS/cdu) Siegen 02.01.2026 | „Die Nachrichten der letzten Tage von durch Wölfe getöteten Weideschafen bereiten große Sorge. Die Region ist offensichtlich Wolfsterritorium,“ äußert sich Hermann-Josef Droege, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion.

Weidetierhaltung präge die Landwirtschaft in Siegen-Wittgenstein. Weil die Sorgen der weidehaltenden Betriebe ernst genommen werden müssen, halte er die getroffene Entscheidung für sehr richtig, den Wolf ins Bundesjagdgesetz aufzunehmen, um damit eine rechtsichere Regelung für die Entnahme von Wölfen zu ermöglichen.

Entsprechend dieser begrüßenswerten Neuregelung im Bundesjagdgesetz müssen die Länder dann jetzt zügig für eine Umsetzung in Landesrecht sorgen, so Droege. Darüber hinaus ist ein regionales Bestandsmanagement nötig, um die Zahl der Wölfe zu regulieren, wenn der Herdenschutz mit Zäunen an seine Grenzen stößt.“

„Ein positiver Schritt ist es, dass inzwischen ganz NRW als Wolfsgebiet gilt und damit die Förderung von Herdenschutz-Maßnahmen auch für unsere Region gilt,“ sagt Jutta Capito, Umweltpolitische Sprecherin der CDU Kreistagsfraktion. Aber die aktuellen Ereignisse zeigten, dass allein Zäune offensichtlich nicht mehr nutzen. „Es braucht in der Tat Lösungen, die vor Ort funktionieren.“
Jutta Capito weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass Deutschland inzwischen über die höchste Wolfsdichte in Europa verfügt. Sein Bestand sei hier kontinuierlich gewachsen und nicht mehr gefährdet. Sie erinnert an die räumliche Beschaffenheit der Weiden, die oft an Hanglagen liegen, und somit den Wölfen ein Überspringen der Zaunanlagen erleichtern.

„Die Tierhalter, die die wirtschaftliche und emotionale Last von getöteten und schwer verletzten Schafen verkraften müssen, brauchen nicht nur Mitleid, sondern praktische Unterstützung,“ bekräftigt Hermann-Josef Droege. Die CDU Kreistagsfraktion werde daher auch zur nächsten Sitzung des Umweltausschuss am 16. März 2026 beim Landrat beantragen, zur aktuellen Verbreitung der Wölfe in Siegen-Wittgenstein unter Einbeziehung der Erkenntnisse aus dem angrenzenden Hessen und Rheinland-Pfalz einen umfassenden Bericht vorzulegen.

Für die CDU sei es bedeutsam, dass eine aktuelle und vollständige Darstellung über Beobachtungen und Kartierungen regionaler Wolfsvorkommen vorgelegt wird. In diesen sollten Beobachtungen und Einschätzungen ebenso der Jägerschaft wie die der Fachbehörden und der Naturschutzverbände einfließen. Es komme auf eine lückenlose Information an, so Droege.

Ein Schaf, das einem Wolfsangriff zum Opfer fiel – Foto: wirSiegen.de

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