(wS/4f) Freudenberg 26.01.2026 | Brachacher Künstlerin Nina Niederhausen stellt in Freudenberg aus – Imposante Aquarelle jetzt im 4Fachwerk-Museum zu sehen

Die in Brachbach lebende und arbeitende Künstlerin Nina Niederhausen steht im Mittelpunkt der aktuellen Ausstellung im 4Fachwerk-Museum Freudenberg.
„Sie hat sich einen Namen in der internationalen Aquarellszene gemacht“, betont Kai Niederhausen anerkennend über die beeindruckende künstlerische Entwicklung seiner Schwester. Kai, selbst als Graffiti-Künstler „Semor“ international bekannt, hielt zur Ausstellungseröffnung von Nina Niederhausen im 4Fachwerk-Museum die Begrüßungsrede.
Ihre Werke stoßen mittlerweile auf große Resonanz in Fachkreisen. So wurde eines ihrer Bilder ausgewählt und bei der Confederation of Watercolor Societies (ECWS) in Finnland ausgestellt – unter 160 Werken von europäischen Aquarellkünstlern aus 14 Ländern, darunter zwölf aus Deutschland. Zudem wurde Nina Niederhausen eingeladen, ihre Arbeiten unter anderem in Griechenland, Mexiko, Italien, Spanien und ab Mai in Großbritannien zu präsentieren. Die Aufnahme in die Deutsche Aquarellgesellschaft spiegelt ihren künstlerischen und handwerklichen Fortschritt wider. Über ihre Liebe zu Aquarellen sagt sie: „Mich faszinieren die Farbintensität, die Verläufe und das Spiel von Licht und Schatten.“
In Freudenberg präsentiert Nina Niederhausen, die dem Kunstforum Westerwald angehört, ihre Werke unter dem Titel „Unnoticed“. Sie legt dabei den Fokus auf das Verborgene, das Alltägliche, das viele vielleicht übersehen: Spuren, Strukturen und Oberflächen wie Rost, verwittertes Holz oder Stoff, die oft unbeachtet bleiben. Sie versteht sich als Chronistin der Wirklichkeit, die Schönheit in den kleinen Details des Lebens entdeckt. „Aus Objekten, die sonst unbeachtet bleiben, entstehen Kunstwerke“, so ihr Bruder Kai.
Nina Niederhausen selbst erklärt: „Mein Ziel ist es, die Schönheit im Unscheinbaren einzufangen.“ Jede Rostspur bezeuge, dass das Leben Spuren hinterlässt und auch Zerbrochenes Teil unserer Realität bleibt. Sie geht bewusst über bloße Fotorealistik hinaus: „Man soll stets das Gemalte, den Pinselstrich und die Farbverläufe erkennen können.“
Ulrike David, verantwortlich für Kunstausstellungen im 4Fachwerk-Museum, hebt die außergewöhnliche Intensität hervor, die in den Bildern spürbar wird. Aus Alltagsnarben schaffe Nina Niederhausen Details voller besonderer Ästhetik; sie dokumentiere Prozesse des Verfalls und zeige, dass Dinge bestehen, solange sie wahrgenommen werden.
Klaus Siebel-Späth, Vorsitzender des 4Fachwerks, lädt ein: „Nehmen Sie sich Zeit, die besondere Ausstrahlung dieser Werke zu erleben – hier gibt es wirklich Außergewöhnliches zu entdecken!“ Besonders beeindruckend sei, wie Nina Niederhausen durch ihre Aquarelle dem Unbeachteten neues Leben verleiht und damit ihr Ziel, das Unsichtbare sichtbar zu machen, meisterhaft erreicht.
Die Ausstellung ist bis zum 1. März 2026 in Freudenberg zu sehen. Das Museum öffnet mittwochs, samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Sonderöffnungen sind nach Vereinbarung möglich. Der Eintritt kostet drei Euro.

4Fachwerk-Kuratorinm Ulrike David und Nina Niederhausen





Fotos: 4Fachwerk-Museum
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