Examen geschafft: 21 Pflegefachleute feiern am Pflegebildungszentrum der Diakonie in Südwestfalen

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(wS/dia) Siegen 27.02.2026 | Es ist geschafft: 21 Auszubildende des Kurses 144 haben am Pflegebildungszentrum (PBZ) der Diakonie in Südwestfalen das Examen bestanden und sind nun Pflegefachkräfte. Stolz und erleichtert, die aufregende Prüfungsphase gemeistert zu haben, feierten die neuen Pflegfachfrauen und -männer mit Angehörigen und Freunden in der Cafeteria des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen. Grußworte und viele Glückwünsche gab es von der Klinikleitung, der Pflegedirektion, aus dem PBZ-Kollegium und der Mitarbeitervertretung.

Drei spannende Jahre liegen hinter den Examinierten, in denen sie einen umfangreichen Schatz an Erfahrungen und Kompetenzen erlangt haben – so fasste Schulleiter Frank Fehlauer die Zeit der Ausbildung zusammen. In 62 Wochen Schulunterricht mit 2100 theoretischen Stunden lernten die Schüler Inhalte aus den Bereichen Pflege, Medizin, Gesundheits-, Geistes- und Sozialwissenschaften, Recht, Politik und Pharmazie. Hinzu kamen 2500 Stunden an praktischen Einsätzen im Krankenhaus, in Seniorenpflegeheimen und in der ambulanten Pflege. An die Absolventen gerichtet sagte Fehlauer: „Sie haben in diesen 3 Jahren Außergewöhnliches erlebt, viele Mitarbeiter kennengelernt, die Sie herzlich und liebevoll begleitet und angeleitet haben. Und Sie haben viele Patienten und Bewohner erlebt, die extreme Schicksale und schwere Diagnosen ertragen mussten oder aber auch nach schweren Behandlungsphasen wieder geheilt die Klinik verlassen konnten. Allen gemeinsam war, dass Sie sehr viel Wertschätzung und Dankbarkeit erhalten haben für Ihre tolle Arbeit in diesem sehr schönen Beruf. Sie sind in diesen drei Jahren nicht nur zu kompetenten Pflegekräften, sondern auch zu absoluten Persönlichkeiten gereift.“

Glückwunsche überbrachte auch Jan Meyer, Verwaltungsdirektor des Diakonie Klinikums: „Sie haben eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen, mitten in einer Zeit, in der sich unser Gesundheitssystem im Wandel befindet wie nie zuvor.“ Jeder Wandel biete aber auch eine Chance. Meyer nannte beispielhaft die Digitalisierung und ermutigte die junge Generation, ihr natürliches digitales Verständnis in den Berufsalltag mit einzubringen – „kombiniert mit menschlichem Umgang und den pflegerischen Fachkompetenzen, die sie erworben haben“. Diese Fähigkeiten griff ebenso Pflegedienstleiter Frank Grümbel auf. Sein Appell an die frisch gebackenen Fachkräfte: „Eignen Sie sich weiter Wissen an, bleiben Sie neugierig! Sie haben den schönsten aller Berufe gewählt, einen Beruf, der geprägt ist durch Haltung, Respekt und Empathie.“ Für die Mitarbeitervertretung des Diakonie Klinikums gratulierte Sabine Reuter-Jung den Nachwuchskollegen: „Wir stehen euch stets mit Rat und Tat zur Seite.“

Besonders emotional war die Feier für Lehrerin Natascha Böhm. Schließlich war der Kurs 144 der erste, den sie hauptverantwortlich am PBZ betreuen durfte. „Alleine deshalb werdet ihr mir immer in Erinnerung bleiben. Wir haben Höhen und Tiefen miteinander erlebt, und die Entwicklung, die ihr genommen habt, erfüllt mich mit Stolz.“ Passend dazu hatte Natascha Böhm den Anstecker dabei, den sie den Schülern zum Ausbildungsstart geschenkt hatte: „Proud to be a nurse!“ – zu Deutsch: „Stolz darauf, Krankenschwester/-pfleger zu sein!“

Wie es gute Tradition ist, wurde der Abschluss der PBZ-Absolventinnen mit einer Andacht unter Gottes Segen gestellt. Dirk Hermann, Referent für Freiwilligendienste bei der Diakonie in Südwestfalen, erinnerte an Jesu Gleichnis von den anvertrauten Talenten und ermunterte die frisch Examinierten, ihre eigenen Begabungen nicht zu vergraben, sondern sie zu nutzen, „um das zu tun, was diesen wundervollen Beruf ausmacht: kranken Menschen zu helfen, ihre Schmerzen zu lindern und ihnen ihre Ängste zu nehmen“.

Mit der Ausbildung haben die Absolventen nicht nur eine solide Basis, um Patienten umfassend pflegerisch zu versorgen. Das Examen bietet ihnen zudem zahlreiche Möglichkeiten durch Höherqualifikation die Karriereleiter hinaufzuklettern – von berufsbegleitenden Weiterbildungen (etwa im Bereich Anästhesie, Intensivmedizin, OP-Dienst oder Hygiene) über Fortbildungen zum Praxisanleiter oder zur Stationsleitung bis hin zu berufsspezifischen Studiengängen mit akademischem Abschluss.

Die Absolventen sind: Duygu Adanur, Betül Altintas, Celine Bäumer, Malte Baranowski, Grzegorz Gebara, Ossama Mallouk, Irene Ngala, Ismigül Sertkan (alle Siegen), Darla Bruch, Tim-Lukas Trautes (beide Netphen), Fadoua Belhaj, Emely Helmes (beide Hilchenbach), Laura-Michelle Baumann, Lorenz Beckmann, Leonie-Sophie Hübenthal, Sebastian Schmidt (alle Freudenberg), Katharina-Emilie Humrich (Niederfischbach), Batul Khardem (Betzdorf), Elif Kocak (Haiger), Emma Siebel (Burbach) und Ilayda Uyar (Kreuztal). Von den 21 neuen Pflegefachkräften werden 18 am Diakonie Klinikum übernommen: 15 am Standort Jung-Stilling in Siegen, drei im Krankenhaus Bethesa in Freudenberg.

Zum Bild: 21 Auszubildende des Pflegebildungszentrums der Diakonie in Südwestfalen haben ihr Examen zur Pflegefachkraft bestanden. Kursleiterin Natascha Böhm (rechts) und Schulleiter Frank Fehlauer (links) gratulierten zum Erfolg.

Foto: Diakonie in Südwestfalen

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