(wS/red) Kreuztal, 30.04.2026 | Alles oder nichts, Ferndorf vor schwerer Aufgabe in Coburg
„Der Keller brennt, die Liga bebt
Ferndorf kämpft und alles lebt
Fünf Spiele noch, kein Blick zurück
Jetzt zählt nur Herz und Kampf und Glück“

Give me Five!
Ja, genau so sieht es aus: Die Saison biegt in ihre letzten fünf Spiele ein und für viele beginnt jetzt das große Rechnen.
Und mit „viele“ meine ich vor allem Krefeld, Essen, Ferndorf, Dormagen und Ludwigshafen. Fünf Teams, die von unten betrachtet die Plätze 17 bis 13 belegen und für die es jetzt um alles geht.
Die Eulen Ludwigshafen stehen auf Rang 13 mit 22:36 Punkten. Ein kleines Polster vielleicht, aber sicher ist hier noch lange nichts. Ganz unten auf Platz 17, dem ersten Abstiegsplatz, lauert die HSG Krefeld mit 16:42 Punkten. Dazwischen liegt pure Anspannung, jede Woche ein Endspiel, jede Minute zählt.
Zwar gibt es da noch den Tabellenletzten auf Platz 18, den HC Oppenweiler Backnang, doch mit 2:56 Punkten ist der Abstieg längst besiegelt. Sportlich abgeschlagen, aber vielleicht trotzdem noch ein Faktor im großen Abstiegsdrama.
Denn am 31.05. empfangen sie die Eulen Ludwigshafen. Ein Spiel, das auf dem Papier klar wirkt. Eines, an das kaum jemand glaubt, vermutlich nicht einmal der HCOB selbst. Dort richtet sich der Blick längst nach vorne auf die Drittligasaison 2026/2027.
Und doch steckt in dieser Situation auch eine gewisse Bitterkeit. Vor einigen Wochen brachte es ein Spieler des HCOB schonungslos ehrlich auf den Punkt, warum er dem Saisonende entgegenfiebert:
„Ganz einfach, ich habe keine Lust mehr, jede Woche was auf die Fresse zu kriegen.“
Ein Satz, der hängen bleibt. Roh, ehrlich und sinnbildlich für den harten Kampf am Tabellenende.
Meine „Laienmeinung“ dazu, ich denke, dass der 2. Absteiger zwischen den punktgleichen HSG Krefeld und TuSEM Essen entschieden wird. Ferndorf liegt 4 Punkte hinter diesen beiden und bin mir sicher, dass wir es schaffen. Interessant wird der jetzige Spieltag durch die Tatsache, dass alle obengenannten Mannschaften Auswärtsspiele haben. (Siehe beigefügte Tabelle der letzten 5 Spiele)
Nun aber zum Auswärtsspiel der Ferndorfer beim Tabellenachten HSC 2000 Coburg und das wird alles andere als ein Zuckerschlecken.

Ferndorf hat zwar das leicht bessere Gegentorverhältnis, doch die Coburger haben fast 100 mehr erzielte Tore auf ihrem Konto. Das spricht eine deutliche Sprache und zeigt, wo die größere Durchschlagskraft liegt.
Ein Blick auf die letzten fünf Spiele unterstreicht das Bild: Bei Coburg stehen Niederlage Sieg Sieg Niederlage Sieg. Bei Ferndorf liest sich die Bilanz deutlich holpriger mit Niederlage Sieg Niederlage Niederlage Unentschieden.
Die Formkurve zeigt also eher nach Coburg und genau das macht diese Aufgabe für Ferndorf so schwierig. Hier muss alles passen, wenn man etwas Zählbares mitnehmen will.
Das Aufeinandertreffen beider Mannschaften am 28.11.2025 in der Stählerwiese endete damals 22:25. Es waren auf beiden Seiten nicht viel Tore, aber Kampf, Kampf, Kampf, es war aber auch die Schlacht der Torhüter und Can Adanir wuchs über sich hinaus, denn er präsentierte 19 fantastische Paraden, das ergab eine Traumzahl von 44%, Gislason hätte dafür eine Flasche Champagner entkorkt. 😉
Aber auch Gästekeeper Petros Boukovinas kam auf sehr gute 14 Paraden. Can Adanir war maßlos enttäuscht, denn eine Mannschaft, in der der Keeper 19 Bälle hält, verliert in der Regel sein Spiel nicht.
Die wenigen Tore sind auch der Tatsache zu verdanken, das Coburg in der Stählerwiese 25 Fehlwürfe und 7 technische Fehler hatte. Ferndorf hatte 22 Fehlwürfe und 14 technische Fehler. Diese hohe Zahl an technischen Fehlern, ist das, was Ceven Klatt am meisten bemängelt. Sie machen Torchancen zunichte, aber das tun Fehlwürfe ja auch.
Beste Torschützen waren bei uns Josip Eres und Gabi Viana mit je 4 Toren, die TuS-Tore insgesamt waren auf 9 Spieler verteilt und es war keiner da, der da leistungsmäßig herausstach, wenn man da Adanir jetzt mal ausklammert.
Für alle, die bei diesem tollen Wetter unsere Mannschaft begleiten wollen, der Gästeblock ist der Block B. Er verfügt über 70 Sitzplätze, von denen derzeit noch 32 frei sind. Die Halle selbst hat 2273 Sitzplätze, davon sind noch 478 frei, die Hallenkapazität mit Stehplätzen beträgt insgesamt 3530. (Preise im Gästeblock 18€, Stehplätze 12€).
Anwurf ist am Samstag, 02.05.26 um 18:00 Uhr in der HUK-Coburg-Arena im Hahnweg 72, 96450 Coburg.
Dann wünschen wir unseren Jungs eine gute Anreise, einen möglichst großen Kader und hochmotivierte Spieler, ausgestattet mit dem „Jetzt erst recht“ Modus.
Vielleicht gelingt es ihnen ja, die HUKs ein wenig zu ärgern und am Ende sogar etwas Zählbares im Rucksack mitzubringen.
WIR – IHR – EIN TEAM – EIN ZIEL
Bericht: Peter Trojak
Collage/Bilder: Andreas Domian
Grafik: „KI“
CEVEN KLATT zum Gegner:
Wir fahren am Samstag gegen 11:30 Uhr los, spielen dort und fahren auch nach dem Spiel direkt nach Hause. Wir trainieren noch am Freitag (01.Mai), um 09:00 Uhr, damit man noch ein bisschen was vom Nachmittag hat.
Hampus Dahlgren und Valentino Duvancic werden nicht dabei sein, bei Philip Würz denke ich, dass er dabei sein wird. Wir hatten auf jeden Fall eine kleine Trainingstruppe und haben wieder Unterstützung aus der 2. Mannschaft erhalten mit Linus Michel und Jakob Coelen, die da ein bisschen ausgeholfen haben, Max Löher ist natürlich dabei, so dass wir zumindest sechs-gegen sechs stellen konnten, das ist auch wichtig für die Vorbereitung auf das Spiel. Tom Jansen hat bis jetzt noch nicht trainiert, wird aber vielleicht für einen Kurzeinsatz zur Verfügung stehen. ist aber noch unklar.
Coburg ist natürlich schon so ein bisschen unser Kryptonit, das muss man ganz klar sagen, denn in der Zeit, in der ich in Ferndorf als Trainer bin, haben wir es nie geschafft Coburg zu besiegen. Wir scheitern da sehr oft an Keeper Petros Boukovinas, der uns immer wieder große Kopfschmerzen bereitet. Und ja, Coburg ist eine sehr physisch starke Mannschaft mit zwei 130 kg-Kreisläufern, die dann auch im Innenblock decken, und das mit sehr viel Physis lösen. Mikael Helmersson ist vorne aktuell der Mann, was den Angriff betrifft, aber Coburg ist für mich, gerade zu Hause, in der Abwehr sehr, sehr stark mit einem sehr guten Torhüter. Wie gesagt, vorne ist es dann ganz viel Helmersson und den müssen wir ein bisschen in den Griff kriegen.









