Siegen setzt Maßstäbe in der modernen Herzmedizin

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Team der Rhythmologie am Ev. Jung-Stilling-Krankenhauses überzeugt auf nationaler Bühne

(wS/dia) Siegen / Mannheim 18.04.2026 | Bei der diesjährigen Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim konnte das rhythmologische Team des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen auf sich aufmerksam machen – und sich unter Deutschlands führenden Herzspezialisten positionieren.

Das Team um Privatdozent Dr. Damir Erkapic, Chefarzt der Kardiologie und Rhythmologie am „Stilling“, präsentierte einen außergewöhnlichen klinischen Fall – und die Resonanz darauf war bemerkenswert: Unter den mehr als 25 eingereichten Fällen aus ganz Deutschland wurde der Beitrag aus Siegen von einer Fachjury zu den fünf besten ausgewählt. Eine Auszeichnung, die nicht nur die hohe medizinische Qualität, sondern auch die Innovationskraft der Siegener Rhythmologie unterstreicht.

Individuelle Therapie auf einem neuen Niveau
Vor einem hochkarätigen Fachpublikum stellte Erkapic zudem erstmals die klinischen Erfahrungen mit einem neuartigen Katheter-System vor – dem „TactiFlex Duo Katheter“ des Unternehmens Abbott. Dieses innovative Instrument ermöglicht erstmals den flexiblen Wechsel zwischen zwei etablierten Ablationsverfahren: der Pulsed Field Ablation (PFA) und der klassischen Radiofrequenzablation. Was zunächst technisch klingt, hat für Patientinnen und Patienten eine konkrete Bedeutung: Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen kann künftig noch präziser auf die individuellen Gegebenheiten der Betroffenen angepasst werden. Erkapic erläutert: „Unterschiedliche Gewebestrukturen, anatomische Besonderheiten oder Risikokonstellationen lassen sich gezielter berücksichtigen. Und das ist ein wichtiger Schritt hin zur personalisierten Herzmedizin.“ Im Rahmen der sogenannten „Limited Market Release“-Phase, in der neue Medizintechnologien unter realen klinischen Bedingungen getestet werden, berichtete der Experte von durchweg positiven Erfahrungen.
Besonders hervorgehoben wurden die hohe Flexibilität des Systems sowie die Möglichkeit, Therapiestrategien innerhalb eines Eingriffs situativ anzupassen.

Siegen als eines der ersten Zentren bundesweit
Eine besondere Auszeichnung stellt die frühe Einbindung des Jung-Stilling-Krankenhauses dar: Neben dem Klinikum der Universität München gehört Siegen zu den ersten zwei Zentren in Deutschland, die diesen Katheter im klinischen Alltag einsetzen durften. Diese Auswahl erfolgte auf Basis nachgewiesener Expertise und Erfahrung im Bereich der invasiven Rhythmologie. „Die breite Markteinführung des Systems steht kurz bevor und könnte die Behandlung von Herzrhythmusstörungen nachhaltig verändern“, so PD Dr. Erkapic.

Wissenschaftliche Präsenz auf höchstem Niveau
Neben den eigenen Beiträgen übernahmen Erkapic und Professor Dr. Gündüz, Chefarzt der Kardiologie und Angiologie im „Stilling“, auf der Tagung zudem die Rolle als Vorsitzende wissenschaftlicher Sitzungen. In dieser Funktion moderierten sie Fachvorträge und lenkten die Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen der Herzmedizin – ein weiteres Zeichen für die hohe Anerkennung innerhalb der Fachgesellschaft.

Ein Signal weit über die Region hinaus
Die Erfolge auf der Tagung zeigen: Hochmoderne Herzmedizin findet nicht nur an Universitätskliniken statt.
Auch in Siegen werden Innovation, wissenschaftliche Exzellenz und klinische Erfahrung auf höchstem Niveau miteinander verbunden – zum direkten Nutzen der Patientinnen und Patienten vor Ort.


Bei der jüngsten Tagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim präsentierte sich das Team
der Kardiologie, Rhythmologie und Angiologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen.

Chefarzt Privatdozent Dr. Damir Erkapic stellte unter anderem vor, auf welche Weise ein innovatives Katheter-
System Menschen mit Herzrhythmusstörungen helfen kann.

Fotos: Diakonie in Südwestfalen gGmbH

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