(wS/red) Kreuztal, 29.05.2026 | Josip Ereš fehlt, doch der Kampfgeist bleibt
TV Hüttenberg gegen TuS Ferndorf: Samstag, 30.05.2026, Anwurf 18:00 Uhr.
Was uns vor 1 Woche noch Kopfschmerzen bereitete, kann man heute mit einem Schulterzucken abtun. Denn da stand Ferndorf vor dem Auswärtsspiel bei den Eulen Ludwigshafen und es passierte, was nicht passieren durfte/sollte: Ferndorf verlor dieses Match und bescherte den Eulen damit den vorzeitigen Klassenerhalt. Das Ding sollte anders laufen und war auch anders geplant, denn die Eulen standen, wie auch der TuS, im Tabellenkeller. Zudem hatte man ja noch wegen der 1-Tor-Hinspielniederlage gegen Hüttenberg eine Rechnung offen. Es war ein Spiel zum Vergessen und es ist eine Saison zum Vergessen. Ceven Klatt standen an absolut keinem Spieltag alle Spieler zur Verfügung und es war wirklich zum Haare raufen. Es gab Spieltage, an denen die Finger beider Hände reichten, um die Spieler aufzuzählen, die spielen konnten.
Blättern wir zurück in die letzte Saison:
2 Spieltage vor Saisonende lag der TuS mit 30:34 Punkten auf Tabellenplatz 14 und das war eine ganz enge Kiste nach hinten raus. Am Saisonende hatten Lübeck-Schwartau, die Eulen Ludwigshafen, der TuS Ferndorf, Nettelstedt-Lübbecke und TuSEM Essen auf den Plätzen 12, 13, 14, 15 und 16 exakt 30:38 Punkte, sie unterschieden sich nur durch das Torverhältnis. Mit 29:39 Punkten stieg damals der ASV Hamm ab, enger geht’s ja kaum noch.
Da geht es dem TuS in dieser Saison etwas besser (geht das überhaupt noch?), denn man konnte in Ferndorf am vergangenen Wochenende aufatmen. Es war die HSG Krefeld, die den Jubel im Ferndorfer Lager auslöste, denn sie verlor ihr Spiel und damit war der Klassenerhalt der Ferndorfer schon vorzeitig gesichert. Manche wollten das nicht hören und sprachen von der Theorie, dass es ja noch anders kommen könne. Natürlich, wenn Ferndorf seine letzten zwei Spiele verliert und der Rest im Tabellenkeller seine zwei Spiele gewinnt und Ferndorfs Niederlagen jeweils mit über 15 Toren Unterschied ausfallen, ja, dann haben die Theoretiker wohl recht. 😉
Ihn werden wir schmerzlich vermissen, Josip Eres.

Nun denn, ich sehe es anders, der Coach auch und beim gestrigen Sponsorentreffen gratulierte man ebenfalls zum Klassenerhalt.
So fahren wir an diesem Samstag mit einer Heerschar von Fans ins Sportzentrum Hüttenberg, um dort das eigentlich Unmögliche möglich zu machen. Das da heißt AUSWÄRTSSIEG, doch nach dem Auswärtsspiel in Ludwigshafen sind die Chancen dafür gesunken, denn überschattet durch die sehr schwere Verletzung von Josip Ereš fehlt ein absoluter Leistungsträger aus Cevens Team.

TuS Ferndorf : „Der TuS Ferndorf muss in den kommenden Monaten auf Josip Ereš verzichten. Der 31-jährige Rechtsaußen zog sich im Rahmen des letzten Auswärtsspiels bei den Eulen Ludwigshafen bei einem Zweikampf eine Schultereckgelenksprengung zu.“
In den vergangenen Tagen wurden die weiteren medizinischen Untersuchungen durchgeführt, die nun die Diagnose bestätigt haben. Damit wird Josip Ereš dem TuS Ferndorf langfristig nicht zur Verfügung stehen.
„Die Verletzung von Josip trifft uns sportlich und menschlich sehr. Umso wichtiger ist es uns, dass er jetzt die bestmögliche medizinische Versorgung und Unterstützung erhält, die er für eine schnelle und vollständige Genesung benötigt. Bedanken möchten wir uns ausdrücklich bei Dr. Maren Bellmann und dem gesamten medizinischen Team der Eulen Ludwigshafen für die sofortige und professionelle Betreuung direkt nach der Verletzung. Das war alles andere als selbstverständlich und zeigt den großen Zusammenhalt im Handball. Die gesamte Ferndorfer Familie wünscht ihm an dieser Stelle eine gute und schnelle Besserung.“
Cevens Kader dezimiert sich also weiterhin. Max Löher wird Ceven Klatt zur Verfügung stehen, auf Linus Michel muss er verzichten.
Es gibt bessere Meldungen, aber so schaut die Harz-Realität für Ferndorf derzeit aus. Gut, den Klassenerhalt hat man geschafft, aber man will nochmal alles geben, um vielleicht noch etwas Zählbares mitzunehmen. Wir konnten in Coburg sehen, dass so etwas geht, aber gegen Hüttenberg wird es darum gehen, seine Kräfte einzuteilen und ich denke, genau darauf wird es nach hinten raus ankommen.
Das Hinspiel, wie schon oben erwähnt, hat Ferndorf am 21.12.2025 in der Stählerwiese mit 23:24 verloren. Es war kein gutes Spiel und den Durchhänger hatten unsere Jungs schon in der 1. Halbzeit, denn in der 16. Minute stand es 8:6 und 13 Minuten später, in der 29. Minute, stand es 9:11. Also 1 Tor in 13 Minuten, das ist definitiv zu wenig.
Für Hüttenberg geht es in diesem Spiel eigentlich um gar nichts mehr. Gut, man könnte noch Platz 10 oder auch 9 erreichen, aber das war es auch schon. Die Teilnahme am DHB-Pokal ist ebenfalls schon gesichert, also könnte man es ruhig angehen lassen. Mit der Meinung liegt man falsch, völlig falsch, denn es ist das letzte Heimspiel für Hüttenberg und sie werden sich mit einem Sieg belohnen wollen, das sind sie ihren Fans schuldig.
Das heißt für die TuS-Fans:
Bringt Klatschen, Tröten, gut geölte Stimmbänder und gesunde Hände mit und lasst uns ein „Heimspiel“ daraus machen, denn das haben sich unsere Jungs auch verdient.
Was ganz sicher ist, ist die Tatsache, dass die BRIGADE C zahlreich vertreten sein wird und was noch wichtiger ist, dass die FERNDORFER FÜCHSE mit 11 stimmgewaltigen Trommeln das Spektakel komplettieren.
Nodda.
Bericht: Peter Trojak
Collage: Andreas Domian
CEVEN KLATT: Hüttenberg wird ein traditionell schwieriges Auswärtsspiel. Sie haben eine sehr starke Mannschaft und sind auch sehr, sehr gut besetzt. Sie spielen ein gute 3-2-1-Deckung und sind vorne mit Kompenhans, Kunscher und Ohl sehr gut besetzt. Ich glaube, dass sie, gerade zu Hause, im letzten Heimspiel sich gut von ihren Fans verabschieden wollen. Bei uns ist es so, wir haben noch 2 Spieler weniger als letzte Woche, Josip Eres fällt länger aus und Linus Michel wird auch nicht dabei sein.










